MÄRKTE-KI-Boom und Nahost-Hoffnungen treiben Asiens Börsen auf Rekordhochs
Singapur/Peking/Tokio, 27. Apr (Reuters) - Die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) und Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten haben die asiatischen Börsen am Montag angetrieben. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index.N225 um 1,5 Prozent auf 60.584,37 Punkte zu und der breiter gefasste Topix.TOPX notierte 0,7 Prozent höher bei 3.744,19 Zählern. Auch in China griffen die Anleger zu: Die Börse Shanghai.SSEC gewann 0,2 Prozent auf 4.086,03 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen.CSI300 stieg um 0,3 Prozent auf 4.781,74 Punkte.
In Japan sorgten starke Quartalszahlen für Kauflaune. Aktien von Automatisierungsspezialisten wie Keyence6861.T und Fanuc6954.T schossen um mehr als 15 Prozent in die Höhe, während SMC6273.T um 9,3 Prozent zulegten. Zu den Verlierern zählte der Chip-Hersteller Rohm6963.T mit einem Minus von 7,8 Prozent. "Aktien mit Bezug zu Gewinnbekanntgaben sowie KI- und Halbleiterwerte haben den Markt zur Eröffnung nach oben geführt", sagte Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Für zusätzliche Erleichterung sorgte ein Medienbericht über einen neuen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi schloss derweil ein sofortiges Nachtragsbudget zur Abfederung der hohen Ölpreise aus, versprach jedoch, bei Bedarf flexibel zu reagieren.
In China rückten die Industriegewinne in den Fokus, die im März mit einem Plus von 15,8 Prozent so stark wuchsen wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Die Erholung verläuft jedoch ungleichmäßig: Während KI-bezogene Unternehmen wie Shannon Semiconductor300475.SZ florieren, kämpfen Konsumgüterhersteller mit einer schwachen Inlandsnachfrage. Zudem drohen weiterhin wirtschaftliche Risiken durch den Nahost-Konflikt. "Die Daten spiegeln die Auswirkungen des Iran-Krieges wahrscheinlich noch nicht wider", erklärte Lynn Song, Chefökonom für Greater China bei ING. Höhere Energiepreise dürften sich in steigenden Kosten für die Produzenten niederschlagen, was die Gewinnmargen belasten könnte, fügte er hinzu.
Devisen
An den Devisenmärkten hielten sich die Anleger vor den anstehenden Zinsentscheidungen mehrerer großer Notenbanken, darunter in den USA und Japan, zurück. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,30 YenJPY= und gab 0,1 Prozent auf 6,8282 YuanCNY= nach. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7848 FrankenCHF= vor. Parallel dazu blieb der EuroEUR= fast unverändert bei 1,1726 Dollar und zog leicht auf 0,9204 FrankenEURCHF= an.
Ölpreise
Die Sorge vor anhaltenden Lieferausfällen im Nahen Osten hat die Ölpreise weiter nach oben getrieben. Da die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind, bleibt die wichtige Straße von Hormus für den Energiehandel weitgehend blockiert. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,3 Prozent auf 106,70 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,2 Prozent fester bei 95,50 Dollar.
Wall Street
Die US-Börsen hatten am Freitag dank starker Zahlen des Chip-Konzerns IntelINTC.O überwiegend im Plus geschlossen und damit die Vorlage für den asiatischen Handel geliefert. Der US-Standardwerteindex Dow Jones.DJI hatte sich mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 49.230,71 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500.SPX gewann 0,8 Prozent auf 7.165,08 Zähler, und der technologielastige Nasdaq.IXIC zog um 1,6 Prozent auf 24.836,60 Stellen an. In der neuen Woche stehen die Bilanzen weiterer Tech-Riesen wie MicrosoftMSFT.O und AppleAAPL.O an.
Weitere Marktberichte unter Doppelklick .CDE .FDE .NDE .TDE
Empfohlene Artikel










Kommentare (0)
Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.