An der Wall Street wird die Besorgnis über Leberversagen im Zusammenhang mit dem Abnehmmedikament von Eli Lilly als übertrieben angesehen
04. Mai - Die FAERS-Datenbank der US-amerikanischen FDA verzeichnet einen gemeldeten Fall von Leberversagen im Zusammenhang mit dem kürzlich zugelassenen oralen GLP-1-Medikament „Foundayo“ von Eli Lilly LLY.N
Ein Sprecher von LLY erklärte gegenüber Reuters jedoch, dass der Fall „keinen vernünftigen Zusammenhang mit Foundayo“ habe
Die LLY-Aktie fiel im vorbörslichen Handel zunächst um bis zu 3 Prozent, nachdem Evercore ISI in einer Mitteilung auf den Fall hingewiesen hatte, konnte jedoch den Großteil der Verluste während der Börsenzeiten wieder wettmachen
Evercore ISI gab an, dass es sich bei dem Patienten um einen 56-jährigen Mann handelte, bei dem ein Leberversagen auftrat, und warnte davor, „diesen einzelnen Leberfall isoliert zu betrachten“
„Solche Fälle treten aufgrund verschiedener Störfaktoren tendenziell auch bei anderen GLP-Medikamenten auf“ – Evercore ISI
Analysten an der Wall Street bezeichnen die Bedenken hinsichtlich der Leberverträglichkeit als „Überreaktion“
Foundayos jüngstes FAERS-Drama sorgt für Aufruhr, ist aber wahrscheinlich bestenfalls Sensationsmache – Analysten von Citi
RBC-Analysten weisen darauf hin, dass sowohl Mounjaro als auch Ozempic jeweils über 30 Fälle von Leberversagen in FAERS aufweisen, was dies wie „Grundrauschen und kein mechanistisches Sicherheitssignal“ erscheinen lässt
Ohne vollständige Patientenanamnese kann man dieses Ereignis nicht Foundayo zuordnen – Analysten der Deutschen Bank
Lilly-Aktie leicht im Minus bei 962,70 Dollar im späten Vormittagshandel
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