Zcash meldet Millionen-Polster – SEC-Ermittlungen vom Tisch
Die Zcash Foundation (ZF) hat zum 31. März liquide Nettovermögenswerte von rund 36,7 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht für das erste Quartal hervor. Die durchschnittlichen monatlichen Betriebskosten lagen demnach bei etwa 272.539 US-Dollar, wobei Personalkosten den größten Anteil ausmachten.
„In nur drei Monaten haben wir umfassende Veränderungen im gesamten Ökosystem bewältigt, wichtige regulatorische Klarheit erreicht, zentrale Infrastruktur bereitgestellt, die Protokoll-Governance vorangebracht und die technische Grundlage für das Network Upgrade 7 geschaffen“, schrieb Geschäftsführer Alex Bornstein in der Zusammenfassung.
Zcash Foundation stärkt Position bei fortlaufender Protokollentwicklung
Der Bericht hebt ein Quartal hervor, das von regulatorischer Klarheit, Infrastrukturaufbau und operativer Stabilität geprägt war. Die Stiftung bekräftigte ihr Ziel, die finanzielle Privatsphäre weiter voranzutreiben, während Zcash innerhalb des auf Datenschutz fokussierten Kryptosektors an Bedeutung gewinnt.
„Dieses Quartal hat gezeigt, was Dezentralisierung leisten soll: Kontinuität im Wandel, Widerstandsfähigkeit durch Verteilung und Fortschritt durch die Gemeinschaft“, heißt es im Bericht.
Ein zentrales Ereignis war das Ende der Ermittlungen der U.S. Securities and Exchange Commission gegen die gemeinnützige Organisation ohne weitere Maßnahmen. Die Untersuchung war im August 2023 durch eine Vorladung eingeleitet worden und hatte für Unsicherheit gesorgt.
Der Bericht betont zudem die Stabilität des Zcash-Netzwerks in einer Phase interner Veränderungen. Nach Governance-Streitigkeiten und Abgängen beim Unternehmen Electric Coin Company stellte die Stiftung klar, dass das Protokoll weiterhin dezentral organisiert sei und nicht von einer einzelnen Partei kontrolliert werde.
Der Betrieb des Netzwerks lief unterdessen ohne Unterbrechung weiter, die Blockproduktion blieb stabil und die Nutzergelder waren gesichert.
Technisch berichtete die Stiftung über Fortschritte bei zentralen Infrastrukturen. Mehrere Aktualisierungen des Zebra-Nodes wurden veröffentlicht, darunter Version 4.0.0 mit verbesserten Überwachungsfunktionen sowie Version 4.3.0, die zwei Sicherheitslücken schloss und erste Änderungen gemäß ZIP-235 umsetzte.
Zudem wurden die Arbeiten am Z3-Stack, an FROST v3 für Mehrparteien-Signaturen sowie an den Vorbereitungen für das Network Upgrade 7 (NU7) vorangetrieben. Nach der Abschaltung von durch die Electric Coin Company betriebenen Seedern nahm die Stiftung neue, auf Rust basierende DNS-Seed-Server in den USA und Europa in Betrieb.
Die Einbindung der Community blieb hoch. Im Fokus stand die ganztägige virtuelle Veranstaltung Zcomm 2026 mit Beiträgen von Partnern wie Web3Privacy Now und Aztec. Umfragen zu den NU7-Vorschlägen zeigten breite Zustimmung: Initiativen wie Project Tachyon und Orchard Quantum Recoverability erhielten jeweils mehr als 90 Prozent Unterstützung.
Für das zweite Quartal nennt die Stiftung die Weiterentwicklung von NU7, Fortschritte beim Z3-Stack sowie zusätzliche Benchmark-Tests für Zebra als zentrale Ziele. Zudem wurde Scott Onder neu in den Vorstand berufen und soll zusätzliche Expertise in den Bereichen Fintech und Impact Investing einbringen.
Zcash behauptet sich weiterhin als führender Vertreter im Segment datenschutzorientierter Kryptowährungen und profitiert von wachsendem Interesse an abgeschirmten Transaktionen und Technologien zum Schutz der Privatsphäre. Der Token legte im Zuge einer jüngsten Branchenrally deutlich zu und bewegte sich zuletzt im Bereich von 500 bis 600 US-Dollar.
Der Kurs von ZEC lag nach Veröffentlichung des Quartalsberichts bei über 580 US-Dollar und damit rund 3,4 Prozent im Plus.
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