Guten Morgen von Reuters am Dienstag, dem 28. April
TOP NEWS:
USA/IRAN - US-Präsident Donald Trump ist einem US-Regierungsvertreter zufolge mit einem iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges unzufrieden, da dieser nicht auf das Atomprogramm des Landes eingeht. "Er ist nicht begeistert von dem Vorschlag", sagte der Regierungsvertreter am Montag mit Bezug auf Trump. Dieser sehe vor, die Diskussion über das iranische Atomprogramm zurückzustellen, bis der Krieg beendet und die Streitigkeiten über die Schifffahrt im Golf gelöst seien. Die Regierung in Washington hat jedoch erklärt, dass die nuklearen Fragen von Anfang an geklärt werden müssten.
DEUTSCHLAND/BENZINPREISE - Angesichts der anhaltend hohen Benzinpreise stellt die Unionsfraktion im Bundestag einem Medienbericht zufolge ein drittes Entlastungspaket für Autofahrer in Aussicht. "Hält die Blockade der Straße von Hormus an, sollten wir ein drittes Entlastungspaket auflegen", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sepp Müller der "Bild"-Zeitung. "Im Zentrum stehen dann gezieltere Hilfen für Mittelstand, Logistik und Pendler." Eine Taskforce solle dazu konkrete Maßnahmen vorlegen. Dem Bericht zufolge sind derzeit gezielte Hilfen für Gering- und Mittelverdiener sowie eine höhere Pendlerpauschale ab Juli im Gespräch.
DEUTSCHLAND/VERTEIDIGUNG - Deutschland und die Ukraine beraten am Nachmittag über eine stärkere Kooperation im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Daran nehmen von deutscher Seite Finanzminister Lars Klingbeil, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche teil. Virtuell zugeschaltet wird der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Auch Vertreter aus der Finanzbranche, von Startups und aus der Rüstungsindustrie sind eingeladen. Die deutschen Minister wollen sich im Anschluss vor der Presse äußern.
GROSSBRITANNIEN/STARMER - Das britische Parlament wird über eine mögliche Untersuchung gegen Premierminister Keir Starmer abstimmen. Dabei soll geklärt werden, ob er das Unterhaus bei der Ernennung des ehemaligen britischen Botschafters in den USA, Peter Mandelson, täuschte, wie der Präsident der Kammer, Lindsay Hoyle, mitteilte. Er werde einem Antrag auf Debatte und Abstimmung darüber stattgeben, ob der zuständige Ausschuss die Angelegenheit prüfen solle. Sollte sich herausstellen, dass er das Parlament wissentlich getäuscht hat, wäre er wohl kaum noch im Amt zu halten. Bislang hat er Rücktrittsforderungen zurückgewiesen.
ÖSTERREICH/TERRORPROZESS - Vor dem Landesgericht Wiener Neustadt beginnt der Prozess gegen zwei mutmaßliche Anhänger der Extremistenmiliz IS, von denen einer einen Anschlag auf ein Konzert der US-Sängerin Taylor Swift im August 2024 in Wien vorbereitet haben soll. Laut Staatsanwaltschaft stellte der 21-jährige Angeklagte dafür Sprengstoff her und versuchte, Schusswaffen sowie eine Handgranate zu kaufen. Nach seiner Festnahme waren alle drei Auftritte des Megastars in Wien abgesagt worden. Zudem sollen die beiden Angeklagten mit einem Komplizen Anschläge in Dubai, Istanbul und Mekka geplant haben. Im Falle einer Verurteilung drohen den Männern zehn bis 20 Jahre Haft.
MUSK/OPENAI - Im Verfahren zwischen dem Milliardär Elon Musk und dem ChatGPT-Entwickler OpenAI werden die Eröffnungsplädoyers erwartet. Musk wirft Altman und dem OpenAI-Großaktionär MicrosoftMSFT.O vor, beim Umbau des von ihm mitgegründeten Startups aus San Francisco den ursprünglichen Zweck - Künstliche Intelligenz (KI) zum Wohl der Menschheit zu entwickeln - aufgegeben zu haben. Das Softwareunternehmen solle zur Gemeinnützigkeit zurückkehren. Insidern zufolge fordert Musk zudem 150 Milliarden Dollar Schadenersatz.
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FIRMEN UND BRANCHEN:
DAX:
DEUTSCHE BÖRSEDB1Gn.DE: Die Turbulenzen und volatilen Kurse an den Finanzmärkten haben dem Börsenbetreiber zum Jahresauftakt kräftig Rückenwind gegeben. Der Umsatz klettere im ersten Quartal um elf Prozent auf 1,82 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um zehn Prozent auf gut eine Milliarde Euro zu. Unter dem Strich stand ein um elf Prozent höherer Nettogewinn von 585 Millionen Euro. Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Erwartungen. Finanzchef Jens Schulte bekräftigte die Prognose.
BAYERBAYGn.DE - Im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat hat sich der Oberste Gerichtshof der USA gespalten gezeigt. Die Richter befassten sich am Montag mit dem Versuch von Bayer, Tausende Klagen abzuwenden, in denen dem Konzern unzureichende Warnhinweise vor Krebsrisiken vorgeworfen werden. Zum Auftakt der Anhörung am Montag argumentierte der Anwalt des Agrar- und Pharmakonzerns, Paul Clement, dass Bundesrecht die Klagen nach dem Recht einzelner Bundesstaaten ausschließen müsse.
QIAGENQIA.DE - Der Diagnostikspezialist hat nach einem gemischten Start ins Jahr seine Prognose für 2026 gesenkt. Der Konzern erwartet nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von etwa ein bis zwei Prozent statt bislang mindestens fünf Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll mindestens 2,43 Dollar erreichen, zuvor waren mindestens 2,50 Dollar angepeilt.
TERMINE:
14:00 - Deutsche BörseDB1Gn.DE Q1 Analyst-Call
FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:
NOVARTISNOVN.S bekommt die Konkurrenz durch billige Nachahmerpräparate in den USA zunehmend zu spüren. Der Schweizer Pharmakonzern musste im ersten Quartal Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Der Nettoumsatz sank von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum währungsbereinigt um fünf Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Das operative Kernergebnis schrumpfte um 14 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. An seiner Jahresprognose hält der Vorstand dennoch fest.
UNIPERUN0k.DE - Der Bund könnte Insidern zufolge schon bald die Reprivatisierung des Energiekonzerns einleiten. Eine Fusion des verstaatlichten Unternehmens mit der ebenfalls verstaatlichten früheren Gazprom-Tocher Sefe sei unwahrscheinlicher geworden, sagten zwei Insider. Der Prozess, der zu einem Verkauf oder einer Börsennotierung von Uniper führen dürfte, könnte demnach noch vor dem Sommer mit einer offiziellen Ausschreibung gestartet werden.
TERMINE:
Retailers gather for World Retail Congress conference in Berlin
06:00 - BucherBUCN.S reports Q1 results
06:30 - Toyota7203.T reports sales and production data for March
07:00 - Palfinger AGPALF.VI reports Q1 results
07:00 - NovartisNOVN.S reports Q1 results
07:00 - Vienna Insurance GroupVIGR.VI reports Q1 results
08:00 - Mayr-Melnhof Karton AGMMKV.VI reports Q1 results
08:00 - BarclaysBARC.L reports Q1 results
08:00 - BPBP.L reports Q1 results
09:00 - Accelleron Industries AGACLN.S Annual Shareholders Meeting
09:30 - World Trade Dialogue 2026 by Hapag-LloydHLAG.DE and Kiel Institute
12:00 - SpotifySPOT.N reports Q1 results
12:00 - UPSUPS.N reports Q1 results
12:30 - General MotorsGM.N reports Q1 results
13:00 - Coca-ColaKO.N reports Q1 results
14:00 - BKW AGBKWB.S Annual Shareholders Meeting
15:00 - VAT Group AGVACN.S Annual Shareholders Meeting
17:45 - AirbusAIR.PA Q1 2026 Earnings Release
22:00 - T-Mobile USTMUS.O reports Q1 results
22:00 - StarbucksSBUX.O reports Q2 results
22:00 - VisaV.N reports Q2 results
22:10 - NXP SemiconductorsNXPI.O reports Q1 results
Weitere Nachrichten finden Sie hier:
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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:
JAPAN/BOJ - Die japanische Notenbank hat ihren Leitzins trotz der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs nicht angetastet. Die Währungshüter ließen ihn am Dienstag - wie von den meisten Analysten erwartet - unverändert bei 0,75 Prozent. Allerdings sieht sich die Bank von Japan (BoJ) mit wachsendem Druck aus den eigenen Reihen für eine straffere Geldpolitik konfrontiert. Drei der neun Ratsmitglieder stimmten für eine Anhebung und verwiesen auf den Inflationsdruck infolge des Konflikts in Nahost. Die Notenbank korrigierte ihre Inflationsprognosen deutlich nach oben und signalisierte eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten. Durch den Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs steigt tendenziell die Inflationsgefahr in dem rohstoffarmen Fernostland.
ÖSTERREICH/HAUSHALT - Die Bundesregierung hat sich auf die Grundzüge für das Doppelbudget 2027/2028 geeinigt. Teil ist ein gezieltes Spar- und Investitionspaket, wie die Regierungsspitze mitteilte. Das Paket hat ein Volumen von gut fünf Milliarden Euro und betrifft damit nur einen Bruchteil des gesamten Staatshaushalts. Unter anderem sind Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro vorgesehen, um das Land bis 2028 aus dem EU-Defizitverfahren zu führen.
TERMINE:
04:30 - BOJ holds policy meeting, Governor Ueda holds news conference
10:00 - ECB publishes bank lending survey
10:00 - ECB publishes consumer expectations survey
10:00 - Austria-PMI
16:00 - United States-Consumer confidence
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INDIKATOREN:
Local Time | Country | Indicator | Period | Poll | Prior | Unit |
00:00 | JP | Bank of Japan Rate Decision | 28 | 0.75 | 0.75 | Percent |
16:00 | US | Consumer Confidence | Apr | 89 | 91.8 | Index |
Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
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BLICKPUNKT POLITIK:
USA - Der Schütze vom Washingtoner Presse-Dinner ist wegen eines versuchten Attentats auf US-Präsident Donald Trump angeklagt worden. Bei seiner ersten Anhörung vor einem Bundesgericht warf die Staatsanwaltschaft dem 31-Jährigen vor, er habe den Präsidenten töten wollen. Der Richter ordnete Untersuchungshaft an. Eine weitere Anhörung ist für Donnerstag angesetzt.
KLIMA/ENERGIE - In Santa Marta in Kolumbien kommen Vertreter von rund 60 Regierungen zusammen, um über den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beraten. An dem von den Niederlanden und Kolumbien organisierten Treffen nehmen unter anderem Deutschland, Brasilien und Kanada teil, während die weltgrößten Emittenten USA und China sowie wichtige Ölförderländer aus dem Nahen Osten fehlen. Angesichts der durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Energiepreise soll es bei der Konferenz nicht um neue globale Klimaziele gehen. Vielmehr stehen praktische Schritte wie finanzielle Instrumente, regulatorische Anreize und der Abbau von Subventionen im Mittelpunkt, um die weltweite Abhängigkeit von Öl und Erdgas zu verringern.
TERMINE:
Kosovo faces deadline to elect president or hold snap election
UK PM Starmer's former chief of staff questioned by lawmakers
Britain's King Charles addresses US Congress
17:30 - German Defence Minister Boris Pistorius, Finance Minister Lars Klingbeil, Econ-Minister Katherina Reiche hold joint statement after discussing investments in Ukrainian defense sector
17:30 - Opening statements in Musk lawsuit over OpenAI for-profit conversion
18:00 - Report on status of U.S. tariff refund system expected from U.S. customs agency
19:00 - US soldier charged with insider trading over Maduro capture due in court
21:00 - Reuters/Ipsos polling on Americans' view of President Donald Trump
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SNAPSHOT MÄRKTE:
WALL STREET - Die US-Börsen haben sich am Montag kaum von der Stelle bewegt. Vor einer im weiteren Verlauf ereignisreichen Woche mit zahlreichen Firmenbilanzen, der Zinsentscheidung der US-Notenbank und anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hielten sich die Anleger bedeckt.
ASIEN - Die Anleger in Asien haben sich am Dienstag weitgehend zurückgehalten. Im Fokus standen die geopolitische Lage im Nahen Osten sowie eine Reihe von Zinsentscheiden wichtiger Notenbanken.
DEVISEN
Währungen | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Euro/DollarEUR= | 1,1712 | -0,1% |
Pfund/DollarGBP= | 1,3529 | -0,0% |
Dollar/FrankenCHF= | 0,7867 | +0,2% |
Euro/Franken | 0,9214 | +0,1% |
Dollar/YenJPY= | 159,06 | -0,2% |
Bitcoin/DollarBTC= | 76.891,20 | -0,1% |
Ethereum/DollarETH= | 2.288,76 | -0,2% |
| Kurs um 07:00 Uhr | EZB-Fixing am 27.04.2026 |
Euro/PfundEURGBP= | 0,8654 | 0,8658 |
US-AKTIEN
Schlusskurse der US-Indizesam Montag | Stand | Veränderung in Prozent |
Dow Jones.DJI | 49.167,79 | -0,1% |
Nasdaq.IXIC | 24.887,10 | +0,2% |
S&P 500.SPX | 7.173,91 | +0,1% |
ASIATISCHE AKTIEN
Asiatische Aktienindizes am Dienstag | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Nikkei.N225 | 59.967,83 | -0,9% |
Topix.TOPX | 3.770,24 | +1,0% |
Shanghai.SSEC | 4.083,47 | -0,1% |
CSI300.CSI300 | 4.774,38 | +0,1% |
Hang Seng.HSI | 25.757,88 | -0,6% |
Kospi.KS11 | 6.674,37 | +0,9% |
EUROPÄISCHE AKTIEN
Schlusskurse europäischer Aktien-Indizes und -Futures am Montag | Stand |
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Dax.GDAXI | 24.083,53 |
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EuroStoxx50.STOXX50E | 5.860,32 |
|
SMI.SSMI | 13.165,23 |
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Indikationen | Stand |
|
Dax bei Lang & SchwarzDAX=LUSG | 24.087,00 |
|
Late/Early-Dax.GDAXIL | 24.138,64 |
|
SMI-FutureFSMIc1 | 13.109,00 |
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ANLEIHEN
Anleihe-Futures | Stand |
|
Bund-FutureFGBLc1 | 125,25 |
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T-Bond-FutureUSc1 | 113,47 |
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Gilt-FutureFLGc1 | 87,01 |
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Anleihe-Renditen | Stand | Schluss-Rendite am am 27.04.2026 |
10-jährige BundesanleiheDE10YT=RR | 3,039% | 3,038% |
30-jährige BundesanleiheDE30YT=RR | 3,580% | 3,567% |
10-jährige US-AnleiheUS10YT=RR | 4,348% | 4,336% |
30-jährige US-AnleiheUS30YT=RR | 4,955% | 4,942% |
10-jährige brit. AnleiheGB10YT=RR | 4,977% | 4,973% |
30-jährige brit. AnleiheGB30YT=RR | 5,665% | 5,663% |
Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]
ROHSTOFFE
Energie und Metalle | Preise um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Brent-ÖlLCOc1 ($/Barrel) | 109,53 | +1,2% |
WTI-ÖlCLc1 ($/Barrel) | 97,46 | +1,1% |
US-Erdgas ($/MMBTU) | 2,5050 | -1,8% |
GoldXAU= ($/Feinunze) | 4.667,59 | -0,3% |
KupferCMCU3 ($/Tonne) | 13.208,00 | -0,0% |
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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)
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