tradingkey.logo
tradingkey.logo
Suchen

MÄRKTE-US-Börsen schwächeln vor Fed - Visa heben ab

ReutersApr 29, 2026 2:05 PM
facebooktwitterlinkedin

- In Erwartung von Bilanzen großer Techkonzerne und der US-Zinsentscheidung haben die Anleger an der Wall Street am Mittwoch Risiken gescheut. Der Dow-Jones-Index.DJI der Standardwerte verlor 0,5 Prozent auf 48.873 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500.SPX und der Index der Technologiebörse Nasdaq.IXIC fielen um je 0,2 Prozent auf 7126 und 24.622 Punkte.

AmazonAMZN.O, Meta PlatformsMETA.O, MicrosoftMSFT.O und die Google-Muttergesellschaft AlphabetGOOGL.O werden ihre Ergebnisse nach Börsenschluss veröffentlichen. Anleger blicken besonders darauf, wie sich die hohen KI-Investitionen auszahlen werden. "Nach einer derart rasanten Rally der US-Technologieaktien, die der Haupttreiber für die Erholung der Wall Street und die Rekordhochs war, sind erneut Zweifel an den Renditen und Bewertungen aufgekommen", sagte Kyle Rodda, Senior-Finanzmarktanalyst bei Capital.com. Einem Medienbericht zufolge hat der ChatGPT-Entwickler OpenAI seine internen Ziele für wöchentlichen Nutzerzahlen und Umsatz verfehlt, was einige Investoren beunruhigte.

Auf die Stimmung an den Börsen drückte auch die angespannte Lage im Nahen Osten. Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus, durch die gewöhnlich etwa 20 Prozent des weltweiten Rohölbedarfs transportiert werden, treiben die Energiepreise massiv in die Höhe. Auch rund drei Wochen nach der von US-Präsident Trump verkündeten Waffenruhe haben diplomatische Bemühungen die Meerenge nicht wieder vollständig öffnen können. Einem Medienbericht zufolge will die USA ihre Blockade iranischer Häfen verlängern. Die Ölpreise stiegen daraufhin um vier Prozent auf ein Ein-Monats-Hoch.

Die Aktien von VisaV.N legten nach starken Zahlen um mehr als neun Prozent zu und zogen auch die Aktien des Konkurrenten MastercardMA.N um mehr als vier Prozent nach oben. Visa übertraf die Gewinnprognosen der Wall Street, da der weltweit größte Zahlungsabwickler trotz anhaltender makroökonomischer Unsicherheit von einem stetigen Anstieg des Zahlungsvolumens profitierte. Auch der Pharmakonzern Teva Pharmaceutical IndustriesTEVA.TA übertraf die Wall-Street-Schätzungen für den Gewinn im ersten Quartal, unterstützt durch den Absatz seiner Markenmedikamente. Die Papiere gewannen elf Prozent.

Die Fantasien über eine Fusion von Pernod RicardPERP.PA und dem US-Rivalen Brown-FormanBFb.N sind nach dem Scheitern der Gespräche geplatzt. Die Aktien des Eigentümers von Jack Daniel's sackten um acht Prozent ab.

Angesichts der noch nicht absehbaren Folgen des Ölpreisschocks wird Fed-Chef Jerome Powell auf seiner vermutlich letzten Sitzung an der Spitze der US-Notenbank aller Voraussicht nach nicht an der Zinsschraube drehen.

Weitere Marktberichte unter Doppelklick .CDE .FDE .NDE .TDE 
Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Empfohlene Artikel

KeyAI