Der Schweizer Franken (CHF) verzeichnet deutliche Verluste sowohl gegenüber dem Euro (EUR) als auch gegenüber dem US-Dollar (USD), während die NA-Sitzung am Donnerstag zu Ende geht.
Die anhaltende Abwertung der Schweizer Währung hat USD/CHF auf frische Mehrtageshochs um 0,7850 gedrückt, während EUR/CHF es geschafft hat, zwei aufeinanderfolgende Tage mit Verlusten umzukehren und moderat in den Bereich von 0,9040 vorzurücken.
Im aktuellen Kontext der Flucht in sichere Häfen scheint der Franken gegen den Greenback zu kämpfen. Es wird jedoch allgemein erwartet, dass die Nachfrage wieder steigen wird, wenn sich die geopolitische Lage weiter verschlechtert, was bedauerlicherweise ziemlich wahrscheinlich erscheint.
Ein weiterer Faktor, der den CHF stützen könnte, wird voraussichtlich aus dem Energiesektor kommen, da sowohl die Rohöl- als auch die Gaspreise ihren intensiven Anstieg ungebremst fortsetzen, was Zweifel an den Aussichten auf eine Linderung des Inflationsdrucks auf beiden Seiten des Atlantiks aufwirft.
In der Zwischenzeit sollte die Möglichkeit einer Intervention der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die Anleger davor warnen, eine weitere Aufwertung des Frankens zu verfolgen, insbesondere im aktuellen Klima der Nachfrage nach sicheren Häfen.
Das Überschreiten der März-Obergrenze bei 0,7878 (3. März) könnte USD/CHF dazu motivieren, sich seinem vorläufigen 100-Tage-SMA bei 0,7899 zu nähern, gefolgt vom immer relevanten 200-Tage-SMA bei 0,7959. Im Gegensatz dazu könnte das Paar, sobald die März-Basis bei 0,7668 (2. März) durchbrochen wird, seine Aufmerksamkeit auf das Februar-Tief bei 0,7628 (10. Februar) und dann auf das Tal von 2026 bei 0,7601 (28. Januar) richten.
Bezüglich EUR/CHF kommt als nächstes auf der Unterseite das Allzeittief bei 0,8980 (9. März).
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) steuert die Geldpolitik des Landes und strebt eine jährliche Inflationsrate von unter 2 % an, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) legt die Zinssätze fest, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Wenn die Inflation über das Ziel hinausgeht, erhöht die SNB die Zinsen, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinsen stärken den Schweizer Franken (CHF), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die SNB greift zudem regelmäßig in den Devisenmarkt ein, um eine übermäßige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern, da ein starker Franken die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft belastet. Zwischen 2011 und 2015 führte die SNB sogar eine feste Bindung des Frankens an den Euro ein, um dessen Aufwertung zu stoppen. Heute interveniert die Bank, indem sie ihre umfangreichen Devisenreserven nutzt, um Fremdwährungen wie den US-Dollar oder den Euro zu kaufen. In Zeiten hoher Inflation, insbesondere getrieben durch steigende Energiepreise, verzichtet die SNB jedoch auf Eingriffe, da ein starker Franken die Energieimporte verbilligt und so den Inflationsdruck auf Schweizer Haushalte und Unternehmen mildert.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) überprüft viermal jährlich, im März, Juni, September und Dezember, ihre geldpolitische Ausrichtung. Dabei veröffentlicht sie auch eine mittelfristige Inflationsprognose, die in den darauffolgenden Monaten das geldpolitische Umfeld maßgeblich prägen kann.