
Das Paar USD/JPY hat Schwierigkeiten, von der positiven Bewegung des Vortages zu profitieren, und zieht während der asiatischen Sitzung am Dienstag einige Intraday-Verkäufer in der Nähe der Widerstandszone bei 153,75 an. Die Kassakurse erreichen in der letzten Stunde ein frisches Tages-Tief im Bereich von 153,25-153,20, obwohl der Rückgang an bärischer Überzeugung mangelt.
Händler bleiben in Alarmbereitschaft angesichts der Möglichkeit einer koordinierten Intervention zwischen Japan und den USA, um die Schwäche des japanischen Yen (JPY) zu stoppen. Darüber hinaus tragen die divergierenden Zinspfad zwischen der Bank of Japan (BoJ) und der US-Notenbank (Fed) dazu bei, den Aufwärtstrend des USD/JPY-Paares zu begrenzen. Allerdings könnte die enttäuschende Veröffentlichung des japanischen BIP für das vierte Quartal am Montag die Dringlichkeit für die BoJ, weiter zu straffen, verringert haben, was die JPY-Bullen davon abhalten könnte, aggressive Wetten abzuschließen.
Zusätzlich könnte das vorherrschende Risiko-on-Umfeld den sicheren Hafen JPY unter Druck halten und als Rückenwind für das USD/JPY-Paar wirken. Dennoch scheint eine bedeutende Aufwertung des Währungspaares weiterhin unerreichbar, da dovishe Fed-Erwartungen sowie Bedrohungen für die Unabhängigkeit der Zentralbank dem US-Dollar (USD) nicht helfen, nennenswerte Käufer anzuziehen. Händler könnten auch abwarten, um weitere Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Fed zu erhalten, bevor sie sich für den nächsten Schritt einer Richtungsänderung positionieren.
Daher wird der Fokus auf der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls am Mittwoch liegen. Diese Woche stehen auch die Aufträge für langlebige Güter und Daten zum Wohnungsmarkt auf dem US-Wirtschaftskalender. Abgesehen davon könnten die globalen Flash-PMIs und Reden von einflussreichen FOMC-Mitgliedern im späteren Verlauf der Woche einen bedeutenden Impuls für das USD/JPY-Paar liefern. Nichtsdestotrotz deutet der breitere fundamentale Hintergrund darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für die Kassakurse nach unten führt.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.