
Unternehmen wie Tesla und Waymo, die autonome Fahrzeuge entwickeln, verteidigen die Sicherheit ihrer Technologie mit Daten, die beweisen, dass menschliche Fahrer häufigerdentverursachen als ihre autonomen Fahrzeuge.
Waymo und Tesla drängen auf nationale Gesetze für autonomes Fahren, weil sie behaupten, der derzeitige Flickenteppich an Regelungen behindere Innovationen.
Der US-Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr plant eine Anhörung mit dem Titel „Auf die Straße, Mac: Die Zukunft selbstfahrender Autos“
Mauricio Pena, Sicherheitschef von Waymo, plant, Senatoren zu erklären, dass die Fahrzeuge seines Unternehmens deutlich sicherer seien als menschliche Fahrer. In einer schriftlichen Aussage, die Reuters eigenen Angaben einsehen konnte, gab Pena an, dass Waymo-Fahrzeuge im Vergleich zu menschlichen Fahrern, die dieselbe Strecke zurücklegten, in zehnmal weniger Unfälle mit schweren Verletzungen oder Todesfällen verwickelt waren.
Seine Daten stammen aus einer unabhängigendent und basieren auf über 200 Millionen Meilen vollautonomer Fahrten auf öffentlichen Straßen. Waymo bietet derzeit wöchentlich rund 400.000 Fahrten in Städten wie Phoenix, San Francisco, Los Angeles und Austin an.
Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) und das National Transportation Safety Board (NTSB) untersuchen derzeit Waymo, nachdem Berichte über einen Unfall eines Robotaxis, bei dem ein Kind in der Nähe einer Grundschule angefahren wurde, und mehrere Vorfälle dent wurden, bei denen Fahrzeuge illegal an Schulbussen vorbeifuhren, die gerade Kinder ein- oder aussteigen ließen.
Kritiker, darunter einige lokale Beamte in San Francisco, forderten nachdentmit blockierten Einsatzfahrzeugen und sogar dem Tod einer lokalen „Kioskkatze“ namens KitKat im Jahr 2025 eine stärkere lokale Kontrolle über diese Fahrzeugflotten.
Lars Moravy, Teslasdent für Fahrzeugentwicklung, gibt an, dass Tesla-Fahrzeuge mit aktiviertem FSD (Supervised) durchschnittlich 5,1 Millionen Meilen zurücklegen, bevor es zu einem schweren Unfall kommt. Zum Vergleich: Der US-Durchschnitt für menschliche Fahrer liegt bei einem schweren Unfall alle 699.000 Meilen. Bei kleinerendentmeldet Tesla einen alle 1,5 Millionen Meilen, während der nationale Durchschnitt bei einem alle 229.000 Meilen liegt.
Trotz dieser beeindruckenden Zahlen untersucht die NHTSA fast 3 Millionen Tesla-Fahrzeuge wegen gemeldeter Verkehrsverstöße. Eine weitere Untersuchung betrifft 2,4 Millionen Teslas nach vier Unfällen bei schlechten Sichtverhältnissen wie Nebel oder Staub.
Tesla betont, dass FSD weiterhin aktive menschliche Überwachung erfordert und noch kein vollständig autonomes System der Stufe 5 darstellt. Allerdings hat das Unternehmen kürzlich in Austin Robotaxi-Fahrten ohne Sicherheitsüberwachung im Fahrzeug eingeführt.
Derzeit herrscht in den USA ein Flickenteppich unterschiedlicher einzelstaatlicher Gesetze zu autonomen Fahrzeugen, was von Unternehmen als Wachstumshemmnis angesehen wird. Sie fordern einen einheitlichen nationalen Standard, der den Einsatz Tausender Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale ermöglichen würde.
Senator Ted Cruz, der den Ausschuss leitet, argumentierte, dass 94 % aller Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen seien und dass autonome Fahrzeuge Tausende von Leben retten und Menschen mit Behinderungen das Reisen erleichtern könnten.
Uber Technologies Inc. veröffentlicht am Mittwoch seine Quartalszahlen, doch Analysten konzentrieren sich mehr auf die Bedrohung durch autonome Fahrzeuge als auf die aktuellen Gewinne des Unternehmens. Die Uber-Aktie ist seit ihrem Rekordhoch im Oktober 2025 um rund 22 % gefallen. Allein am Dienstag sank der Kurs um weitere 4 %.
Robotaxis bieten den gleichen Service wie Uber, jedoch ohne die Kosten eines menschlichen Fahrers. Die Herstellungskosten für autonome Fahrzeuge übersteigen allerdings die Kosten für herkömmliche Fahrzeuge bei Weitem.
JPMorgan-Analyst Douglas Anmuth erklärte , dass die „Schlagzeilen um autonome Fahrzeuge“ zu ständigen Kursschwankungen bei Uber führten. Ein weiterer Analyst von Wedbush, Scott Devitt, schätzte, dass etwa 40 % der Uber-Fahrtenbuchungen direkt dem Wettbewerb durch autonome Fahrzeuge ausgesetzt seien.
Waymo hat kürzlich 16 Milliarden US-Dollar eingesammelt und damit seine Gesamtbewertung auf 126 Milliarden US-Dollar gesteigert, während Uber eine Marktkapitalisierung von 168 Milliarden US-Dollar aufweist. Bemerkenswert ist, dass Waymo weniger als 3.000 Fahrzeuge auf seiner Plattform anbietet, während Uber Millionen von Fahrern beschäftigt. Sollte Waymo seine Flotte ausbauen, könnte seine Bewertung die von Uber bald übertreffen.
Ubers Ansatz im Wettbewerb um autonome Fahrzeuge ist bisher von Kooperation geprägt. Das Unternehmen hat Vereinbarungen mit WeRide und Baidus Apollo Go bekannt gegeben. Zudem arbeitet Uber mit Nvidia zusammen, um mithilfe deren umfangreicher Fahrdaten autonome Fahrmodelle zu entwickeln.
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