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GBP/USD rutscht unter 1,3700, da schwache US-Daten auf politische Unsicherheiten im Vereinigten Königreich treffen

FXStreetFeb 10, 2026 3:55 PM
  • GBP/USD fällt nach schwachen US-Einzelhandelsumsätzen und einem schwächeren Kontrollgruppen-Signal, das auf eine nachlassende Verbrauchernachfrage hinweist
  • Abkühlende Arbeitskosten, gemessen am niedrigeren Arbeitskostenindex, verstärken die nachlassenden Inflationsdruck
  • Der Aufwärtstrend des Pfunds wird durch politische Unsicherheit rund um Keir Starmer und Bedenken hinsichtlich der Führungskapazitäten begrenzt

Das Pfund Sterling konsolidiert unter 1,3700 und fällt um 0,2% während der nordamerikanischen Sitzung, da der Greenback einige seiner früheren Verluste nach der Veröffentlichung schlechter als erwarteter US-Daten verringert. Der GBP/USD handelt bei 1,3660, nachdem er ein Tageshoch von 1,3696 erreicht hat.

Das Pfund gibt nach, da schwächere US-Konsumdaten Dollarverluste verringern, während die politische Turbulenzen im UK den Aufwärtstrend begrenzen

Die Wirtschaftsdaten in den USA sind nicht ermutigend, da die Konsumausgaben der Verbraucher anscheinend leiden, nach den Einzelhandelsumsätzen im Dezember. Auf monatlicher Basis blieben die Umsätze unverändert bei 0% im Vergleich zu den Novemberzahlen und verfehlten die Prognosen eines Anstiegs um 0,4%. Die sogenannte Kontrollgruppe, die zur Berechnung der BIP-Zahlen verwendet wird, sank um -0,1% MoM, unter dem Novemberwert von 0,2%.

Gleichzeitig fiel der Arbeitskostenindex (ECI), ein Maß für die Arbeitskosten, von 0,8% auf 0,7% QoQ, wie das US-Arbeitsministerium (BLS) bekannt gab. Dieses Maß wird von den Entscheidungsträgern als eines der besseren Maßstäbe für den Arbeitsmarktsituation angesehen und als Vorhersage für die Kerninflation.

Im UK begrenzt die politische Turbulenz den Anstieg des GBP/USD auf 1,3700, da der Druck auf Premierminister Keir Starmer aufgrund der Nominierung von Peter Madelson als Botschafter in den USA zunimmt.

Es gibt wachsende Spekulationen unter Ökonomen, dass Starmer, obwohl er als Vorsitzender der Labour-Partei bleibt, fraglich ist, ob er bis Ende des Jahres als Premierminister im Amt bleibt.

GBP/USD Preisprognose: Technischer Ausblick

Das technische Bild des GBP/USD schreit nach Konsolidierung, wobei das Paar darauf abzielt, innerhalb der 1,3650-1,3700-Marke zu bleiben, während die Händler sich auf die Veröffentlichung der US-Nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigungszahlen am 11. Februar vorbereiten.

Der Relative Strength Index (RSI), obwohl bullisch, zielt nach unten, was auf die Zurückhaltung der Käufer hinweist, die Preise höher zu treiben, um das Jahreshigh des Paares bei 1,3868 erneut zu testen. Wenn dies überwunden wird, ebnet es den Weg für einen Anstieg auf 1,4000.

Umgekehrt, wenn der GBP/USD unter 1,3650 fällt, könnte eine Umkehr bevorstehen, wobei die Verkäufer das letzte Zyklustief bei 1,3508 im Auge haben, bevor sie die 50-Tage-SMA bei 1,3471 herausfordern.

GBP/USD Tages-Chart


Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.


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