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BÖRSEN-TICKER-Rio Tinto enttäuscht mit Jahreszahlen - Aktie fällt

ReutersFeb 19, 2026 11:49 AM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

12.45 Uhr - Enttäuschende Jahreszahlen haben die Aktien des Bergbauriesen Rio TintoRIO.LRIO.AX auf Talfahrt geschickt. Die in London notierten Titel des australisch-britischen Unternehmens fallen um rund 3,5 Prozent und gehören damit zu den größten Verlierern im Leitindex FTSE 100.FTSE. Der weltgrößte Eisenerzproduzent meldete für das abgelaufene Geschäftsjahr einen bereinigten Gewinn von 10,87 Milliarden Dollar und verfehlte damit die Analystenprognose von 11,03 Milliarden Dollar. Grund dafür waren unter anderem niedrigere Preise für das Kernprodukt Eisenerz. Dagegen verdoppelte sich der Gewinnanteil der Kupfersparte auf etwa 30 Prozent, was eine steigende Nachfrage durch den Ausbau von KI-Rechenzentren und die Energiewende unterstreicht. "Ein gutes Ergebnis, wenn auch vielleicht nicht so beeindruckend wie beim Rivalen BHPBHP.AX", kommentiert Argo-Investments-Experte Andy Forster.

11.40 Uhr - Eine Hochstufung gibt der Aktie des Vermögensverwalters DWSDWSG.DE Auftrieb. Die Papiere steigen um rund drei Prozent auf 61 Euro und sind damit die größten Gewinner im MDax.MDAXI. Die Schweizer Großbank UBS hat sie auf "Buy" nach zuvor "Neutral" hochgestuft und das Kursziel von 56 auf 70 Euro angehoben. Die Analysten begründeten ihre Einschätzung mit den starken Ergebnissen der DWS für das vierte Quartal, der niedrigeren Kostenprognose der Firma für 2026 und ihren Plänen für eine hohe Kapitalausschüttung an die Aktionäre.

11.20 Uhr - Nach seinem jüngsten Kursrutsch hat sich der EuroEUR= am Donnerstag stabilisiert. Die Gemeinschaftswährung steigt um bis zu 0,2 Prozent auf 1,1807 Dollar. Der Dollar-Index.DXY verliert 0,1 Prozent auf 97,61 Punkte. Am Mittwoch hatten Spekulationen auf ein vorzeitiges Ausscheiden von EZB-Chefin Christine Lagarde den Euro um 0,6 Prozent abrutschen lassen. Aus Sicht von Commerzbank-Analystin Antje Praefcke bleibt die Gemeinschaftswährung in den kommenden Wochen verwundbar, sollten schwächer als erwartete Fundamental- und Preisdaten Zinssenkungsfantasien anheizen. "Der Euro könnte also an Attraktivität verlieren, sofern diese nicht durch gute Wachstums- und Zinsaussichten sowie selbstbewusste Reden der EZB-Offiziellen untermauert wird," prognostiziert die Expertin. Angesichts gesunkener Inflationsgefahr hatte die EZB den Schlüsselsatz von Mitte 2024 bis Mitte 2025 in mehreren Schritten von vier auf zwei Prozent halbiert und seither stillgehalten.

11.05 Uhr - Ein negativer Analystenkommentar macht FreenetFNTGn.DE zu schaffen. Die Titel des Mobilfunk- und TV-Anbieters brechen um mehr als acht Prozent auf 30,80 Euro ein und sind damit die größten Verlierer im MDax.MDAXI. Die Experten der Schweizer Großbank UBS stuften sie auf "Sell" nach zuvor "Neutral" herab. Das Kursziel beließen sie bei 28,50 Euro. Langfristig stelle Künstliche Intelligenz (KI) eine Gefahr für das Geschäftsmodell von Freenet als unabhängiger Mobilfunkhändler dar, hieß es. So dürften Kunden künftig KI-Assistenten nutzen, um den für sie günstigsten Tarif zu finden. Zudem könnten die Netzbetreiber selbst KI einsetzen, um ihre Kundenakquise und -bindung zu verbessern. Als weitere Gründe für die Herabstufung nannte UBS den Preiskampf im deutschen Mobilfunkgeschäft, das langsamere Wachstum bei Freenets TV-Tochter Waipu und den vergleichsweise hohen Aktienpreis.

10.51 Uhr - Nach einer Hochstufung geht es für die Aktien von VonoviaVNAn.DE bergauf. Die Titel sind mit einem Plus von 1,8 Prozent Dax.GDAXI-Spitzenreiter. Die Analysten von Morgan Stanley haben die Titel auf "Equal Weight" von "Underweight" gesetzt.

10.29 Uhr - Nach einem Rekordgewinn starten die Aktien von Air France-KLMAIRF.PA durch. Die Titel des Luftfahrtkonzerns klettern an der Pariser Börse um bis zu 14,4 Prozent auf ein Fünf-Monats-Hoch von 13,29 Euro. Das operative Ergebnis lag 2025 bei mehr als zwei Milliarden Euro. JP Morgan führt den steigenden Gewinn auf eine verbesserte Preisgestaltung und Kostenkontrolle zurück. Die Aktien der LufthansaLHAG.DE notieren im MDax.MDAXI zeitweise gut drei Prozent fester.

10.20 Uhr - Der Frankfurter Online-Broker FlatexDegiroFTKn.DE kann mit seiner Dividende für 2025 nicht bei den Anlegern punkten. Die Titel rutschen im MDax.MDAXI um rund 6,5 Prozent ab. Das Unternehmen steigerte zwar im vergangenen Jahr dank guter Geschäfte Umsatz und Ergebnis und hob die Dividende an. Künftig sollen 20 Prozent des Gewinns an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Für 2025 bedeutet dies eine Anhebung der Dividende auf rund 30 Cent je Aktie, nach vier Cent je Aktie im Vorjahr. Dies liege zwar deutlich über den Expertenerwartungen, die Dividendenrendite bleibe jedoch gering, sagte ein Händler.

09.36 Uhr - Ein mit Enttäuschung aufgenommener Ausblick für das laufende Jahr bringt die AirbusAIRG.DE-Aktien ins Rutschen. Die Titel des europäischen Flugzeugbauers fallen um bis zu 5,8 Prozent auf 189 Euro und sind damit schwächster Dax.GDAXI-Wert. Für das laufende Jahr hat sich Airbus vorgenommen, 870 (2025: 793) Verkehrsflugzeuge auszuliefern und das bereinigte Ebit auf 7,5 Milliarden Euro zu steigern. Damit liegen die Prognosen laut einem Berenberg-Kommentar und Börsianern unter den Erwartungen. Airbus zufolge bremst die "beträchtliche" Knappheit an Triebwerken des US-Zulieferers Pratt & WhitneyRTX.N die Produktion.

07.55 Uhr - Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran lassen Anleger bei GoldXAU= und SilberXAG= zugreifen. Gold verteuert sich um 0,9 Prozent auf 5021 Dollar je Feinunze, Silber wird mit bis zu 79,15 Dollar je Feinunze 2,6 Prozent höher gehandelt. Die Furcht vor einem Konflikt im Nahen Osten dürfte die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhöhen, sagt Kyle Rodda von Capital.com. Bei den jüngsten Gesprächen zum iranischen Atomprogramm in dieser Woche sind laut Weißem Haus zwar Fortschritte erzielt worden, doch in einigen Punkten bestünden weiterhin Differenzen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte unterdessen, dass jeder neue US-Angriff auf den Iran schwerwiegende Konsequenzen haben werde.

07.16 Uhr - Nach dem zuletzt deutlichen Ölpreisanstieg bleiben die Anleger am Donnerstag auf der Hut. Das Nordseeöl BrentLCOc1 und das US-Öl WTICLc1 verteuern sich wegen der Furcht vor Versorgungsengpässen um jeweils 0,5 Prozent auf 70,67 und 65,54 Dollar je Fass. Am Mittwoch waren die Preise bereits um mehr als vier Prozent gestiegen. Die größte Sorge der Öl-Anleger ist laut Analysten der ANZ, dass eine Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Iran den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus beeinträchtigen könnte. Rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs werden über diese Wasserstraße abgewickelt. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die USA vor einem neuen Militärschlag gegen den Iran gewarnt und auf ernste Konsequenzen verwiesen. Die USA fordern vom Iran die Aufgabe seines Atomprogramms. Die Regierung in Teheran lehnt dies jedoch ab und bestreitet, die Entwicklung einer Atomwaffe anzustreben. Bei den jüngsten Atomgesprächen in Genf haben die USA und Iran eine erste diplomatische Annäherung erzielt. Dem Weißen Haus zufolge gibt es zwar Fortschritte, doch in einigen Punkten bestünden weiterhin Differenzen.

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