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FOKUS 2-Cloud-Wachstum von SAP zieht wieder an - Zuversicht für 2026

ReutersApr 24, 2026 8:06 AM
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  • Cloud-Umsatz und -Auftragseingang steigen prozentual zweistellig
  • Quartalsergebnis über Erwartungen
  • Anleger erleichtert - Aktie zieht kräftig an

- SAPSAPG.DE hat den Rückgang der Wachstumsraten in seiner wichtigen Cloud-Sparte vorerst gestoppt. "Wir hatten trotz eines unsicheren Geschäftsumfelds einen guten Start ins Jahr", sagte Christian Klein, der Chef des Walldorfer Softwarekonzerns, in einer Telefonkonferenz am Donnerstag. "Das macht uns für den Rest des Jahres zuversichtlich." Das Unternehmen gewinne dank der KI-Funktionen in den Programmen Marktanteile.

SAP sei nicht komplett immun gegen die Verwerfungen durch den Nahost-Krieg, fügte Klein hinzu. In der Vergangenheit hätten Kunden in unsicheren Zeiten jedoch verstärkt auf die Produkte seines Unternehmens gesetzt, um ihre Geschäftsabläufe krisenfester zu machen.

NACHLASSENDE SORGEN ÜBER GERINGERE NACHFRAGE

"Das SAP-Quartalsergebnis sorgt für eine willkommene Erleichterung nach den eher schwachen Zahlen der Konkurrenz in den vergangenen Tagen", schrieb Analyst Johannes Schaller von der Deutschen Bank. Der kräftige Anstieg der Cloud-Auftragseingänge sei ermutigend. SAP-Aktien stiegen im frühen Handel am Freitag um rund sechs Prozent und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit einem Jahr zu. Offenbar seien einige Anleger, die auf weiter fallende Kurse gesetzt hatten, auf dem falschen Fuß erwischt worden, sagte ein anderer Börsianer.

SAP-Titel haben im Vergleich zu ihrem Rekordhoch von Anfang 2025 etwa 45 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Der Hauptgrund hierfür sind Spekulationen über eine geringere Nachfrage durch den Siegeszug Künstlicher Intelligenz (KI). Vor allem das US-Startup Anthropic sorgte in den vergangenen Monaten wiederholt mit der Veröffentlichung von Zusatzmodulen für seine KI "Claude" für Unruhe. Diese schürten Ängste, dass klassische Firmensoftware langfristig überflüssig werden könnte.

SAP hat daher seine Geschäftsbedingungen überarbeitet. Kunden und Software-Drittanbieter dürfen nur noch über offizielle Schnittstellen auf Daten aus SAP-Anwendungen zugreifen. Mit der neuen "API Policy" wolle der Konzern den Zugriff auf seine Systeme stärker kontrollieren und dies eventuell für ein neues Gebührenmodell nutzen, schrieb das "Handelsblatt". Konzernchef Klein hatte vor einigen Wochen signalisiert, dass künftig der Umfang des KI-Einsatzes statt die Zahl der Nutzer über die Höhe der Zahlungen entscheiden soll.

ÜBERRASCHEND STARKE ZAHLEN - BEKRÄFTIGTE JAHRESZIELE

Die Cloud-Erlöse von SAP stiegen den Angaben zufolge im ersten Quartal währungsbereinigt um 27 Prozent auf 5,96 Milliarden Euro. Das sind knapp 200 Millionen Euro mehr als von Analysten erwartet. Der Konzernumsatz wuchs mit einem Plus von zwölf Prozent ebenfalls überraschend stark auf 9,56 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand der Cloud-Sparte habe um ein Viertel auf 21,93 Milliarden Euro zugelegt. Der bereinigte operative Gewinn erhöhte sich ähnlich deutlich auf 2,87 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt SAP weiterhin Cloud-Erlöse zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro an. Das wäre ein Wachstum von 23 bis 25 Prozent. Das Betriebsergebnis werde voraussichtlich um zwölf bis 13 Prozent auf 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro steigen. Dieser Ausblick basiere auf der Annahme einer raschen Lösung des Nahost-Konflikts, betonte SAP-Finanzchef Dominik Asam. Ein länger anhaltender Iran-Krieg könnte die Weltwirtschaft und damit auch die Bilanz seines Unternehmens beeinträchtigen. Die möglichen Auswirkungen einer derartigen Entwicklung ließen sich bislang aber nicht abschätzen.

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