
Am 6. Februar 2026 unterzeichneten die Vereinigten Staaten und Indien ein bedeutendes Handelsabkommen, das die Kosten für amerikanische Luxusautomobile und Motorräder für indische Verbraucher senken wird.
Unternehmen wie Tesla erwarten derweil weiterhin einen verbesserten Zugang zum expandierenden indischen Markt, da Elektrofahrzeuge nicht unter das Abkommen fallen.
Das Abkommen hat weitreichende Folgen für amerikanische Luxusautomobile. Indien senkt die Steuern auf benzinbetriebene Fahrzeuge mit einem Hubraum von über 3.000 cm³. Käufer zahlen derzeit bis zu 110 Prozent Zölle. Im Rahmen des neuen Abkommens werden diese Steuern in den nächsten zehn Jahren auf 30 Prozent reduziert. Sämtliche Einfuhrzölle für Harley-Davidson-Motorräder entfallen.
dent Donald Trump und Premierminister Narendra Modi arbeiteten gemeinsam an der Ausarbeitung des Abkommens. Es handelt sich um ein Handelsabkommen zwischen den beiden Ländern. Der derzeitige Zollsatz von 50 Prozent auf Waren aus Indien wird in den USA auf 18 Prozent gesenkt. Im Gegenzug verpflichtete sich Indien zum Kauf amerikanischer Waren im Wert von 500 Milliarden US-Dollar. Indien stimmte außerdem zu, seine Ölimporte aus Russland zu reduzieren.
Indiens Bestreben nach engeren Beziehungen zu den Vereinigten Staaten zeigt sich in der Zusage von 500 Milliarden US-Dollar. Indien ist bereit, aus strategischen und politischen Gründen mehr auszugeben, da es von günstigerem russischem Öl auf teurere amerikanische Energie umgestiegen ist.
Das Überraschendste an dem Abkommen ist, was ausgelassen wurde. Elektrofahrzeuge werden nicht steuerlich begünstigt, obwohl Tesla-Chef Elon Musk seit Jahren indische Behörden um eine Senkung der Einfuhrzölle bittet. Er argumentiert, die hohen Steuern machten seine Autos für indische Kunden zu teuer. Indem die indische Regierung Elektrofahrzeuge aus diesem Handelsabkommen ausklammerte, machte sie ihre Position deutlich. Ausländische Elektroautohersteller erhalten nur dann eine Sonderbehandlung, wenn sie Fabriken in Indien bauen.
Die Regierung scheint Indiens heimische Elektrofahrzeugindustrie zu schützen. Der Bundeshaushalt für 2026/27 verdeutlichte diese Strategie. Im Haushalt wurden die Einfuhrzölle auf 35 verschiedene Maschinentypen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien abgeschafft. Zudem wurden Steuererleichterungen für Anlagen zur Verarbeitung wichtiger, für Batterien benötigter Mineralien gewährt.
Ein hochrangiger Beamter des Ministeriums für Schwerindustrie erläuterte die Gründe für die Entscheidung. „Ziel ist es nicht nur, Technologie zu importieren, sondern die gesamte Wertschöpfungskette – vom Erz bis zum fertigen Magneten – innerhalb unserer Grenzen aufzubauen“, erklärte er. Indem Indien die Steuern auf fertige Elektroautos hoch hält, gleichzeitig aber den Kauf von Fabrikausrüstung verbilligt, zwingt es globale Unternehmen dazu, sich zwischen hohen Zöllen und dem Bau lokaler Fabriken zu entscheiden.
Im Vergleich zu einem anderen Handelsabkommen, an dem Indien kürzlich mitgewirkt hat, scheint das amerikanische Abkommen anders zu sein. Indien konnte in den Verhandlungen mit der Europäischen Union bessere Bedingungen erzielen. Mit der EU wurden tiefere Steuersenkungen auf bis zu 10 Prozent ausgehandelt und auf weitere Fahrzeugkategorien ausgeweitet. Diese Gespräche umfassten auch mehrere Elektromodelle.
Der ehemalige Handelsverhandler Rajesh Agrawal hob den Unterschied zwischen den beiden Abkommen hervor. „Dieses Rahmenabkommen zeigt, dass Indien in traditionellen Sektoren flexibel agieren will, aber bei der Zukunft der Mobilität keine Kompromisse eingehen wird“, erklärte er. „Das US-Abkommen ist einmatic Kompromiss: Amerikanische Motoren für indische Textilien und Chips.“
Der Vergleich verdeutlicht, wie sich Indiens Vorgehen bei Handelsverhandlungen je nach Partner unterscheidet. Ziel des EU-Abkommens war die Vernetzung von Branchen verschiedener Sektoren. Das US-Abkommen konzentriert sich hingegen stärker auf Energiesicherheit und die Zusammenarbeit zur Bekämpfung bestimmter ausländischer Wirtschaftspraktiken.
Sobald beide Länder im März 2026 die endgültigen Dokumente unterzeichnen, treten die neuen Zollsätze in Kraft. Die amerikanischen Automobilhersteller Ford und General Motors haben nun eine neue Chance, ihre Premiumfahrzeuge in Indien zu verkaufen – einem Markt, der aufgrund strenger tron Regulierungen bisher schwer zugänglich war.
Indische Kunden werden die Veränderungen voraussichtlich schnell bemerken. Leistungsstarke Sportwagen und teure Motorräder aus Amerika werden erschwinglicher. Der Fokus des Landes auf umweltfreundlichere Transportmittel liegt jedoch weiterhin auf in Indien hergestellten Fahrzeugen.
Das Abkommen begünstigt herkömmliche benzinbetriebene Fahrzeuge und lässt gleichzeitig den Import von Elektroautos aus. Dadurch entsteht eine paradoxe Situation: Emissionenintensive Luxusfahrzeuge werden günstiger während der Übergang zu saubereren Technologien von der Erfüllung lokaler Produktionsvorgaben abhängt.
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