
USD/CAD hält eine breitere bärische Struktur auf dem Tages-Chart und handelt nahe 1,3560, nachdem es den langfristigen Aufwärtstrend von 2021 im Jahr 2025 durchbrochen hat. Das Paar liegt deutlich unter dem 50-Tage-EMA (Exponential Moving Average) bei etwa 1,3787 und dem 200-Tage-EMA bei rund 1,3909, was den anhaltenden Abwärtsdruck bestätigt. Ein korrektiver Rücksetzer vom Tiefststand am 30. Januar bei 1,3480 brachte das Paar bis zum Widerstand bei etwa 1,3700, bevor es ins Stocken geriet, und das Paar hat sich seitdem in einer Spanne zwischen etwa 1,3600 und 1,3710 konsolidiert. Der tägliche Relative Strength Index (RSI) schwebt um 43, unterhalb der neutralen 50-Linie, was darauf hindeutet, dass das bärische Momentum weiterhin die Oberhand hat. Der Schlusskurs am Freitag nahe 1,3660 folgte einem stärkeren kanadischen Arbeitsmarktbericht, der die Arbeitslosenquote auf 6,5% senkte und die vorsichtige Haltung der Bank of Canada (BoC) hinsichtlich weiterer Lockerungen verstärkte und dem kanadischen Dollar etwas Unterstützung bot.
Auf intraday-Ebene zeigt der 1H-Chart am Montag, dass USD/CAD unter einen aufsteigenden Kanal bricht, der sich von den Tiefstständen Ende Januar gebildet hat, wobei das Paar durch 1,3600 fällt und auf 1,3550 zusteuert. Die 1,3680-Marke fungiert als kurzfristiger Widerstand, der mit einem vorherigen horizontalen Konsolidierungsbereich und dem 78,6%-Fibonacci-Retracement des jüngsten Rückgangs übereinstimmt. Der Stochastische Oszillator auf dem 1H-Chart dreht von der Mittellinie nach unten und deutet auf nachlassendes kurzfristiges Kaufinteresse hin. Ein Scheitern, wieder über 1,3600 auf dem Stunden-Chart zu schließen, würde die Hoffnungen auf eine Korrektur dämpfen und einen Weg zurück zur Unterstützung bei 1,3500 öffnen. Darunter rückt ein Test des Swing-Tiefs bei 1,3480 in den Fokus. Auf der Oberseite würde ein nachhaltiger Durchbruch über 1,3700 das Ziel auf den 55-Tage-EMA bei etwa 1,3788 richten, obwohl das Paar 1,3900 überwinden müsste, um eine signifikante Verschiebung in der mittelfristigen bärischen Tendenz zu signalisieren.

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.