USD/CHF Kursprognose: Spot testet untere Bollinger-Band, während bärisches Momentum zunimmt
- USD/CHF notiert nahe Zweimonatstiefs, da die breite Schwäche des US-Dollars anhält.
- Hoffnungen auf ein US-Iran-Abkommen belasten den Greenback trotz der jüngsten Eskalation in der Nähe der Straße von Hormus.
- Technisch behält USD/CHF einen rückläufigen Ton bei, während es unter dem 20-Tage-SMA handelt.
USD/CHF steht am Freitag unter Druck und steuert auf den zweiten wöchentlichen Rückgang in Folge zu, angesichts der breit angelegten Schwäche des US-Dollars (USD). Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt das Paar um 0,7773 und bewegt sich nahe Zweimonatstiefs.
Die Kursentwicklung wird weiterhin von geopolitischen Schlagzeilen rund um den Krieg im Nahen Osten getrieben, wobei die Märkte vorsichtig optimistisch bleiben, dass die USA und der Iran bald eine Einigung erzielen könnten. Außenminister Marco Rubio sagte am Freitag, dass die Vereinigten Staaten noch am selben Tag eine Antwort aus Teheran auf ihren jüngsten Friedensvorschlag erwarten.
Die verbesserte Stimmung hinsichtlich eines möglichen US-Iran-Abkommens belastet den Greenback, der wieder auf das Niveau vor dem Krieg zurückgefallen ist. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei etwa 97,94 und liegt damit rund 0,34 % unter dem Tagesniveau.
Die Spannungen bleiben jedoch erhöht, was weitere Verluste im Paar nach neuen Berichten über Zusammenstöße zwischen US- und iranischen Streitkräften in der Nähe der Straße von Hormus begrenzt. In der Zwischenzeit haben die Händler auch den jüngsten US-Arbeitsmarktbericht verarbeitet, der die Erwartungen stützt, dass die Federal Reserve (Fed) vor einer Zinssenkung geduldig bleiben könnte, da die Inflationsrisiken im Zusammenhang mit höheren Energiepreisen weiterhin hoch sind.
Daten des US Bureau of Labor Statistics (BLS) zeigten, dass die Nonfarm Payrolls (NFP) im April um 115.000 zulegten, was die Markterwartungen von 62.000 übertraf, jedoch langsamer als der Anstieg von 185.000 im März (revidiert von 178.000) war. Die Arbeitslosenquote blieb mit 4,3 % stabil und entsprach den Erwartungen.
Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im April um 0,2 % im Monatsvergleich, unter den erwarteten 0,3 % und unverändert zum Vormonat. Das jährliche Lohnwachstum beschleunigte sich auf 3,6 % von 3,4 %, lag jedoch unter der Prognose von 3,8 %.
Technische Analyse:

Im Tageschart behält USD/CHF einen kurzfristig rückläufigen Ton bei, da der Kurs unter dem 20-Tage Simple Moving Average (dem mittleren Bollinger-Band) bei 0,7830 und dem Widerstand des oberen Bandes nahe 0,7897 notiert. Der Kurs bewegt sich knapp über der Unterstützung des unteren Bollinger-Bandes bei 0,7763, was den Abwärtsdruck unterstreicht, während der Relative Strength Index (14) um 40 schwaches Momentum anzeigt, jedoch keinen überverkauften Zustand, und das negative Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Signal eine schwache zugrundeliegende Tendenz bestätigt.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 20-Tage-SMA/Bollinger-Mittelband bei 0,7830, wobei ein Durchbruch das obere Bollinger-Band bei 0,7897 freimachen würde. Auf der Unterseite ist die unmittelbare Unterstützung am unteren Bollinger-Band um 0,7763 zu beobachten; ein Tagesschluss unter diesem Bereich würde den Weg für weitere Verluste öffnen und die Bären im Vorteil halten, solange das Paar unter der Marke von 0,7830 handelt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Arbeitsmarkt - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.
Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.
Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.
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