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Wann ist die vorläufige HICP-Inflation der Eurozone und wie könnte sie EUR/USD beeinflussen?

FXStreetOct 31, 2025 7:41 AM

Überblick über den vorläufigen HVPI der Eurozone

Eurostat wird am Freitag um 10:00 GMT die vorläufigen Daten zum harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone für Oktober veröffentlichen.

Die vorläufige HVPI-Inflation der Eurozone wird voraussichtlich im Oktober auf 2,1 % im Jahresvergleich (YoY) sinken, nach 2,2 % im September. Unterdessen wird auch erwartet, dass die jährliche Kerninflation auf 2,3 % zurückgeht, nach zuvor 2,4 %.

Die monatliche Inflation und die Kerninflation der Eurozone lagen im September jeweils bei 0,1 %.

Wie könnte der vorläufige HVPI der Eurozone den EUR/USD beeinflussen?

Das Währungspaar EUR/USD könnte seine Verluste ausweiten, da der Euro (EUR) schwächer werden könnte, wenn die vorläufigen HVPI-Daten der Eurozone die Erwartungen erfüllen, während ein stärkerer US-Dollar (USD) zusätzlichen Abwärtsdruck ausübt. Gemischte Einzelhandelsumsatzdaten aus Deutschland hatten wenig Einfluss auf das Paar, da die monatlichen Umsätze um 0,2 % stiegen, während die jährliche Wachstumsrate im September auf 0,2 % zurückging.

Der Euro könnte etwas Unterstützung von den Markterwartungen erhalten, dass es in diesem Jahr keine weiteren Zinsschritte der Europäischen Zentralbank (EZB) geben wird. Die EZB hielt die Zinssätze wie erwartet bei der dritten aufeinanderfolgenden Sitzung am Donnerstag unverändert und stellte fest, dass die Inflationsprognose insgesamt stabil bleibt, die Wirtschaft weiterhin wächst und die Unsicherheit anhält.

Martin Kocher, Mitglied des EZB-Direktoriums, erklärte am Freitag, dass „die Prognosen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind für einen nachhaltigen Zeitraum.“ Kocher fügte hinzu, dass die Unsicherheit hoch bleibt, obwohl einige Daten seit September eine leichte Verbesserung gezeigt haben.

Technisch gesehen handelt das Währungspaar EUR/USD zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei etwa 1,1560. Die technische Analyse des Tagescharts deutet auf eine anhaltende bärische Tendenz hin, da der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) unter der 50-Marke bleibt. Die unmittelbare Unterstützung scheint bei dem zwei-Monats-Tief von 1,1542 zu liegen, das zuletzt am 14. Oktober verzeichnet wurde. Weitere Rückgänge würden das Paar dazu bringen, die Region um das vier-Monats-Tief von 1,1391 zu durchqueren. Auf der Oberseite könnte das Paar die psychologische Marke von 1,1600 erreichen, gefolgt vom neun-Tage-Exponential Moving Average (EMA) von 1,1605.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.

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