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Oracle legte heute um 13 % zu und ist damit die Aktie mit der besten Performance

CryptopolitanFeb 9, 2026 9:04 PM

Oracle legt heute einen fulminanten Start hin. Die Aktie ist um 13 % gestiegen und damit der größte Gewinner des Tages. Dies geschieht unmittelbar nach Amazons Ankündigung, in diesem Jahr 200 Milliarden Dollar in Rechenzentren, Chips und Hardware zu investieren.

Das hat Oracle zu einem Kursanstieg verholfen. Es ist zudem die zweite Woche in Folge, in der die Aktie gestiegen ist. Trotz dieser Rallye liegt Oracle aber immer noch rund 50 % unter dem Höchststand vom September.

Die Investitionen in KI fließen aus allen Richtungen. Unternehmen geben Unsummen aus. Dazu gehören Amazon, Meta, Alphabet und Microsoft, die zusammen 650 Milliarden Dollar in KI-Tools investieren wollen.

Manche Händler vermuten nun, dass ein Teil dieser Ausgaben tatsächlich an Softwareunternehmen wie Oracle fließen könnte. Die Aktie reagiert heute stark, doch hinter den Kulissen spielt sich noch viel mehr ab.

Analysten sind sich über Oracles Zukunft nach dem Schuldenprogramm und den Investitionen in KI uneinig

Ein Grund für von Oracle ist die Hochstufung der Aktie auf „Kaufen“ durch DA Davidson. Das Kursziel wurde von „Neutral“ auf 180 US-Dollar angehoben. Die Analysten gehen davon aus, dass ein neu aufgestelltes OpenAI gestärkt zurückkehren tron Google im Bereich KI weiter unter Druck setzen wird.

Sie erklärten außerdem, OpenAI verfüge nun über genügend finanzielle Mittel, um seinen Teil der Vereinbarung mit Oracle zu erfüllen. Dies beseitige ihrer Ansicht nach das größte Risiko für Oracle.

Gil, Analyst bei Davidson, schrieb: „Software ist nicht tot. Wir glauben, dass Unternehmen weiterhin für Oracle-Produkte bezahlen werden und dass diese nicht durch vibe verschwinden werden.“ Er geht davon aus, dass die Nachfrage nach Software auch in einem unübersichtlichen Markt stabil bleiben wird.

Doch nicht alle teilen diese positive Einschätzung. Melius Research hat Oracle auf „Halten“ herabgestuft und das Kursziel bei 160 US-Dollar belassen. Zwar zollen sie Larry El Respekt für seinen mutigen Schritt, weisen aber auch darauf hin, dass Oracle eine hohe Verschuldung und Eigenkapitalquote aufweist.

Und sie warfen eine wichtige Frage auf: „Zu welchem Preis sollte eine Aktie gehandelt werden, die bis in die 2030er Jahre keinen freien cash generiert?“ Melius ist der Ansicht, dass Oracle eher wie ein Infrastrukturunternehmen als wie ein Softwareunternehmen bewertet werden sollte.

Bernstein bleibt optimistisch, senkte aber das Kursziel von 339 auf 313 US-Dollar. Die Aktie wird weiterhin mit „Outperform“ bewertet. Bernstein verwies auf das von Oracle am vergangenen Montag angekündigte Fremd- und Eigenkapitalprogramm in Höhe von 45 bis 50 Milliarden US-Dollar. Damit will das Unternehmen den im letzten Jahr versprochenen Bau eines riesigen KI-Rechenzentrums finanzieren. Laut Bernstein wird diese Finanzierung Oracle voraussichtlich bis zum Geschäftsjahr 2028 absichern.

Dennoch steht der gesamte Softwaresektor unter Druck. Der iShares Expanded Tech-Software ETF ist in den letzten Wochen um 28 % von seinen Höchstständen gefallen. Händler befürchten, dass KI die Nachfrage nach traditioneller Software tatsächlich verringern könnte. Einige setzen jedoch darauf, dass die Gewinne aus dem KI-Boom der großen Technologiekonzerne weiterhin in Oracle und andere Unternehmen mit Cloud-Infrastruktur fließen werden.

Justin, Analyst bei der Bank of America, erklärte, Cloud-Unternehmen stünden vor erheblichen makroökonomischen Risiken, die zu Kursschwankungen führen könnten. Er fügte jedoch hinzu: „Die Managementteams scheinendent zu sein, die Nachfrage prognostizieren zu können und dass die Kapazitäten im Jahr 2026 voll ausgelastet sein werden.“

Während das Cloud-Wachstum bei Amazon und Alphabettronwar, erklärte David von UBS, dass deren Investitionsprognosen deutlich über den Erwartungen der Händler lagen – und genau darauf reagierte der Markt. Doch für Oracle könnten die cash in KI-Infrastruktur endlich Früchte tragen.

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