
Der japanische Yen (JPY) zieht frische Käufer an, nachdem er am Dienstag in einer moderaten asiatischen Sitzung leicht nachgegeben hat, und versucht, sich von einem Zwei-Wochen-Tief zu erholen, das am Vortag gegenüber dem US-Dollar (USD) erreicht wurde. Japans Premierministerin Sanae Takaichi führte die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) am Sonntag zu einem historischen Erdrutschsieg bei den Wahlen zum Unterhaus. Das Ergebnis stärkt Takaichis Autorität, ihre ehrgeizigen fiskalisch expansiven Politiken durchzusetzen, und verstärkt die Bedenken hinsichtlich der bereits angespannten öffentlichen Finanzen Japans, was die JPY-Bullen defensiv halten könnte.
Abgesehen davon könnte das vorherrschende Risiko-on-Umfeld weiter dazu beitragen, den Aufwärtstrend des sicheren Hafens JPY zu begrenzen. Der US-Dollar (USD) hingegen hat Schwierigkeiten, Käufer anzuziehen, angesichts der dovishen Erwartungen an die Federal Reserve (Fed), was auch als Gegenwind für das USD/JPY-Paar wirkt. Darüber hinaus scheinen die Anleger überzeugt zu sein, dass die japanischen Behörden eingreifen werden, um den Rückgang des JPY zu stoppen. Dies, zusammen mit Wetten, dass die Bank of Japan (BoJ) ihren Kurs der Normalisierung beibehalten wird, begünstigt die JPY-Bullen und deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das Währungspaar nach unten bleibt.
Die USD/JPY-Bären warten auf einen nachhaltigen Durchbruch unter die 155,60-155,50 Konfluenz – bestehend aus dem 200-Stunden-Simple Moving Average (SMA) und dem 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level des jüngsten Anstiegs vom Januar-Tief. Der steigende SMA deutet darauf hin, dass Rückgänge dynamische Unterstützung am Durchschnitt finden könnten. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie schiebt sich über die Signallinie nahe dem Nullniveau, und das Histogramm hat sich leicht ins Positive gedreht, was auf eine Verbesserung des Momentums hindeutet. Daher würde ein nachhaltiger Halt über der genannten Konfluenzunterstützung die Erholungsprognosen am Leben halten.
Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 39, unterhalb der Mittellinie und signalisiert eine gedämpfte Kaufkraft, was darauf hindeutet, dass ein Durchbruch unter 154,91 den Rückgang bis zum 50%-Retracement bei 154,91 verlängern könnte. Letzteres markiert einen tieferen Boden, und ein Durchbruch darunter könnte den Rückgang weiter verlängern.
Der intraday Ton wird weiterhin durch den steigenden 200-Perioden-SMA geleitet, der die Abwärtsbewegung unterstützt und die Verkäufer in Schach hält, solange der Preis darüber handelt. Die leichte positive Neigung des MACD würde sich verstärken, wenn das Histogramm weiter expandiert, was Spielraum für eine Aufwärtsausdehnung eröffnet; ein Rückgang unter Null würde das Momentum untergraben. Der RSI bleibt unter 50, und eine Bewegung in Richtung der Mittellinie würde das kurzfristige Profil verbessern. Insgesamt lässt die Beibehaltung der Traktion über der SMA-unterstützten Unterstützung Raum für Käufer, um nach oben zu drängen, während ein Verlust des Momentums den Fokus zurück auf den oben genannten Retracementboden verschieben würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.