Die Dow Jones-Futures haben die Tagesverluste aufgeholt und notieren während der europäischen Handelszeit am Montag bei rund 46.660 Punkten, ein Plus von 0,06 %, vor der regulären US-Eröffnung. Unterdessen erholten sich auch die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures und notieren zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei etwa 6.620 bzw. 24.260 Punkten, was einem Anstieg von 0,03 % bzw. 0,17 % entspricht.
Die US-Index-Futures erhielten Unterstützung, da sich die Marktstimmung angesichts der Aussichten auf einen Waffenstillstand im Nahen Osten verbesserte. Berichten zufolge diskutieren die Vereinigten Staaten (USA), der Iran und regionale Vermittler über die Bedingungen für einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand. Bloomberg zitierte jedoch einen Bericht von Axios, wonach ungenannte Quellen geringe Chancen sehen, dass innerhalb der nächsten 48 Stunden eine Einigung erzielt wird.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor ein neues Ultimatum an den Iran gerichtet und mit Angriffen auf dessen Kraftwerke und andere zivile Infrastrukturen gedroht, falls die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet wird. Trump drohte mit schweren Konsequenzen und sagte, er werde dem Iran „die Hölle“ bringen, und setzte eine neue Frist bis Dienstag, 20 Uhr Eastern Time. Teheran wies das Ultimatum zurück und setzt die Angriffe auf Energieanlagen im Nahen Osten fort.
Die US-Aktienmärkte könnten vor Herausforderungen stehen, da Händler zunehmend damit rechnen, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) Zinssenkungen verzögert. Die Möglichkeit höherer Kreditkosten steigt ebenfalls später in diesem Jahr, falls die Inflation anhaltend bleibt. Die Anleger richten nun ihren Fokus auf die neuesten Protokolle der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC), um klarere Signale für den künftigen geldpolitischen Kurs zu erhalten.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.