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Die Bank of America warnt, dass globale Aktienmärkte überkauft sind, da Verkaufssignale aufleuchten

CryptopolitanJan 30, 2026 3:59 PM

Strategen der Bank of America Corp (BofA) erklärten, dass die globalen Aktienmärkte ein Warnsignal für eine Überkauftheit aufweisen, was sich unter anderem darin zeige, dass ihr Bull & Bear Indicator von 9,2 auf 9,4 gestiegen sei – ein Schwellenwert, der für risikoreichere Anlagen immer noch ein Verkaufssignal aussendet.

Die von Michael Hartnett angeführten Strategen stellten fest, dass der Anstieg durch eine „tronglobale Aktienindexbreite, eine Long-Only-Bullenpositionierung undtrontechnische Indikatoren am Kreditmarkt“ bedingt war, welche die jüngsten Abflüsse aus Aktienfonds in den Schatten stellten. 

Hartnett hob hervor, dass sich die Märkte derzeit in einem von der Bank als „überkauft“ bezeichneten Bereich befinden, da 89 % der globalen MSCI-Aktienindizes über ihren 50-Tage- und 200-Tage-Durchschnittslinien notieren. Die Auslöseschwelle von 88 % gemäß der Marktbreiteregel deutet traditionell auf ein erhebliches Abwärtsrisiko für Aktien hin.

Die Bank of America hebt Investorenströme und Trends bei der Marktpositionierung hervor

Die Strategen der Bank of America stellten fest, dass die angespannte Marktlage mit einem Abzug von 15,4 Milliarden US-Dollar aus Aktienfonds in der vergangenen Woche einherging, was auf eine erhöhte Vorsicht angesichts steigender Aktienkurse hindeutet. Der MSCI World Index dürfte nach dem Erreichen eines Allzeithochs am 27. Januar seinen besten Monat seit September verzeichnen.

Hartnett sagte weiter, dass der Bullen- und Bärenindikator der Bank of America weiterhin eine „extreme“ Zuversicht unter den Anlegern widerspiegelt, da ein solider Kreditmarkt und eine breite Palette globaler Aktienindizes die Kapitalabflüsse bisher ausgeglichen haben.

Die Strategen der Bank of America stellten fest , dass die Anleger in der betreffenden Woche rund 17 Milliarden Dollar in Anleihenfonds, 10 Milliarden Dollar in Geldmarktfonds und 6,7 Milliarden Dollar in Gold investierten – der höchste wöchentliche Zufluss seit Oktober.

Die Daten nach Sektoren zeigen, dass der Energiesektor mit 2,3 Milliarden US-Dollar den größten Zufluss seit Oktober 2023 verzeichnete, während Rohstofffonds einen Rekordzufluss von 11,8 Milliarden US-Dollar meldeten. Im Gegensatz dazu verzeichneten chinesische Aktienfonds auf regionaler Ebene zum zweiten Mal in Folge Rekordabflüsse in Höhe von 60,5 Milliarden US-Dollar, was die Bank of America mit wahrscheinlichen Verkäufen der chinesischen Nationalmannschaft in Verbindung brachte.

Unterdessen haben die Mittelzuflüsse in US-Aktienfonds wieder eingesetzt. In der betreffenden Woche flossen 9,2 Milliarden US-Dollar zu. Laut dem Team der Bank of America, das sich auf Daten von EPFR Global beruft, verzeichnete Europa nach sieben Wochen erstmals wieder Abflüsse in Höhe von insgesamt 400 Millionen US-Dollar.

Vor diesem Hintergrund bekräftigte Hartnett mehrere bevorzugte Positionierungsthemen für das Jahr 2026. Er erklärte, er bevorzuge ein langfristiges Engagement in Anleihen, ausländischen Aktien und Gold als Absicherung gegen Disinflation und möglichen Schuldenabbau, während er gleichzeitig eine grundsätzlich optimistische Position in Bezug auf ausländische Vermögenswerte, insbesondere China, beibehalte.

Gold bleibt als Absicherung gegen eine Abwertung des US-Dollars ein wichtiger Bestandteil des Portfolios, während mittelständische Unternehmen als Nutznießer des heimischen Wirtschaftswachstums gelten. Strategen bleiben jedoch hinsichtlich Technologiekrediten mit Investment-Grade-Rating und des US-Dollars pessimistisch. 

In der Vergangenheit wirkte sich ein schwächerer US-Dollar positiv auf Aktien außerhalb der USA aus. Regional betrachtet trug der US-Dollar jedoch maßgeblich zu Kursgewinnen in Europa ( 6,2 %), Kanada ( 7,7 %) und Lateinamerika ( 8,2 %) bei, während Japan ( 3,2 %) hinterherhinkte. In den USA schnitten Value-Aktien im vierten Quartal besser ab als Wachstumsaktien mit einem Plus von 3,8 % gegenüber 1,1 % bei Wachstumsaktien.

Fidelity meldet einen starken Anstieg der globalen Aktienmärkte aufgrund politischer Unterstützung

Am 21. Januar veröffentlichte seinen Wirtschaftsausblick für das erste Quartal 2026. Der Vermögensverwalter gab bekannt, dass die globalen Aktienmärkte im vierten Quartal 2025 aufgrund solider Geschäftsgrundlagen und eines positiven Expansionsumfelds stark gestiegen sind.

Laut Fidelity senkte die US-Notenbank Federal Reserve angesichts von Anzeichen einer sich abschwächenden Beschäftigungslage erneut die Zinsen, und das US-Konjunkturpaket sorgte für zusätzlichen Rückenwind beim Wachstum der Unternehmensgewinne.

Der Fidelity-Bericht hob hervor, dass künstliche Intelligenz (KI) weiterhin ein starkes Marktthema darstellt, angetrieben durch steigende Investitionen in KI-Projekte. Laut Bericht mögen hohe Preise für KI-bezogene Aktien zwar kurzfristig kein Problem darstellen, bieten aber keinen Schutz vor mittelfristigen staatlichen, wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen. Zur Absicherung von Risiken bleibt die Diversifizierung in festverzinsliche Wertpapiere und inflationsresistente Anlagen attraktiv.

Das Investmentunternehmen erklärte weiter, dass die globalen und US-Konjunkturzyklen weiterhin konstruktiv seien und die geld- und fiskalpolitische Lockerung in den USA sich voraussichtlich auch 2026 fortsetzen werde. Eine Diversifizierung in Nicht-US-Anlagen sei daher attraktiver, unter anderem aufgrund der Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden Dollar-Schwäche.

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