AMD will durch eine Anleiheemission 4 bis 5 Milliarden Dollar aufnehmen
Der Chiphersteller AMD bereitet eine Anleiheemission im Wert von etwa 4 bis 5 Milliarden Dollar vor, die die größte Anleiheemission mit Investment-Grade-Rating in der Geschichte des Unternehmens wäre.
Der Chiphersteller will mit diesem Verkauf frisches cash für seine KI-Expansion gewinnen und gleichzeitig den ohnehin schon wachsenden Schuldenberg im Technologiesektor weiter vergrößern.
Verkauf in vier Tranchen, Laufzeiten bis zu 10 Jahren
Die Anleiheemission erfolgt in vier separaten Tranchen mit Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren. Die Tranche mit der längsten Laufzeit bietet bei der ersten Preisfestsetzung eine Rendite, die etwa 1,15 Prozentpunkte über der Rendite von US-Staatsanleihen liegt.
Über die tatsächliche Höhe der von AMD einzuwerbenden Summen wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen; die Summe kann sich je nach Investorennachfrage noch ändern.
In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC erklärte AMD, die Gelder würden für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet, wozu auch die Tilgung bestehender Schulden zählen kann. Das Unternehmen hat Anleihen im Wert von rund 875 Millionen US-Dollar, die im nächsten Monat fällig werden.
Die Anleiheemission könnte die Schuldenlast von AMD verdoppeln
Berichten zufolge belaufen sich AMDs langfristige Schulden derzeit auf fast 3,25 Milliarden US-Dollar, verteilt auf mehrere vorrangige Anleiheserien. Sollte die geplante Anleiheemission zum maximalen Preis der erwarteten Spanne erfolgen, könnte sich der Schuldenberg des Technologiekonzerns mehr als verdoppeln.
AMD ist nicht das einzige führende Technologieunternehmen, das Kredite zur Finanzierung seiner Projekte aufnimmt. Auch Nvidia und Alphabet haben kürzlich den Kapitalmarkt für ihre KI-Projekte genutzt, und AMD will nun diesem Beispiel folgen. Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung übersteigt weiterhin das Angebot, weshalb Chiphersteller hohe Summen investieren, um mit dieser Nachfrage Schritt zu halten.
Das Unternehmen hat mit seinen Beschleunigern der MI-Serie den Abstand zu Nvidia verringert und sichert sich nun Aufträge,tracfrüher ausschließlich Nvidia vorbehalten waren. Zudem hat es Kooperationsverträge mit Anthropic und Microsoft abgeschlossen und Anthropic, dem Hersteller der Claude-Grafikkarte, separat bis zu 5 Milliarden US-Dollar zugesagt.
Barclays, Bank of America, Citigroup, JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Wells Fargo den Anleiheverkauf.
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