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Fed bleibt trotz Inflationsgefahr im Wartemodus: Leitzins unverändert

ReutersApr 29, 2026 6:01 PM
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- In Zeiten des Ölpreisschocks hält die US-Notenbank Federal Reserve an ihrem Zinskurs fest. Sie entschied am Mittwoch, den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen. Der Iran-Krieg hat die Inflation in den USA angeheizt, womit Zinssenkungen vorerst als unwahrscheinlich gelten. Diese werden von US-Präsident Donald Trump immer wieder gefordert. Mit Spannung blicken die Finanzmärkte auf den anstehenden Wachwechsel an der Spitze der Zentralbank, da Fed-Chef Jerome Powell Mitte Mai regulär aus dem Amt scheidet. Sein designierter Nachfolger Kevin Warsh, der eine erste Hürde im Bestätigungsverfahren im Senat genommen hat, will die Notenbank reformieren. Zugleich gelobte er, ihre Unabhängigkeit zu wahren. Diese gilt den Finanzmärkten als hohes Gut, da sie eine frei von politischen Erwägungen gestaltete Geldpolitik ermöglichen soll.

Der scheidende Fed-Chef Powell dürfte auf der Pressekonferenz nach dem Zinsentscheid darauf angesprochen werden. "Powell muss seine voraussichtlich letzte Zinsentscheidung als Fed-Chair nutzen, um ein klares Signal zu setzen: Die Fed reagiert auf wirtschaftliche Daten, nicht auf politischen Druck", meint Ökonomin Lena Dräger vom Kiel Institut für Weltwirtschaft. Die Zinspause sei nicht nur das ökonomisch Richtige, sondern auch das institutionell Notwendige - um institutionelles Vertrauen in einer Phase des Übergangs zu bewahren.

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