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Bitcoin steht kurz vor einer seltenen viermonatigen Verlustserie: So etwas haben die Märkte seit 2018 nicht mehr erlebt

CryptopolitanJan 27, 2026 8:47 AM

Die erneute makroökonomische Unsicherheit aufgrund eines weiteren US-Regierungsstillstands und der daraus resultierende Stillstand beim CLARITY Act haben Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt starkripple. Der Großteil der Dynamik, die wir in den ersten beiden Wochen des Jahres beobachten konnten, ist nun verpufft. 

Zusätzlich zu diesem Reset steht Bitcoin kurz davor, ein unrühmliches Kapitel seiner Geschichte aufzuschlagen. Erstmals seit 2018 droht Bitcoin den vierten Verlustmonat in Folge. Zum Monatsende richten Händler ihren Blick auf die Marke von 87.800 US-Dollar für BTC, denn ein Schlusskurs unter diesem Niveau würde dieses Szenario praktisch bestätigen. 

Ein seltenes historisches Muster zeichnet sich ab 

Korrekturen oder Kursrückgänge im Bitcoin Bullenmarkt sind kein ungewöhnliches Phänomen. Betrachtet man die Geschichte, so liegt die aktuelle Korrektur von rund 30 % gegenüber den Höchstständen vom Oktober letzten Jahres durchaus im Rahmen vergangener Bullenmarktkorrekturen. Wir haben sogar schon steilere Korrekturen erlebt, wie beispielsweise im Bullenmarkt von 2021, bevor der Aufwärtstrend schließlich wieder einsetzte. 

Auffällig ist jedoch, wie selten Bitcoin vier aufeinanderfolgende rote Kerzen pro Monat verzeichnet. Bemerkenswert ist, dass Bitcoin beim letzten Mal im Jahr 2018 seine Negativserie nicht mit dem vierten Monat beendete. Stattdessen fiel Bitcoin um weitere rund 20 % und verzeichnete zwei weitere rote Monate. Ein ähnliches Szenario gab es 2015, als die Verluste nach vier Monaten mit Kursverlusten schließlich fast 60 % erreichten. 

Die wichtigste Erkenntnis ist nicht, dass sich die Geschichte wiederholen muss, sondern dass die Risikoasymmetrie an solchen Wendepunkten zunimmt. Eine vierte rote Kerze im Monatsverlauf, gefolgt von Bestätigungen wie einer stärkeren Abwärtsdynamik, geringem Volumen und Verkaufsdruck in der Blockchain, würde die positive These letztlich infrage stellen. 

Wie sich der heutige Tag von 2018 unterscheidet

Der Grund, warum sich die Geschichte nichtdentidentisch wiederholen muss, liegt im Kontext. Die Dynamik und das Wesen von Bitcoin als Anlageklasse unterscheiden sich grundlegend von 2018 und erst recht von 2015. Abgesehen von der deutlich höheren Marktkapitalisierung, die allein schon mehr Kapital erfordert, um den Preis zu beeinflussen, hat sich die Zusammensetzung der Marktteilnehmer erheblich verändert. 

Über ein Jahrzehnt lang wurde Bitcoin hauptsächlich von Privatanlegern dominiert. Diese Dynamik hat sich mit der Einführung von Bitcoin -Spot-ETFs, dem Ausbau institutioneller Derivatemärkte und der Weiterentwicklung der Liquiditäts- und Verwahrungsinfrastruktur grundlegend verändert. Der Einstieg einiger der größten Investmentfirmen wie BlackRock, Fidelity und anderer hat Bitcoin tiefer in den traditionellen Kapitalmärkten verankert. 

Gleichzeitig hat der Einstieg von öffentlichen Bitcoin -Treasury-Unternehmen in den Markt die Angebotsdynamik von Bitcoinum eine neue strukturelle Ebene erweitert. Sie besitzen nun zusammen 5,42 % des Gesamtangebots. 

Die zunehmende institutionelle Beteiligung und die Entstehung regulierter Anlagemöglichkeiten haben die Sichtweise auf Bitcoin grundlegend verändert. Es handelt sich nicht mehr um ein von Privatanlegern dominiertes Ökosystem, und diese Entwicklung verändert die Annahmen, die einst vielen historischen Preismustern zugrunde lagen. 

Worauf Händler zum Monatsende achten

Zum Monatsende hin schwankte die Stimmung im Kryptobereich zwischen Angst und extremer Furcht. Diese düstere Stimmung rührt größtenteils von den bestehenden makroökonomischen Unsicherheiten her, aber auch von der deutlichen Outperformance anderer Anlageklassen, insbesondere von Rohstoffen. 

Aktuell liegt die entscheidende Marke bei 87.800 US-Dollar. Ein Schlusskurs darunter würde die vierte negative Kerze des Monats für Bitcoin bedeuten. Trotz der pessimistischen Aussichten wäre eine anhaltende Abwärtsvolatilität in Verbindung mit geringem Handelsvolumen ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Bewegung eher von Erschöpfung als von Überzeugung getrieben ist. 

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