tradingkey.logo

TSMC wird 3-nm-Chips in Japan bauen und die Investitionen auf 17 Milliarden Dollar erhöhen.

CryptopolitanFeb 5, 2026 5:01 AM

TSMC plant nun die Produktion von 3-Nanometer-Chips in Japan und erhöht damit den Einsatz bei seiner internationalen Expansion, gerade zu einem Zeitpunkt, an dem Japan bestrebt ist, die Chipherstellung wieder ins eigene Land zu verlagern.

Das zweite Werk in Kumamoto sollte ursprünglich bis Ende 2027 ältere 7-nm-Chips produzieren. Nun will das Unternehmen aber direkt auf 3 nm umsteigen, die gleiche Fertigungstechnologie, die es auch für Apple und Nvidia verwendet. Das bedeutet auch deutlich höhere Kosten: 2,6 Billionen Yen (umgerechnet 17 Milliarden US-Dollar), wie die Zeitung Yomiuri am Donnerstag berichtete.

Dieses Projekt ist ein zentraler Bestandteil des Plans von Premierministerin Takaichi Sanae, Japans technologische Führungsrolle wiederherzustellen. Ihre Regierung investiert cash in Halbleiter und KI. Der Haushaltsentwurf des Industrieministeriums für das kommende Fiskaljahr soll 1,23 Billionen Yen erreichen – fast viermal so viel wie zuvor.

Takaichi traf sich in Tokio mit TSMC-CEO CC Wei und bezeichnete das Abkommen als „eine Win-Win-Partnerschaft“ für Japans wirtschaftliche Sicherheit und die globale Chipstabilität.

Japan erhöht die Investitionen in Chip-Systeme im Vorfeld der Wahlen

Wei dankte der japanischen Regierung während desselben Treffens. „Ohne Ihre Unterstützung wäre dieses Gigafabrik-Projekt nicht möglich“, sagte er und wies darauf hin, dass TSMCs neuer Standort auch Japans Bestrebungen im Bereich der künstlichen Intelligenz unterstützen würde.

Die Ankündigung erfolgt unmittelbar vor der vorgezogenen Unterhauswahl am 8. Februar, die Takaichi angesetzt hat, um sich ihre Unterstützung zu sichern, solange ihre Popularität noch hoch ist. Sie ist erst seit etwa drei Monaten im Amt.

Die Einigung ist noch nicht endgültig. Mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen gaben an, dass sich der Plan noch in einem frühen Stadium befinde und sich noch ändern könne.

Doch selbst ohne endgültige Bedingungen sendet dies bereits ein klares Signal: TSMC handelt mit Hochdruck. Das Unternehmen bemüht sich, die weltweite Nachfrage nach KI-Chips zu decken, insbesondere da immer mehr Länder ihre Abhängigkeit von Taiwan hinterfragen.

Der Omdia-Analyst Akira Minamikawa sagte, die Entscheidung spiegele wahrscheinlich wider, wie schnell die Nachfrage steige und wie Japan sich letztendlich zu einem Standort für noch fortschrittlichere Chipproduktion entwickeln könnte. „Dies könnte in Zukunft zu Diskussionen über die Produktion noch fortschrittlicherer Fertigungstechnologien in Japan führen“, sagte er.

Dieser Schritt trägt auch zur Risikominderung bei. Taiwans angespannte Stromversorgung und die begrenzten Landflächen werden zunehmend zu ernsthaften Problemen. Ebenso die wachsenden Spannungen der Insel mit China.

TSMC hat zwar angekündigt, die modernsten Fertigungsanlagen im Inland zu behalten, doch mittlerweile ist klar, dass das Unternehmen bereit ist, ausgereifte Chipfertigung ins Ausland zu verlagern. Bereits im letzten Quartal produziert TSMC 2-nm-Chips in Kaohsiung, Taiwan. Die ausländischen Standorte, wie beispielsweise das japanische Werk, tragen zur Entlastung bei und besänftigen Regierungen, die nicht möchten, dass alle Chips aus Taiwan stammen.

Sichern Sie sich Ihren kostenlosen Platz in einer exklusiven Krypto-Trading-Community – begrenzt auf 1.000 Mitglieder.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Verwandte Artikel

KeyAI