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Eine PwC-Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Führungskräfte keine finanziellen Vorteile durch den Einsatz von KI verzeichnet

CryptopolitanJan 28, 2026 2:54 PM

Eine Reihe von Berichten, die Ende Januar veröffentlicht wurden, lieferte ernüchternde Nachrichten für Wirtschaftsführer, die stark auf künstliche Intelligenz gesetzt hatten: Die meisten Unternehmen verzeichnen zwar eine hohe Aktivität, aber kaum eine Verbesserung ihres Geschäftsergebnisses.

Studien, die im Januar 2026 vom Beratungsriesen PwC sowie den Technologieunternehmen Anthropic, OpenAI und Google veröffentlicht wurden, zeichnen ein einheitliches Bild: Mitarbeiter nutzen diese Tools häufiger denn je. Die erwarteten Kosteneinsparungen und Umsatzsteigerungen blieben jedoch für die meisten Unternehmen aus.

Die Mehrheit der Führungskräfte berichtet von keinen finanziellen Gewinnen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. einer PwC-Umfrage unter CEOs aus dem Jahr 2026 verzeichneten 56 % im vergangenen Jahr weder niedrigere Kosten noch höhere Umsätze. Lediglich 12 % meldeten Zuwächse in beiden Bereichen.

Diese Diskrepanz ist relevant. Unternehmen haben hohe Summen für Softwarelizenzen und Schulungen ausgegeben. Die Umfrage legt nahe, dass das Problem nicht in der Technologie selbst liegt, sondern in deren Implementierung. Führungskräfte, die finanzielle Vorteile angaben, hatten diese Tools zwei- bis dreimal häufiger tief in ihre Betriebsabläufe und kundenorientierten Aktivitäten integriert, anstatt lediglich Softwarekonten zu vergeben.

Mehr Nutzer allein führen nicht automatisch zu besseren Finanzergebnissen. Unternehmen müssen ihre Arbeitsprozesse grundlegend überdenken und nicht nur neue Tools einführen.

also die Zählung aktiver Nutzer nicht zielführend ist, was sollten Unternehmen dann messen? Anthropic veröffentlichte am 15. Januar Ergebnisse, die vorschlagen, trac – Art und Schwierigkeitsgrad der Aufgaben, die Menschen diesen Systemen zuweisen.

Die Unterscheidung zwischen Aufgabentypen ist entscheidend. Ein System, das eine E-Mail zusammenfasst, erfordert wenig Aufwand und spart nur minimal Zeit. Die Delegation eines komplexen, mehrstufigen Programmierprojekts hingegen bedeutet eine echte Arbeitsersetzung. Untersuchungen von Anthropic zeigen , dass Softwareentwicklungsaufträge im Durchschnitt 3,3 Stunden menschlicher Arbeitszeit entsprechen, während persönliche Verwaltungsaufgaben nur 1,8 Stunden in Anspruch nehmen.

Unternehmensleiter müssen über die reine Anzahl der angemeldeten Mitarbeiter hinausblicken. Sie müssen wissen, welche Art von Arbeit tatsächlich erledigt wird. Häufige Nutzung trivialer Aufgaben bedeutet verschwendetes Geld. Gezielte Nutzung komplexer Aufgaben führt zu echten Produktivitätssteigerungen.

Die am 21. Januar veröffentlichte Analyse von OpenAI untermauert diese These. Das Unternehmen dent einen sogenannten „Fähigkeitsüberhang “, eine Diskrepanz zwischen den Möglichkeiten dieser Systeme und ihrer tatsächlichen Nutzung durch die Anwender.

Zwei Ergebnisse sind besonders hervorzuheben. Erstens greifen die intensivsten Nutzer siebenmal häufiger auf fortgeschrittene Funktionen, insbesondere auf ausgefeilte Denkprozesse, zurück als durchschnittliche Nutzer. Zweitens ergab eine Untersuchung der Nutzungsmuster durch OpenAI in über 70 Ländern einen dreifachen Unterschied in der Intensität der Nutzung dieser fortgeschrittenen Funktionen.

Dies schafft eine neue Wettbewerbsdynamik. Unternehmen, die in Regionen tätig sind, in denen die Mitarbeiter die Möglichkeiten voll ausschöpfen können, werden Konkurrenten übertreffen, die dieselbe Software auf weniger ausgefeilte Weise einsetzen. Digitale Kompetenz allein reicht nicht aus. Mitarbeiter benötigen, was Forscher als „agentische Kompetenz“ bezeichnen – die Fähigkeit, komplexe, mehrstufige Aufgaben zu delegieren.

Googles Update der Workspace-Software vom 20. Januar adressiert eine weitere Herausforderung bei der Messung von Nutzungsdaten. Das Unternehmen zeigt nun umfassende Nutzungsanalysen direkt in den Administrator-Dashboards an, einschließlich der Information, welche Teams welche Funktionen wie häufig nutzen.

Diese Änderung ist wichtig. Sie wandelt die Ausgaben in eine Kategorie um, die Finanzabteilungen überwachen und prüfen können. Das Dashboard liefert Nutzungsdaten, um die Behauptung eines Managers über eine gesteigerte Effizienz zu untermauern oder zu widerlegen.

Fünf Prioritäten für Unternehmensführer

Welche Maßnahmen sollten Führungskräfte anders ergreifen? Branchenanalysten schlagen fünf Prioritäten vor:

  1. Verwechseln Sie nicht Nutzung mit Wert
  2. Prüfen Sie Projekte hinsichtlich der Aufgabenkomplexität und nicht der Benutzeranzahl
  3. Führen Sie tracein, die die Nutzung mit den Geschäftsergebnissen verknüpfen
  4. Budget für Workflow-Neugestaltung statt nur für Softwarekäufe
  5. Untersuchen Sie die 12 % der Unternehmen, die tatsächlich finanzielle Gewinne verzeichnen.

Finanzbehörden in voraussichtlich einheitliche Berichte über die Auswirkungen auf Gewinn und Verlust benötigen . Es ist zu erwarten, dass Softwareanbieter im Wettbewerb stehen werden, um ihre Messmethoden zu Branchenstandards zu machen. Aufsichtsbehörden könnten zudem Daten darüber anfordern, wie autonom diese Systeme funktionieren und welche Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden.

Die Ergebnisse dieser Studienreihe sind eindeutig: Die experimentelle Phase ist beendet. Unternehmen stehen nun unter Druck, konkrete Renditen ihrer Investitionen nachzuweisen.

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