
Das Paar USD/JPY verliert im frühen asiatischen Handel am Mittwoch an Boden und nähert sich 153,25. Der wachsende Optimismus über die pro-Stimulus-Politikagenda von Premierministerin Sanae Takaichi und die Erwartungen, dass die Bank of Japan (BoJ) in den kommenden Monaten die Zinssätze erhöhen könnte, unterstützen den japanischen Yen (JPY) gegenüber dem Greenback. Die Protokolle des Federal Open Market Committee (FOMC) werden später am Tag im Fokus stehen.
Takaichi und BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda betonten die Bedeutung einer engen Koordination, um eine nachfragestützte nachhaltige Wachstums zu erreichen und gleichzeitig scharfe Volatilität auf dem Devisenmarkt (FX) zu vermeiden.
Takaichi präsentierte Details ihres "intelligenten Stimulus"-Haushaltsplans und erklärte, dass dieser auf disziplinierten Berechnungen basiert und nicht darauf abzielt, unkontrollierte Inflation zu erzeugen, sondern vielmehr darauf, das Wirtschaftswachstum zu stärken. Ihre Bemerkungen mildern einige Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der öffentlichen Schulden, was den JPY stärkt und dem Paar Gegenwind verleiht.
Andererseits könnte die Verbesserung der Wachstumsaussichten in den USA, das Geschäftsklima und die Erwartungen, dass US-Präsident Donald Trump vor den Zwischenwahlen in diesem Jahr weniger aggressiv sein wird, den Abwärtstrend des USD begrenzen.
„Eine wachstumsorientierte und politisch weniger volatile Trump-Administration vor den Zwischenwahlen wird zusätzliche Unterstützung bieten“, sagte Dan Tobon, Leiter der G10-FX-Strategie bei Citi in New York. „Wir denken, dass die animalischen Geister ein wenig zurückkehren werden. All diese Dinge zusammen sollten unserer Meinung nach tatsächlich recht positiv für den Dollar sein.“
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.