
Der japanische Yen (JPY) erholt sich leicht, nachdem er während der asiatischen Sitzung am Montag ein frisches Einjahrestief gegenüber einem insgesamt schwächeren US-Dollar (USD) erreicht hat. Die globale Risikostimmung wird durch Bedenken über eine weitere Eskalation der geopolitischen Spannungen belastet, was wiederum einige sichere Hafenströme in Richtung JPY lenkt. Der USD hingegen steht unter Druck durch wachsende Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve (Fed), was die reduzierten Wetten auf eine aggressivere Lockerung der Geldpolitik in diesem Jahr ausgleicht und Druck auf das USD/JPY-Paar ausübt.
Allerdings fügt eine sich vertiefende Kluft zwischen Japan und China sowie Berichte, dass Japans Premierministerin Sanae Takaichi möglicherweise eine vorzeitige Parlamentswahl anberaumt, eine Schicht der Unsicherheit hinzu, da es an Klarheit über den wahrscheinlichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) mangelt. Dies könnte die JPY-Bullen davon abhalten, aggressive Wetten abzuschließen, und dazu beitragen, den Abwärtstrend des USD/JPY-Paares zu begrenzen. Darüber hinaus könnten Händler abwarten, bis die neuesten US-Inflationszahlen – der Verbraucherpreisindex (CPI) und der Erzeugerpreisindex (PPI), die am Dienstag und Mittwoch veröffentlicht werden – bekannt gegeben werden.
Der 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart steigt auf 156,14, wobei das USD/JPY-Paar darüber bleibt, um eine bullische Neigung zu bewahren. Als langsamer Trendindikator unterstreicht der steigende SMA die zugrunde liegende Nachfrage. Die MACD-Linie steht über der Signallinie und über null, während das Histogramm positiv bleibt, was auf ein starkes Aufwärtsmomentum hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 75 (überkauft) und weist auf überdehnte Bedingungen hin, die unmittelbare Gewinne begrenzen könnten.
Der Preis bleibt durch den steigenden 200-Perioden-SMA unterstützt, und ein nachhaltiges Halten über diesem Durchschnitt würde die Käufer in Kontrolle halten. Die positive Ausrichtung des MACD verstärkt den bullischen Ton. Mit einem RSI über 70 könnte jeder Rückgang eine Pause sein, um überkaufte Werte abzubauen, bevor der Trend wieder aufgenommen wird. Ein Versagen, die SMA-Basis zu halten, würde Raum für einen korrigierenden Rückgang eröffnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.