
Das Währungspaar EUR/JPY zieht während des frühen europäischen Handels am Donnerstag einige Käufer in der Nähe von 182,90 an. Händler erhöhen ihre Wetten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins das ganze Jahr über stabil bei 2,0 % halten wird, bevor möglicherweise im nächsten Jahr Zinserhöhungen erfolgen, was den Euro (EUR) gegenüber dem japanischen Yen (JPY) stärkt.
Händler warten auf die Veröffentlichung des nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) Japans, der am Freitag fällig ist. Die jährliche Inflationsrate fiel im Dezember 2025 auf 2,1% und erreichte damit den niedrigsten Stand seit März 2022. Jegliche Anzeichen für eine steigende Inflation in Japan könnten die Erwartungen an die Bank of Japan (BoJ) anheizen, die Zinssätze früher als zuvor erwartet zu erhöhen. Dies könnte wiederum den JPY unterstützen und Gegenwind für das Währungspaar schaffen.
Im Tageschart hält sich EUR/JPY über dem steigenden 100-Tage-EMA und bewahrt sich damit eine mittelfristig bullische Tendenz. Der Durchschnitt zeigt weiterhin nach oben, was die Bären unter Druck hält. Der RSI liegt bei 47,83 (neutral) und hat sich von den letzten Tiefstständen leicht erholt; ein Durchbruch über 50 würde das Aufwärtsmomentum verstärken.
Bollinger-Bänder beginnen sich zu verengen, was auf eine abkühlende Volatilität hinweist, da der Preis unterhalb der Mittellinie, aber oberhalb des unteren Bands handelt. Der anfängliche Widerstand liegt am mittleren Bollinger-Band bei 183,35, während die unmittelbare Unterstützung am 100-Tage-EMA bei 180,75 liegt. Ein täglicher Schlusskurs über dem mittleren Bollinger-Band könnte den Weg zum oberen Band bei 186,00 öffnen, während ein Bruch unter den 100-Tage-EMA 180,68 freilegen und das Risiko eines tieferen Retracements erhöhen würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.