
Das Währungspaar AUD/USD zieht am Dienstag einige Verkäufer an und gibt einen Teil des starken Anstiegs vom Vortag auf die Marke von 0,7100 oder ein Drei-Jahres-Hoch wieder auf, wodurch eine zweitägige Gewinnsträhne endet. Die Kassakurse rutschen während der frühen europäischen Sitzung auf ein frisches Tages-Tief von etwa 0,7065, obwohl der breitere fundamentale Hintergrund eine gewisse Vorsicht gebietet, bevor man sich für tiefere Verluste positioniert.
Der Verbraucherindex von Westpac und dem Melbourne Institute fiel im dritten Monat in Folge und spiegelt den Druck auf die Haushaltsausgaben wider, was die Argumentation für eine Pause der Reserve Bank of Australia (RBA) im März stärkt. Dies führt wiederum zu Gewinnmitnahmen rund um den Australischen Dollar (AUD) und übt einen gewissen Abwärtsdruck auf das Paar AUD/USD aus. In der Zwischenzeit preisen die Händler weiterhin die Möglichkeit einer Zinserhöhung durch die RBA im Mai ein, angesichts der hartnäckigen Inflation, die zusammen mit der optimistischen Marktstimmung die Verluste des risikosensiblen Aussies begrenzen könnte.
Der US-Dollar (USD) hingegen bleibt gedrückt, da die wachsende Akzeptanz, dass die US-Notenbank (Fed) die Kreditkosten mindestens zwei weitere Male im Jahr 2026 senken wird, zunimmt. Hinzu kommen Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Zentralbank, die die USD-Bullen in der Defensive halten. Darüber hinaus untergraben Anzeichen einer Entspannung der Spannungen im Nahen Osten den Status des Greenbacks als sicheren Hafen im Rahmen des breiteren De-Dollarization-Trends. Dies unterstützt die Argumentation für das Auftreten von einigen Dip-Käufern rund um das AUD/USD-Paar und erfordert Vorsicht für Bären.
Die Marktteilnehmer blicken nun auf die Veröffentlichung der monatlichen US-Einzelhandelsumsätze am Dienstag, die zusammen mit den Äußerungen der Fed den USD später während der nordamerikanischen Sitzung beeinflussen würden. Der Fokus wird jedoch auf den mit Spannung erwarteten US-Beschäftigungsdaten – allgemein bekannt als Nonfarm Payrolls (NFP) – am Mittwoch liegen. Abgesehen davon sollten die US-Verbraucherinflationszahlen am Freitag weitere Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Fed liefern. Dies wird wiederum die Kursdynamik des USD beeinflussen und dem AUD/USD-Paar einen bedeutenden Impuls verleihen.
Die monatlich vom US Census Bureau veröffentlichten Einzelhandelsumsatzdaten erfassen den Gesamtwert der Einnahmen von Einzelhandels- und Lebensmittelgeschäften in den Vereinigten Staaten. Die prozentualen Monatsveränderungen zeigen, wie sich diese Umsätze im Vergleich zum Vormonat entwickelt haben. Grundlage ist eine geschichtete Zufallsstichprobe von rund 4.800 Unternehmen, deren Umsätze gewichtet werden, um als Benchmark für das gesamte Spektrum von über drei Millionen Einzelhandels- und Lebensmittelbetrieben im Land zu dienen. Die Daten werden saisonal sowie in Bezug auf Feiertage und Handelstage bereinigt – Preisveränderungen bleiben jedoch unberücksichtigt. Die MoM-Zahl (Month-over-Month) vergleicht die Umsätze des aktuellen Berichtsmonats mit denen des Vormonats. Die Einzelhandelsumsätze gelten als wichtiger Indikator für den privaten Konsum, der eine zentrale Rolle für das Wirtschaftswachstum in den USA spielt. Ein hoher Wert wird in der Regel als bullishes Signal für den US-Dollar (USD) gewertet, während ein niedriger Wert als bärisch gilt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Di Feb. 10, 2026 13:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 0.4%
Vorher: 0.6%
Quelle: US Census Bureau
Die vom US Census Bureau veröffentlichten Daten zu den Einzelhandelsumsätzen sind ein Frühindikator, der wichtige Informationen über die Verbraucherausgaben liefert, die einen erheblichen Einfluss auf das BIP haben. Obwohl starke Verkaufszahlen den USD wahrscheinlich ankurbeln werden, können externe Faktoren, wie z.B. Wetterbedingungen, die Daten verzerren und ein irreführendes Bild vermitteln. Zusätzlich zu den Gesamtdaten können Änderungen in der Control Group der Einzelhandelsumsätze eine Marktreaktion auslösen, da diese für die Erstellung der Schätzungen der persönlichen Konsumausgaben für die meisten Güter verwendet werden.