WDHLG-IBM wächst langsamer - Sorge vor KI-Konkurrenz drückt Aktie
22. Apr (Reuters) - Ein langsameres Wachstum im Softwaregeschäft und Sorgen vor der Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz (KI) haben die Aktien von IBMIBM.N auf Talfahrt geschickt. Die Papiere des US-Technologiekonzerns gaben am Mittwoch nachbörslich um sechs Prozent nach. Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar um neun Prozent auf 15,92 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen um rund 300 Millionen Dollar. Im Vorquartal hatte das Plus jedoch noch bei 12,2 Prozent gelegen.
Auch das Softwaresegment, zu dem die renditestarke Cloud-Sparte Red Hat und die KI-Werkzeuge der Marke Watsonx gehören, verzeichnete ein langsameres Umsatzwachstum von 11,3 Prozent. Am Markt wächst die Sorge, neue KI-Anwendungen, die routinemäßige Unternehmensaufgaben automatisieren, könnten das Softwaregeschäft von IBM belasten. Unter Druck geriet IBM vor allem, nachdem das KI-Unternehmen Anthropic im Februar erklärt hatte, eines seiner Werkzeuge könne bei der Modernisierung von COBOL helfen. Diese Programmiersprache ist auf den Großrechnern (Mainframes) von IBM weit verbreitet. Das Infrastruktursegment, das diese sicheren Hochleistungsserver für Banken, Airlines und Einzelhändler umfasst, wuchs dagegen kräftig um 15,2 Prozent auf 3,33 Milliarden Dollar.
Analysten zufolge könnten die engen Kundenbeziehungen und eigenen KI-Angebote von IBM dem Konzern im Wettbewerb helfen. CFRA-Analyst Brooks Idlet erklärte, der Druck auf das Software- und Dienstleistungsgeschäft sei in diesem Jahr wegen der Sorge vor KI-Konkurrenz hoch gewesen. Die Ergebnisse des ersten Quartals bestätigten diese Befürchtungen aber nicht. IBM-Finanzchef James Kavanaugh sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Kunden, die das IBM-eigene Werkzeug zur Code-Modernisierung nutzten, verzeichneten ein schnelleres Wachstum bei der Auslastung der Großrechner.
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