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Rückschlag für Nigerias Krypto-Sandbox nach Stopp des Quidax-P2P-Zahlungsverkehrs

Jan 25, 2026 9:51 AM

Nigeria hat bei seinen Bemühungen um die Regulierung des Kryptomarktes einen schweren Rückschlag erlitten, nachdem eines der am Sandbox-Programm teilnehmenden Unternehmen seine Peer-to-Peer-Dienste (P2P) eingestellt hat. Das Unternehmen, das erst kürzlich eine vorläufige Lizenz erhalten hatte, gab die Einstellung des Dienstes nach nur fünf Monaten bekannt.

Dieser Schritt erfolgt im Zuge der verschärften Aufsicht der nigerianischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde ( SEC ) über die Kryptoindustrie im Rahmen ihres beschleunigten regulatorischen Inkubationsprogramms (ARIP). ARIP ist ein Sandbox-Programm, das Kryptobörsen im Land beim Übergang von einem weitgehend informellen Markt in eine regulierte Branche unterstützen soll. Dadurch werden die Börsen in den nigerianischen Kapitalmarkt integriert.

Nigeria steht bei seinen Bemühungen zur Regulierung der Kryptoindustrie vor Herausforderungen

Laut einer Stellungnahme von Quidax beruht die Entscheidung, die Peer-to-Peer-Dienste (P2P) einzustellen, auf dem Wunsch der Nutzer. Quidax informierte die Nutzer per E-Mail über die Schließung des P2P-Marktplatzes und die damit verbundene Entfernung von Werbung, Händler-Chats und anderen Diensten. Die Börse versicherte, dass Produkte wie Instant-Swaps und Orderbuchhandel trotz der Abschaltung des P2P-Marktplatzes und anderer Dienste weiterhin problemlos funktionieren würden.

Der P2P-Handel zählt seit Langem zu den umstrittensten Bereichen der nigerianischen Kryptoökonomie. Er ermöglicht es Nutzern, digitale Vermögenswerte direkt untereinander zu kaufen und zu verkaufen, wobei die Transaktionen offline per Banküberweisung abgewickelt werden. Diese Struktur hat P2P zu einem Liquiditätskanal gemacht, aber auch zu einer weiteren Herausforderung für die Regulierungsbehörden. Analysten und Experten weisen darauf hin, dass die Regulierung des Marktes die praktischen Grenzen dessen aufzeigen wird, was die Regulierungsbehörden im Kryptosektor derzeit tun wollen und können.

Obwohl der Markt weiterhin sehr aktiv ist, gab es zahlreiche Probleme im Zusammenhang mit dem Service und anderen Machenschaften von Nutzern, die auf verschiedenen Börsen als Händler auftreten. 2024 äußerte die SEC Bedenken hinsichtlich P2P-Kryptomärkten. Die Aufsichtsbehörde hob mehrere Probleme hervor, darunter intransparente Transaktionsabläufe, Schwierigkeiten bei der Überwachung von Zahlungen außerhalb der Plattformen und das Risiko von Wechselkursmanipulationen. Die nigerianische Aufsichtsbehörde wies zudem auf das Problem ausländischer P2P-Plattformen hin, die in einer rechtlichen Grauzone des Landes operieren.

Die Lizenzierung von Plattformen verlangsamt sich, da die Regulierungsbehörden die Bereitschaft prüfen

Berichten zufolge sollte Quidax alle Probleme und Risiken seines P2P-Dienstes beheben. Anstatt zuzulassen, dass P2P-Aktivitäten in informelle Kanäle abwandern, sollte die Börse eine interne Struktur schaffen, die den Dienst in ein kontrolliertes und reguliertes Umfeld einbettet. Nutzer, die sich als Händler registrieren wollten, mussten einen vollständigen Verifizierungsprozess durchlaufen, der eine KYC-Verifizierung (Know Your Customer) der Stufe 3, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine Mindestanzahl an aktiven Nutzern umfasste. Die Anträge wurden von Quidax geprüft, und zugelassene Händler erhielten spezielle Auszeichnungen.

Trotz des geringen Erfolgs des Programms und der eingeführten Sicherheitsvorkehrungen wurde die Funktion nun eingestellt. Dies deutet darauf hin, dass die nigerianische Regulierungsbehörde künftig möglicherweise strengere Modelle zur Kontrolle von P2P-Zahlungen in Betracht zieht. Die Ankündigung von Quidax erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Lizenzvergabe verlangsamt hat. Die Börse und ihr Konkurrent Busha sollten bis August 2025 vollständig auf Kryptolizenzen umgestellt werden, doch seitdem stockt das Verfahren. Die nigerianische Regulierungsbehörde hat die Genehmigungen ausgesetzt, um die Bereitschaft der Börse zu prüfen.

Die Regulierung von Kryptowährungen in Nigeria wird zunehmend strenger. Anfang des Jahres erhöhte die nigerianische Börsenaufsichtsbehörde SEC die Mindestkapitalanforderungen für Krypto-Plattformen und legte ein Mindestguthaben von 2 Milliarden Naira fest. Gemäß dem Investitions- und Wertpapiergesetz (2025) gelten digitale Vermögenswerte nun als Wertpapiere, wodurch Krypto-Aktivitäten der Kapitalmarktregulierung unterliegen. Darüber hinaus strebt die nigerianische Regierung kürzlich an, Krypto-Nutzer in ihr neues Steuersystem einzubeziehen

Die nigerianische Regierung hat kürzlich Kryptoplattformen angewiesen, ihre Nutzer zur Angabe ihrerdentin ihren Konten zu verpflichten. Während P2P-Plattformen bisher keiner eigenständigen Regulierung unterliegen, gelten sie nun als Vermittler digitaler Vermögenswerte und müssen ein Mindestkapital von 500 Millionen Naira vorhalten. Sollten Krypto- und P2P-Dienste miteinander verschmelzen, dürften die Auflagen steigen.

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