
Daiwa Capital Markets empfiehlt Anlegern nun den Kauf von Palantir-Aktien, obwohl diese in diesem Jahr eine starke Kursentwicklung verzeichneten. Analyst Shigemichi Yoshizu sieht trotz des Kursrückgangs von 20 % seit Januar weiterhin Erholungspotenzial. Er senkte sein Kursziel von 200 auf 180 US-Dollar, was aber immer noch ein mögliches Kursplus von 26 % bedeutet, sollte sich der Kurs erholen.
Das Unternehmen meldete letzte WochetronErgebnisse für das vierte Quartal und übertraf sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnschätzungen. Die Aktien legten am Folgetag um 7 % zu. Shigemichi sagte: „Die Veröffentlichung der Ergebnisse hat einen positiven Eindruck hinterlassen.“.
Das Unternehmen verzeichnete weiterhin eine außerordentliche Nachfrage nach seinen KI-Plattformdiensten sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor.“ Genau das trug dazu bei, dass Daiwa von „Neutral“ auf „Kaufen“ hochgestuft wurde.
Was die Wall Street besonders aufhorchen ließ, war der sprunghafte Anstieg der US-amerikanischen Geschäftsumsätze von Palantir um 137 %. Das Unternehmen rechnet mit weiterem Wachstum. Shigemichi erklärte, die Kunden würden die Software nicht mehr nur testen, sondern sie nun im operativen Geschäft einsetzen.
Er schrieb außerdem, dass das Unternehmen durch die Gewinnung neuer Nutzer, die Verlängerung vontracund die Erschließung neuer Nutzungsmöglichkeiten der Plattform schnell expandiere. Er fügte hinzu: „Da das Unternehmen für den US-amerikanischen Markt ein Umsatzwachstum von mindestens 115 % prognostiziert, unterstreicht es das signifikante Wachstumspotenzial der zukünftigen Erträge.“
Trotz dieses Wachstums steht Palantir in Großbritannien weiterhin unter Druck. Seit 2023 hat das Unternehmen über 500 Millionen Pfund antracerhalten und die Rechtsabteilung von Lord Mandelson mit der Strategieentwicklung beauftragt.
Kritiker drängen darauf, das Unternehmen komplett von öffentlichentracauszuschließen, da es in puncto Transparenz eine Blackbox sei.
Einer der größten Deals kam zustande, als Palantir einen 330-Millionen-Pfund-tracmit dem britischen Gesundheitsdienst NHS zur Organisation von Gesundheitsdaten abschloss. Diese Partnerschaft beunruhigte viele. Das Unternehmen unterhält Verbindungen zum israelischen Militär und zur US-Einwanderungsbehörde ICE, die für tödliche Razzien auf amerikanischem Boden verantwortlich gemacht wird. Diese Verbindungen warfen zahlreiche Fragen auf.
Im Juni weigerte sich die britische Regierung, die an Keir Starmer vor seinem und Mandelsons Besuch in einem Palantir-Showroom in Washington DC versandten Unterlagen offenzulegen. Diese Weigerung verschärfte die Kritik nur noch.
In den USA Palantir stark im Regierungsgeschäft engagiert. Das Unternehmen entwickelt KI-Tools und Datenplattformen wie Gotham und Foundry für Militär- und Geheimdienste. Kürzlich schloss Palantir einen 10-Milliarden-Dollar-Vertrag mit der US-Armee ab. Darüber hinaus hat das Unternehmen an der Überwachung auf dem Schlachtfeld, der Verarbeitung von Einwanderungsdaten und der Erstellung von Bundesdatenbanken gearbeitet.
Vor dem Börsengang war Palantir nicht profitabel. Das Unternehmen beantragte im Juli 2020 einen Börsengang und wurde am 30. September 2020 unter dem Kürzel PLTR direkt an der New Yorker Börse notiert. Vier Jahre später, am 26. November 2024, wechselte es an die Nasdaq und behielt das gleiche Kürzel bei.
Am 6. September 2024 nahm S&P Global das Unternehmen in den S&P 500 auf, woraufhin die Aktien am nächsten Tag um 14 % stiegen. Doch 2025 kritisierte The Economist Palantir scharf und bezeichnete das Unternehmen als „das am meisten überbewertete Unternehmen aller Zeiten“. Die Marktkapitalisierung erreichte 430 Milliarden US-Dollar, mehr als das 600-Fache des Gewinns von 2024. Im November 2025 wurde die Aktie mit dem 85-Fachen des erwarteten Umsatzes gehandelt und war damit die teuerste im Index.
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