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Banken und Kryptofirmen treffen sich am Dienstag erneut im Weißen Haus

CryptopolitanFeb 9, 2026 7:00 PM

Das Weiße Haus plant für den 10. Februar ein Treffen hinter verschlossenen Türen mit hochrangigen Vertretern des Banken- und Kryptosektors, um die Stablecoin-Politik zu erörtern. Ziel des Treffens ist es, in den strittigen Punkten, die den Fortschritt beim CLARITY Act bisher behindert haben, einen Konsens zwischen den beiden Parteien zu finden.

In Washington herrscht angespannte Stimmung, da führende Vertreter der traditionellen Finanzbranche und der Kryptoindustrie um eine Einigung zur Verabschiedung des CLARITY Act ringen. Das Weiße Haus führt nun intern mehrere Gespräche, um die Differenzen zwischen den beiden Parteien beizulegen. Das Treffen am Dienstag ist das zweite dieser Art, nachdem beim ersten am 2. Februar kaum Fortschritte erzielt wurden.

Der Hauptstreitpunkt zwischen Banken und Krypto-Unternehmen ist die Frage, ob Emittenten von Stablecoins Zinsen an ihre Inhaber zahlen dürfen. Diese Frage zählt zu den größten Hindernissen für Fortschritte beim CLARITY Act.

An diesem Treffen nehmen hochrangige Führungskräfte großer Banken wie JPMorgan teil, die zinstragende Stablecoins als existenzielle Bedrohung für ihre Branche betrachten. Ihre Hauptsorge ist, dass diese Vermögenswerte eine Form unregulierten Parallelbankwesens schaffen und zu Kapitalflucht von traditionellen Banken führen werden. Sie argumentieren, dass dies der gesamten US-Wirtschaft großen Schaden zufügen wird.

Auf der anderen Seite stehen Krypto-Unternehmen, die befürchten, dass der Wegfall von Zinszahlungen für Stablecoins Innovationen hemmen wird, da der globale Wettbewerb im Bereich dezentraler Finanzen (DeFi) zunimmt. Das Treffen am Dienstag bietet beiden Seiten die Gelegenheit, ihre Argumente weiter darzulegen, während der Druck aus dem Weißen Haus wächst, noch vor Monatsende eine Einigung zu erzielen.

Der CLARITY Act und die Spannungen zwischen den Branchen

Der CLARITY Act (HR 3633) ist ein Gesetzesentwurf des US-Kongresses, der einen klaren und umfassenden Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen und gleichzeitig Innovationen ermöglichen soll. Er wurde im Juli 2025 vom US-Repräsentantenhaus verabschiedet, ist aber seither im Senat auf mehrere Hindernisse gestoßen. Obwohl im Senat parteiübergreifend breite Zustimmung zu einer klaren Regulierung digitaler Vermögenswerte besteht, ist der Fortschritt des Gesetzes an einer zentralen Frage ins Stocken geraten: der rechtlichen Behandlung von verzinsten Stablecoins.

Zinstragende Stablecoins sind eine Art digitaler Vermögenswerte, die üblicherweise im Verhältnis 1:1 an den US-Dollar gekoppelt sind. Im Gegensatz zu traditionellen Stablecoins generieren diese digitalen Vermögenswerte passives Einkommen durch Zinszahlungen an die Inhaber. Traditionelle Finanzinstitute betrachten diese zinstragenden Stablecoins als Risiko für ihre Bilanzen, da sie deutlich höhere Renditen als herkömmliche Bankeinlagenzinsen bieten. Führende Vertreter der Kryptoindustrie argumentieren, dass ein Verbot von Zinszahlungen für Stablecoins Innovationen hemmt und die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher stark einschränkt. Sie sehen die aktuelle Position der traditionellen Finanzwelt in dieser Frage als Mittel für die Banken, ihre Kontrolle über das US-Finanzsystem aufrechtzuerhalten.

Das Weiße Haus schaltet sich ein, um die Spannungen zu schlichten

Die Kontroverse um die Stablecoin-Politik hat den Wettbewerb zwischen Banken und Kryptowährungsbranche verschärft und sich zu einem Kampf um die zukünftige Struktur des US-Finanzsystems entwickelt. Da beide Seiten an ihren Positionen festhalten, hat sich das Weiße Haus in einer Reihe von nicht-öffentlichen Treffen zwischen Branchenführern und dem Kryptowährungsausschuss des Weißen Hauses als Vermittler positioniert. Das erste Treffen fand letzte Woche statt und brachte Vertreter von Industrie und Wirtschaftsverbänden zusammen. Ziel war es, einen Kompromiss zu erarbeiten, der die Verabschiedung des CLARITY Act ermöglichen könnte. Dieses Treffen diente eher der Sondierung und legte den Grundstein für die Diskussion am Dienstag. Im Gegensatz zum ersten Treffen werden bei dieser nächsten Verhandlungsrunde hochrangige Bankmanager und führende Vertreter der Kryptoindustrie erwartet.

Das Weiße Haus hat Druck auf beide Seiten ausgeübt, bis Ende des Monats eine Einigung zu erzielen, um tracdes CLARITY Act im Senat zu verhindern. Dies erhöht den Druck auf beide Parteien, beim Treffen am Dienstag eine vorläufige Vereinbarung zu treffen, auch wenn der Ausgang ungewiss ist. Fortschritte dürften sich abzeichnen, wenn ein für beide Seiten vorteilhafter Rahmen geschaffen wird, der aufzeigt, wie renditestarke Stablecoins reguliert werden können, ohne das Bankensystem zu destabilisieren.

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