Molson Coors übertrifft dank Preiserhöhungen und der Nachfrage nach Premium-Bier die Quartalsprognosen
30. Apr (Reuters) - Molson Coors TAP.N übertraf am Donnerstag die Analystenschätzungen für Umsatz und Gewinn im ersten Quartal, was vor allem auf Preiserhöhungen und die Nachfrage nach Premium-Bier zurückzuführen war, insbesondere im Geschäftsbereich Amerika.
Die Aktien des Brauers stiegen vor Börsenbeginn um 2 Prozent, da das Unternehmen seine Jahresprognosen trotz steigender Rohstoffkosten und eines unsicheren globalen makroökonomischen Umfelds bekräftigte.
Der Hersteller von Bieren wie Coors Light und Miller Lite hat die Preise angehoben, um die Auswirkungen steigender Rohstoffkosten, darunter Aluminium, abzufedern und sich gegen eine schwächere Nachfrage abzusichern.
Der Brauer hat Premium-Produkte wie Blue Moon Belgian White und Peroni Nastro Azzurro vorangetrieben und gleichzeitig in schneller wachsende Kategorien expandiert, darunter trinkfertige Cocktails mit Geschmack.
Der Nettoumsatz stieg im Quartal, das am 31. März endete, um 2 Prozent auf 2,35 Milliarden US-Dollar und lag damit über den Erwartungen der Analysten von 2,33 Milliarden US-Dollar.
Der bereinigte Gewinn pro Aktie stieg dank Kostenkontrollen um 24 Prozent auf 62 Cent und übertraf damit laut Daten von LSEG deutlich die Schätzungen von 37 Cent.
Das Gesamtvolumen sank um fast 3 Prozent, da eine schwächere Nachfrage und harter Wettbewerb die Märkte in den USA und Europa belasteten, wo die Verbraucher angesichts der anhaltenden Inflation weiterhin zurückhaltend sind.
Die Führungskräfte äußerten sich zurückhaltend zu Nachfrage und Kosten.
Vorstandsvorsitzender Rahul Goyal sagte, das Unternehmen agiere in einem „dynamischen externen Umfeld mit begrenzter kurzfristiger Sichtbarkeit“.
Molson Coors hat zudem mit höheren Inputpreisen zu kämpfen, insbesondere mit dem Aluminiumzuschlag, der im Quartal zusätzliche Kosten in Höhe von rund 30 Millionen US-Dollar verursachte, so das Unternehmen.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Nettoumsatz im Bereich von einem Rückgang von 1 Prozent bis zu einem Wachstum von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einen Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie zwischen 11 Prozent und 15 Prozent.
Das Unternehmen warnte zudem, dass die Absatzmengen in den USA im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 6 Prozent bis 9 Prozent zurückgehen werden, wobei der Kostendruck Mitte des Jahres seinen Höhepunkt erreichen und in der zweiten Jahreshälfte nachlassen dürfte.
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