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Der Verkaufsdruck aus den USA belastet Kryptowährungen, Bitcoin notiert nahe 70.000 US-Dollar

CryptopolitanFeb 10, 2026 6:20 PM

Die globalen Kryptomärkte stehen nach dem starken Kursverfall der letzten Woche unter erheblichem Verkaufsdruck. Es mehren sich die Anzeichen, dass die institutionelle Nachfrage nachgelassen hat und US-amerikanische Investoren weiterhin die Verkäufe antreiben. Bitcoin Kurs pendelt um die 70.000 US-Dollar, während die kumulierte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes bei rund 2,35 Billionen US-Dollar stagniert.

Wintermute gab in einem aktuellen Bericht an, dass interne Daten zum außerbörslichen Handel zeigten, dass US-amerikanische Gegenparteien die ganze Woche über stark verkauften. Das Unternehmen stellte außerdem fest, dass die sogenannte Coinbase-Prämie während des gesamten Abschwungs negativ blieb. Dieses Muster besteht seit Dezember und deutet eher auf anhaltenden Verkaufsdruck in den USA als auf vereinzelte Liquidationsereignisse hin.

Keine Nachfrage im Spotmarkt, keine Erholung

Der Bericht erwähnte, dass die Spotvolumina weiterhin gering sind, da der Hebel die Kursentwicklung weiterhin dominiert. Wintermute erklärte, dass ohne eine deutliche Erholung des offenen Interesses die weitere Kursbewegung in beide Richtungen wahrscheinlich begrenzt bleiben wird. Weiter hieß es, eine strukturelle Erholung setze eine Rückkehr der Spotnachfrage voraus. Derzeit sieht man dafür wenig Chancen.

Bitcoin Kurs fiel am Wochenende erstmals seit April 2025 unter 80.000 US-Dollar. Gleichzeitig wurden jedoch Positionen im Wert von über 2,7 Milliarden US-Dollar liquidiert. Der Kurs sank weiter, bevor er sich bei etwa 60.000 US-Dollar wieder stabilisierte. Anschließend erholte sich der BTC-Kurs und erreichte knapp über 70.000 US-Dollar. Im Nachhinein betrachtet waren alle Gewinne seit den US-Wahlen im November 2024 wieder verloren.

Seit seinem Höchststand im Oktober bei fast 126.000 US-Dollar Bitcoin um rund 50 % gefallen. Dies ist der größte Kursrückgang seit 2022. In den letzten sieben Tagen sank der BTC-Kurs um weitere 10 %. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels liegt der Durchschnittskurs bei 69.406 US-Dollar.

Ethereum Kurs ist in den letzten 30 Tagen um mehr als 35 % gefallen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels wird ETH im Durchschnitt zu einem Kurs von 2.092 US-Dollar gehandelt.

Wintermute hob drei Faktoren hervor, die die Märkte gleichzeitig beeinflussten. Die Nominierung von Kevin Warsh zum Vorsitzenden der US-dent US-Präsident Trump stärkte den Dollar. Auf der anderen Seite belasteten schwache Ergebnisse großer Technologieunternehmen die Risikobereitschaft. Die enttäuschenden Ergebnisse von Microsoft im Juli, bei denen die Aktie um 10 % einbrach, waren einer dieser Faktoren.

Ein massiver Kurssturz bei Edelmetallen verstärkte den Schock. Silber verlor innerhalb von drei Tagen rund 40 Prozent, nachdem es Rekordhochs erreicht hatte. Die Märkte brauchten einige Tage, um die Signale zu verarbeiten, bevor sie endgültig in den Risikoaversionsmodus wechselten. Laut Wintermute ist diese negative Tendenz typisch für einen Bärenmarkt.

Der Aufwärtstrend im Kryptobereich erscheint schwerer nachhaltig

Der Bericht schätzt die gesamten unrealisierten Verluste in den Treasury-Abteilungen digitaler Vermögenswerte auf fast 25 Milliarden US-Dollar. Viele Unternehmen liegen daher mittlerweile unterhalb ihrer Akquisitionskosten. Weiterhin wird berichtet, dass sich Unternehmen weniger wie marginale Käufer und mehr wie passive Anteilseigner verhalten. Wenn Kapitalbeschaffung jedochtracist, lässt sich das Wachstumspotenzial nur schwer aufrechterhalten.

Angesichts des zunehmenden Drucks scheint das institutionelle Interesse nachgelassen zu haben. Spot- Bitcoin -ETFs verzeichneten seit November Nettoabflüsse von insgesamt rund 6,2 Milliarden US-Dollar. Dies ist die längste Serie von Rücknahmen seit ihrer Einführung.

Wenn ETF-Anbieter Anteile zurückgeben, verkaufen sie bitcoin im Spotmarkt bei fallenden Kursen. Laut Wintermute entsteht dadurch eine sich selbst verstärkende Rückkopplungsschleife.

BlackRocks IBIT steht im Zentrum des Geschehens. Der Fonds ist sowohl der größte ETF-Inhaber als auch die größte Quelle für zusätzliches Angebot bei Rücknahmen. IBIT verzeichnete letzte Woche ein Nominalvolumen von über 10 Milliarden US-Dollar. Auch die Derivatemärkte weisen eine ähnliche Konzentration auf. Laut Wintermute vereinen IBIT und Deribit mittlerweile etwa die Hälfte des Krypto-Optionsvolumens auf sich.

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