NZD/USD steigt auf fast 0,5950, da die Risikobereitschaft den neuseeländischen Dollar unterstützt
- NZD/USD steigt, da sich die Entspannung der Spannungen im Nahen Osten auf die Marktstimmung auswirkt.
- CENTCOM erklärte, dass US-Streitkräfte Selbstverteidigungsschläge gegen den Iran durchgeführt haben, jedoch keine weitere Eskalation anstreben.
- Die Märkte sehen geringe Chancen für eine Zinserhöhung der RBNZ im Mai, während eine Erhöhung im Juli vollständig eingepreist bleibt.
NZD/USD wertet auf, nachdem es am Vortag leichte Verluste verzeichnete, und handelt während der asiatischen Handelszeit am Freitag um 0,5940. Das Paar hält die Gewinne, da der Neuseeland-Dollar (NZD) von einer verbesserten Marktstimmung profitiert, die durch die Deeskalation der erneuten Spannungen im Nahen Osten angetrieben wird.
Das US-Militärkommando Central Command (CENTCOM) erklärte, dass die Streitkräfte der Vereinigten Staaten (US) am Donnerstag das abgefangen haben, was sie als unprovozierte iranische Angriffe bezeichneten, und Selbstverteidigungsschläge durchführten, während US-Navy-Lenkwaffenzerstörer die Straße von Hormus in Richtung Golf von Oman durchquerten. CENTCOM fügte hinzu, dass keine weitere Eskalation angestrebt wird, man jedoch bereit ist, US-Personal und Vermögenswerte zu verteidigen.
US-Präsident Donald Trump sagte ebenfalls, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran weiterhin gilt. Ein hochrangiger US-Beamter teilte Fox News mit, dass die jüngsten Angriffe nicht als Wiederaufnahme des Krieges oder als Zeichen für den Zusammenbruch der bestehenden Waffenstillstandsvereinbarung betrachtet werden sollten.
Die Märkte sehen begrenzte Chancen für eine Zinserhöhung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) später in diesem Monat, obwohl eine Erhöhung im Juli angesichts von Inflationssorgen, die durch höhere Energiekosten getrieben werden, vollständig eingepreist bleibt. Die RBNZ erklärte, dass das Finanzsystem trotz erhöhter globaler Risiken widerstandsfähig bleibe, warnte jedoch, dass eine langsamere wirtschaftliche Erholung den Beschäftigungsmarkt unter Druck setzen könnte.
Die Gewinne im Paar NZD/USD könnten jedoch begrenzt bleiben, da der US-Dollar (USD) nach den US-Militärschlägen auf die iranische Hafenstadt Bandar Abbas und die Insel Qeshm in der Straße von Hormus unterstützt bleibt.
Die Trump-Administration wartet auf die Antwort Irans auf einen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des fast zehnwöchigen Konflikts, obwohl die Spannungen im Persischen Golf und im Libanon weiterhin hoch sind. Berichten zufolge wird erwartet, dass Teheran seine Antwort innerhalb der nächsten zwei Tage über Pakistan übermittelt.
Händler beobachten auch aufmerksam den bevorstehenden US-Arbeitsmarktbericht für April, der voraussichtlich einen Anstieg der Nonfarm Payrolls um 62.000 Stellen im April zeigen wird, verglichen mit 178.000 im März, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich stabil bei 4,3% bleibt.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
Empfohlene Artikel










