
Der US-Dollar-Index (DXY) fiel am Mittwoch auf frische Intraday-Tiefs, nachdem die Federal Reserve (Fed) eine weithin erwartete dritte Zinssenkung in Folge bekannt gegeben hatte, wodurch der Hauptzinssatz auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gesenkt wurde.
Das Federal Open Market Committee (FOMC) stimmte mit neun zu drei Stimmen für eine weitere Zinssenkung um einen Viertelpunkt. Ein Entscheidungsträger bevorzugte eine größere Senkung um 50 Basispunkte, während zwei Mitglieder für keine Zinssenkungen plädierten.
Während wir uns dem Jahresende nähern, hat sich die Bandbreite der FOMC-Politikprognosen erweitert. Die Märkte konzentrieren sich jedoch besonders auf eine bemerkenswerte hawkische Neigung in der wirtschaftlichen Prognose der Fed für 2026, wie in der neuesten Aktualisierung der Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen (SEP) reflektiert. Das Dot-Plot der Zinserwartungen des FOMC hat sich ebenfalls diversifiziert, aber die Anleger achten auf eine zunehmende Anzahl von Fed-Entscheidungsträgern, die im kommenden Jahr zwei oder mehr Zinssenkungen erwarten.

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Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Mi Dez. 10, 2025 19:00
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Quelle: Federal Reserve
Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.