EUR/USD Kursprognose: Bullen warten auf Durchbruch über 200-SMA/38,2% Fibo.-Konfluenz nahe 1,1670
- EUR/USD hat während der asiatischen Sitzung Schwierigkeiten, nennenswerte Dynamik zu gewinnen, angesichts gemischter Signale.
- Der dovishe Ausblick der Fed hält die USD-Bullen in der Defensive und unterstützt das Paar.
- Der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und Iran begrenzt die Abwärtsbewegung des USD und wirkt als Gegenwind für die Kassapreise.
Das Paar EUR/USD findet während der asiatischen Sitzung am Donnerstag in der Nähe der Region von 1,1650 etwas Unterstützung und scheint vorerst den späten Pullback des Vortages von einem über einmonatigen Hoch gestoppt zu haben.
Der dovishe Ausblick der US-Notenbank (Fed), der signalisiert, dass sie in diesem Jahr noch eine Zinssenkung erwartet, sofern die Inflation im Einklang mit den Erwartungen zurückgeht, begrenzt die versuchte Erholungsbewegung des US-Dollars (USD) und wirkt als Rückenwind für die Kassapreise. Unterdessen zeigen sich Experten skeptisch hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Waffenstillstands zwischen den USA und Iran. Dies wiederum stärkt den Status des Greenbacks als sicherer Hafen und begrenzt die Aufwärtsbewegung des EUR/USD-Paares.
Das nächtliche Scheitern, das Momentum über das Widerstandsniveau bei 1,1670 hinaus auszubauen – bestehend aus dem 200-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem 38,2% Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von Januar bis März – gebietet Vorsicht bei den Bullen. Dennoch pendelt der Relative Strength Index (RSI) um 56, und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt im positiven Bereich und steigt leicht an, was darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck nachlässt, jedoch keine klare bullische Umkehr vorliegt.
Es ist daher ratsam, auf eine nachhaltige Stärke über der genannten Widerstandsbarriere und der Marke von 1,1700 zu warten, bevor man sich für weitere Gewinne in Richtung des 50%-Retracements bei 1,1747 und des 61,8%-Fibo.-Niveaus bei 1,1827 positioniert, gefolgt von 1,1941 und 1,2086. Auf der Unterseite bildet das 23,6%-Fibo.-Retracement bei 1,1568 die erste Unterstützung, wobei ein tieferer Pullback die Zyklen-Tiefregion um 1,1409 freilegen würde.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
EUR/USD Tages-Chart
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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