US-Jobdaten im Fokus: Droht jetzt der nächste Dollar-Schub?
MUFG-Analyst Lloyd Chan rechnet damit, dass die heute anstehenden US-Arbeitsmarktdaten Aufwärtsrisiken für den US-Dollar (USD) bergen. Arbeitsmarktindikatoren deuteten auf ein stärkeres Ergebnis für April hin. Gleichzeitig sei jedoch eine deutliche, restriktive Neubewertung der Zinserwartungen in den USA unwahrscheinlich. Das dürfte die Dollar-Stärke begrenzen und den Anstieg des US-Dollar-Index (DXY) in der Nähe der aktuellen Niveaus halten.
Aufwärtsrisiko bei Jobdaten, aber begrenztes Potenzial für den Dollar
"Die US-Arbeitsmarktdaten außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls, NFP) werden heute zusammen mit der Arbeitslosenquote und dem Lohnwachstum veröffentlicht. Die Märkte haben ihre Netto-Long-Positionen im US-Dollar im Vorfeld der NFP-Daten weitgehend beibehalten, wobei die Gesamtpositionierung nicht besonders überdehnt erscheint. Der DXY hält sich weiterhin stabil im Bereich von 98,00 Punkten, allerdings wirkt die Kursentwicklung am Kassamarkt etwas schwächer, als es die Positionierung vermuten lässt."
"Mehrere Indikatoren vom Arbeitsmarkt deuten auf eine positive Überraschung bei den NFP-Daten für April hin, insbesondere da der Konsens bei moderaten +65.000 liegt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen im April im Durchschnitt auf etwa 203.000 zurück, nach 209.000 im März. Auch der ADP-Bericht zeigte eine Belebung bei den Einstellungen im Privatsektor, während der Beschäftigungsindex für den Dienstleistungssektor des ISM von zuvor 45,2 auf 48,0 gestiegen ist."
"Die Risiken bei den NFP-Daten scheinen aus unserer Sicht daher eher nach oben gerichtet, was den US-Dollar stützen dürfte."
"Allerdings bleibt eine deutliche restriktive Neubewertung der US-Zinserwartungen unwahrscheinlich, was das Ausmaß möglicher Dollar-Gewinne nach der Veröffentlichung begrenzen sollte."
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