NAHOST-TICKER-Französischer Soldat stirbt nach Angriff im Libanon
22. Apr (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
15.51 Uhr - Ein französischer Soldat der UN-Friedensmission im Libanon ist verstorben, wie der französische Präsident Emmanuel Macron auf X verkündet. Er war gemeinsam mit zwei anderen Militärs bei einem Angriff der Hisbollah-Miliz in der vergangenen Woche verwundet und dann nach Frankreich evakuiert worden. Ein weiterer Soldat war bei dem Angriff getötet worden.
15.30 Uhr - Der Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, wird bei seinem Berlin-Besuch nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius keinen Vertreter der Bundesregierung treffen. Gesprächspartner für die Bundesregierung sei die Regierung in Teheran, auch wenn man dieser keine politische Legitimation zubillige, sagt er in Berlin. Er wisse von keinen Versuchen Pahlevis, mit der Regierung sprechen zu wollen. Die Bundesregierung wolle, dass das iranische Volk selbst über seine Regierung entscheiden könne. Pahlavi wird Donnerstag in Berlin erwartet.
11.58 Uhr -Die Marine der iranischen Revolutionsgarden beschlagnahmt der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge zwei Schiffe und bringt sie an die Küste des Landes. Die "MSC Francesca" und die "Epaminodes" seien festgesetzt worden, da sie ohne Genehmigung auf Fahrt und ihre Navigationssysteme manipuliert gewesen seien, teilen die Garden mit. Dies habe die Sicherheit auf See gefährdet.
09.25 Uhr - Die Ukraine nimmt die Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei wieder auf. Dies teilte der ungarische Ölkonzern MOLMOLB.BU am Mittwoch mit. Der ukrainische Betreiber Ukrtransnafta habe die Reparaturarbeiten abgeschlossen und den seit Ende Januar geltenden Zustand höherer Gewalt ("Force Majeure") für beendet erklärt. Die Lieferungen waren unterbrochen, nachdem ein russischer Drohnenangriff die Pipeline in der Westukraine Ende Januar beschädigt hatte. Einem Insider aus der Branche zufolge sollen die Lieferungen noch am Mittwoch wieder anlaufen.
07.40 Uhr - Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO hat nach eigenen Angaben einen Bericht über einen Zwischenfall mit einem Containerschiff 15 Seemeilen nordöstlich vor der Küste des Oman erhalten. Demnach meldet der Schiffsführer, dass sich dem Schiff ein Kanonenboot der iranischen Revolutionsgarden genähert habe. Anschließend sei sein Schiff wiederholt beschossen worden. Dadurch seien schwere Schäden an der Brücke entstanden. Die gesamte Besatzung sei jedoch in Sicherheit. Es seien keine Brände oder Umweltschäden gemeldet worden.
07.20 Uhr - Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetović, kritisiert, dass Deutschland am Dienstag gegen die Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel gestimmt hat. "Die Bundesregierung verhindert damit aktiv eine geeinte europäische Haltung in der Nahostpolitik – gerade auch als Reaktion auf die Destabilisierung durch die israelische Regierung im Gazastreifen, im Westjordanland und im Libanon", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Außenminister Johann Wadephul habe auch keine Kompromissvorschläge unterstützt. Dieser müsse seine Entscheidung überdenken. "Wir erwarten vom Außenminister Klarheit und den Mut, den Weg für europäische Einigkeit freizumachen." Spanien, Irland und Slowenien hatten auf dem EU-Außenministertreffen am Dienstag versucht, eine Mehrheit für eine Aussetzung des Assoziierungsabkommens zu bekommen.
07.10 Uhr - Im Iran ist nach staatlichen Angaben ein Mann hingerichtet worden, der wegen Spionage für Israel verurteilt gewesen sei. Der Mann habe in einer Zivilschutzeinheit gearbeitet und geheime Informationen an den israelischen Geheimdienst Mossad weitergegeben, meldet das Justizportal Mizan. Das Todesurteil sei vom Obersten Gerichtshof bestätigt und nach Abschluss des Rechtswegs vollstreckt worden.
05.44 Uhr - Die US-Regierung stoppt einem Zeitungsbericht zufolge Dollar-Lieferungen an den Irak und friert die Sicherheitszusammenarbeit ein. Damit wolle Washington die Regierung in Bagdad zwingen, vom Iran unterstützte Milizen im Land zu zerschlagen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf irakische und US-Regierungsvertreter. Das US-Finanzministerium blockiere eine Bargeldsendung von fast 500 Millionen Dollar aus irakischen Ölverkäufen. Zudem setze Washington die Finanzierung von Programmen zur Terrorbekämpfung und zur militärischen Ausbildung aus, bis die Milizen ihre Angriffe einstellen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen.
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