
Der Kurs von Solana (SOL) setzt seine Korrektur fort und notiert am Montag unter der Marke von 100 Dollar, nachdem er in der Vorwoche mehr als 15 Prozent verloren hatte. Der Abwärtsdruck wird durch Derivatedaten untermauert, die auf steigende Wetten auf fallende Kurse und negative Finanzierungsraten hindeuten. Aus technischer Sicht könnte ein Tagesschlusskurs unter 100 Dollar die Korrektur bei SOL weiter vertiefen.
Die Derivatedaten zu Solana sprechen für ein negatives Marktbild. Daten zur offen gewichteten Finanzierungsrate von Coinglass zeigen, dass die Zahl der Händler, die auf weiter fallende SOL-Kurse setzen, höher ist als die der Marktteilnehmer, die mit steigenden Preisen rechnen.
Der Indikator drehte am Samstag in den negativen Bereich und liegt am Montag bei minus 0,0080 Prozent. Das bedeutet, dass Short-Positionen Long-Positionen bezahlen – ein Hinweis auf eine pessimistische Stimmung gegenüber Solana.

Solana-Finanzierungsraten-Chart. Quelle: Coinglass
Zudem liegt das Long-zu-Short-Verhältnis für SOL laut Coinglass am Montag bei 0,97. Ein Wert unter eins signalisiert eine negative Markterwartung, da mehr Händler auf fallende als auf steigende Kurse setzen.

Solana-Long-zu-Short-Ratio-Chart. Quelle: Coinglass
Auch die institutionelle Nachfrage nach Solana hat sich in der vergangenen Woche abgeschwächt. Daten von SoSoValue zeigen, dass börsengehandelte Spot-ETFs Abflüsse von 2,45 Millionen Dollar verzeichneten. Es handelt sich um die ersten wöchentlichen Mittelabzüge seit der Auflegung dieser Produkte. Sollten sich diese Abflüsse fortsetzen oder verstärken, dürfte sich der Korrekturdruck auf SOL weiter erhöhen.

Wöchentlicher Nettozufluss der Solana-Spot-ETFs. Quelle: SoSoValue
Der Solana-Kurs scheiterte am Mittwoch am wöchentlichen Widerstand bei 126,65 Dollar und verlor bis Sonntag mehr als 15 Prozent. Dabei rutschte der Kurs unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar. Am Montag notiert SOL bei 99,60 Dollar.
Schließt Solana auf Tagesbasis unter 100 Dollar, könnte sich der Rückgang bis zum Tief vom 7. April bei 95,26 Dollar ausweiten. Ein weiterer Schlusskurs darunter würde zusätzlichen Abwärtsraum bis zum Tief vom 23. Januar 2024 bei 79 Dollar eröffnen.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) im Tageschart liegt bei 25 und signalisiert damit einen extrem überverkauften Zustand sowie starken Abwärtsdruck. Auch der MACD-Indikator zeigte bereits am 19. Januar ein bärisches Crossover, das weiterhin Bestand hat. Zunehmende rote Histogrammbalken unterhalb der Nulllinie stützen die negative Einschätzung zusätzlich.

SOL/USDT-Tageschart
Erholt sich SOL hingegen, könnte der Kurs wieder in Richtung des wöchentlichen Widerstands bei 126,65 Dollar ansteigen.