
Der amerikanischedent Donald Trump hat sich in höchst bizarren Geschäften mit Steuergeldern den Besitz von Aktiengesellschaften gesichert.
Cryptopolitan hat im vergangenen Jahr gewissenhaft darüber berichtet, dass die US-Regierung tatsächliche Anteile oder Beteiligungen an mindestens zehn verschiedenen Unternehmen erworben hat, die hauptsächlich mit Mineralien, Chips, Energie und Verteidigung in Verbindung stehen.
Diese Investitionen fließen in Startups, Bergbauprojekte, Halbleiterhersteller und sogar in einen Entwickler von Kernreaktoren. Manche Verträge räumen der Regierung Stimmrechte ein, andere nicht. Doch in jedem Fall erwirbt der Steuerzahler Anteile an den Unternehmen.
Scott Lincicome vom Cato Institute erklärte, derartige staatliche Kaufrausch-Aktionen seien außerhalb von Kriegszeiten unbekannt. Handelsminister Howard kündigte weitere solcher Aktionen an und nannte Lockheed Martin als mögliches Übernahmeziel.
Beginnen wir mit US Steel. Trump genehmigte den Verkauf des Unternehmens an Nippon Steel erst, nachdem er eine Sondervollmacht, die sogenannte „Goldene Aktie“, erhalten hatte. Diese bringt zwar keinen Gewinn, ermöglicht es demdent aber, Entscheidungen über Werksschließungen, den Verkauf von Vermögenswerten oder die Verlegung des Hauptsitzes aus Pittsburgh zu blockieren.
US Steel stellte den Handel im Juni 2025 ein und firmiert nun als Tochtergesellschaft von Nippon. Dann ist da noch Intel. Im August 2025 erwarb das US-Handelsministerium 433,3 Millionen Aktien, was 10 % von Intel entspricht. Die Mittel dafür stammten aus dem CHIPS-Act-Fonds und anderen Fördermitteln in Höhe von 8,9 Milliarden US-Dollar. Die Aktien sind stimmrechtslos. Laut Howard ging es dabei nicht um Kontrolle, sondern um finanzielle Unterstützung.
Das Verteidigungsministerium engagierte sich ebenfalls stark im Bereich der Seltenen Erden. Es investierte in MP Materials, ein Unternehmen mit einer Mine in Mountain Pass, Kalifornien. Das Pentagon erwarb Vorzugsaktien im Wert von 400 Millionen US-Dollar und erhielt einen Optionsschein, der ihm 15 % der Unternehmensanteile sichern könnte. Laut MP würde die Regierung damit zum größten Aktionär werden.
Im Lithiumsektor erwarb das US-Energieministerium eine 5-prozentige Beteiligung an Lithium Americas sowie weitere 5 Prozent an dessen Gemeinschaftsprojekt mit GM. Im Gegenzug wurden Zahlungen in Höhe von 182 Millionen US-Dollar für einen Kredit in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar aufgeschoben. Ein Mitarbeiter der Trump-Regierung soll gegenüber CNBC erklärt haben, diese Struktur biete den Steuerzahlern Schutz, „falls etwas schiefgeht“. Das Unternehmen ist in Kanada und den USA börsennotiert.
Trilogy Metals, ebenfalls in Kanada ansässig, erwirtschaftet noch keine Umsätze. Das Unternehmen plant, in Alaska Kupfer abzubauen und dafür eine lange, umstrittene Straße namens Ambler Road zu nutzen. Trump erteilte die Genehmigungen im Oktober 2025. Die Regierung investierte daraufhin 35,6 Millionen US-Dollar und sicherte sich damit einen Anteil von 10 % sowie das Recht, weitere 7,5 % zu erwerben.
USA Rare Earth, ein Unternehmen, das in Texas Seltene Erden abbauen und in Oklahoma Magnete herstellen will, erhielt dieses Jahr einen Kredit in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar und Zuschüsse in Höhe von 277 Millionen US-Dollar. Im Gegenzug übergab es der Regierung 16,1 Millionen Aktien und 17,6 Millionen Optionsscheine.
Je nachdem, was mit den Optionsscheinen passiert, könnte der Anteil zwischen 8 % und 16 % liegen. CEO Barbara betonte, es handele sich ausschließlich um ein wirtschaftliches Geschäft. Es gebe keine staatliche Kontrolle.
Vulcan Elements, ein privates Unternehmen aus North Carolina, hat sich mit ReElement Technologies zusammengetan, um eine Lieferkette für Seltenerdmagnete aufzubauen. Sie errichten eine Fabrik mit einer Kapazität von 10.000 Tonnen. Das Pentagon stellte 620 Millionen US-Dollar bereit, das Handelsministerium 550 Millionen US-Dollar, und sie akquirierten denselben Betrag von privaten Investoren. Die Regierung erhielt eine Beteiligung im Wert von 50 Millionen US-Dollar sowie Optionsscheine.
Das in Palo Alto ansässige Start-up-Unternehmen xLight, das sich auf Chip-Werkzeuge spezialisiert hat, arbeitet unterdessen an Freie-tron -Lasern. Im Dezember erklärte das US-Handelsministerium, es würde eine Beteiligung im Wert von 150 Millionen US-Dollar übernehmen, sofern das Unternehmen staatliche Fördermittel annimmt.
Der Rüstungskonzern L3Harris schloss im Dezember 2025 einen Vertrag mit dem Pentagon über eine Milliarde US-Dollar für seine Raketenmotorensparte ab. Laut Vereinbarung soll die Sparte Ende 2026 an die Börse gehen, und die Investition des Pentagons wird dann in Stammaktien des neuen Unternehmens umgewandelt.
Auch die USA investieren in Kernenergie. Die Regierung unterzeichnete im Oktober 2025 einen Vertrag mit Cameco und Brookfield zur Finanzierung von Westinghouse, einem Unternehmen, das Kernreaktoren baut. Das Gesamtprojekt hat ein Volumen von 80 Milliarden US-Dollar. Sollte Westinghouse eine Bewertung von über 30 Milliarden US-Dollar erreichen, kann die Regierung laut Camecos COO Grant vor 2029 einen Börsengang fordern und sich damit 8 % der Anteile sichern.
Alles in allem nutzt die Trump-Regierung Steuergelder, um sich an Unternehmen in den Bereichen Seltene Erden, Halbleiter, Lithium, Kernenergie und Verteidigung zu beteiligen. Das sind keine Spenden, sondern schlicht und einfach Beteiligungsgeschäfte. Und die Regierung sitzt nun in den Aufsichtsräten von Unternehmen, die sie früher lediglich reguliert hat.
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