BÖRSEN-TICKER-Aufträge und MAN-Geschäfte beflügeln Traton-Aktien
Frankfurt, 29. Apr (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.25 Uhr - Angesichts eines gestiegenen Auftragseingangs greifen Anleger bei Aktien der VWVOWG.DE-Nutzfahrzeugtochter Traton8TRA.DE zu. Die Papiere steigen in der Spitze um 3,8 Prozent, aktuell liegen sie 1,4 Prozent im Plus. Der Auftragseingang stieg dank einer Erholung im US-Geschäft um 18 Prozent. Zwar brach das Betriebsergebnis im Quartal ein, Analysten hatten jedoch noch Schlimmeres befürchtet. Einen starken Jahresauftakt habe vor allem die Marke MAN hingelegt, dank besser als erwartet ausgefallenen Umsätzen und einer positiven Überraschung beim Kostenmanagement, schrieben die Analysten von JP Morgan.
09.45 Uhr - Anleger trennen sich von Aktien der Deutschen BankDBKGn.DE, obwohl das Bankhaus im ersten Quartal mehr verdient hat als von Analysten erwartet. Die Papiere rutschen um bis zu 3,6 Prozent auf ein Drei-Wochen-Tief von 26,31 Euro ab und halten die rote Laterne im Dax.GDAXI. "Obwohl die Ergebnisse die Erwartungen übertrafen und die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bekräftigt wurde, dämpfen der Anstieg der Rückstellungen und die niedriger als erwartet ausgefallene Kernkapitalquote die Euphorie", sagen die Analysten von RBC Capital. Die zurückgelegte Summe für mögliche Kreditausfälle sei höher als gedacht, was die makroökonomischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg widerspiegele, hieß es bei JP Morgan.
07.40 Uhr - Die Ölpreise unterbrechen ihre mehrtägige Rally und suchen nach dem Opec-Rückzug der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) nach Orientierung. Die Rohöl-Sorte Brent aus der NordseeLCOc1 gab in der Nacht zunächst nach und zog dann wieder an. Aktuell verteuert sie sich um 0,1 Prozent auf 111,42 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTICLc1 steht mit 99,79 Dollar je Barrel 0,2 Prozent im Minus. Der Austritt der VAE aus dem Ölkartell könne auf ein künftig besseres Angebot hindeuten, da das Land sich nicht mehr an die Förderquoten halten müsse, sagte LSEG-Chefanalyst Anh Pham. "Allerdings ist dieser Effekt nicht unmittelbar zu erwarten, da die zusätzlichen Barrel aufgrund der andauernden Hormus-Blockade kurzfristig möglicherweise nicht geliefert werden können." US-Präsident Donald Trump lässt einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge eine längere Blockade des Iran vorbereiten. Die Ölpreise liegen um rund 50 Prozent höher als vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar.
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