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BÖRSEN-TICKER-Moody's besänftigt Anleger mit Gewinnaussichten

ReutersFeb 18, 2026 7:18 PM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

20.00 Uhr - Ein optimistischer Ausblick treibt die Aktie von Moody'sMCO.N um mehr als sechs Prozent an. Die Ratingagentur stellte für das Gesamtjahr einen bereinigten Gewinn von 16,40 bis 17,00 Dollar in Aussicht und damit mehr als von Analysten erwartet. Zudem zerstreute Moody's die Sorgen vor Einbußen durch den Siegeszug von Künstlicher Intelligenz (KI) und zunehmender Automatisierung. "Vieles an Daten ist der Öffentlichkeit schlicht nicht zugänglich. Wir haben ein komplexes Ökosystem von Handelsvereinbarungen und geistigen Eigentumsrechten, das wir über Jahrzehnte hinweg aufgebaut haben und das wir ständig pflegen", sagte Konzernchef Rob Fauber in einem Analystencall. Seit Jahresbeginn haben die Aktien rund 17 Prozent verloren.

16.50 Uhr - Der Fitnessuhren- und Navigationsgeräte-Hersteller GarminGRMN.N überzeugt die Anleger mit seiner Wachstumsprognose. Die Aktien steigen an der Wall Street um mehr als 15 Prozent und steuern auf ihren besten Börsentag seit Oktober 2024 zu. Garmin rechnet für 2026 mit einem Gesamtumsatz von 7,9 Milliarden Dollar, was über den Schätzungen der Analysten von 7,63 Milliarden Dollar liegt. Beim bereinigten Gewinn erwartet der Konzern 9,35 Dollar je Aktie, die Erwartungen lagen bei 8,70 Dollar je Aktie. Angetrieben wird das Geschäft von einer starken Nachfrage nach hochwertigen Smartwatches, Fitnesstrackern und Sportuhren.

16.15 Uhr - Spekulationen auf ein wachsendes Überangebot lassen den Kakaopreis um knapp zehn Prozent einbrechen. Der an der Londoner Börse ICE gehandelte TerminkontraktLCCc2 fällt zwischenzeitlich auf 2234 Pfund je Tonne und damit auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2023. Die Sorgen um unverkaufte Kakaobestände in den wichtigen Anbauländern Elfenbeinküste und Ghana belasten die Preise seit geraumer Zeit. Händler verweisen auf Berichte, nach denen die Lagerhäuser der Elfenbeinküste mit Kakaobohnen überfüllt sind und auf Entladung wartende Lkws lange Schlangen bilden. Ghana hatte seinen festen Erzeugerpreis kürzlich um ein Drittel gesenkt, um den Kakaoabsatz wieder anzukurbeln und den Bauern Geld zukommen zu lassen. "Dadurch wird mehr Kakao auf den Markt kommen, was den Preisdruck voraussichtlich weiter erhöhen wird, da die Nachfrage der Schokoladenhersteller derzeit verhalten ist", sagten die Analysten der Commerzbank.

15.15 Uhr - Aktien des Zeitungsverlags New York TimesNYT.N erhalten Schützenhilfe durch den Einstieg von Berkshire HathawayBRKa.N. Die Papiere des Zeitungsverlags steigen im vorbörslichen US-Handel um mehr als drei Prozent, nachdem die Beteiligungsgesellschaft den Kauf von rund fünf Millionen Times-Aktien im Wert von rund 352 Millionen Dollar offenlegt hat. Eine Aufnahme in das Portfolio gilt an den Finanzmärkten als Ritterschlag, zumindest galt das für die Ära unter Starinvestor Warren Buffett. Dieser hat das Zepter zum Jahreswechsel an Greg Abel weitergereicht. Mit dem Times-Investment kehrt Berkshire generell in den Mediensektor zurück. Weitere Einzelheiten werden im Jahresbericht und Abels erstem Aktionärsbrief am 28. Februar erwartet.

14.15 Uhr - Die Ölpreise verteuern sich nach den abrupt beendeten Friedensgesprächen zwischen der Ukraine und Russland um rund drei Prozent. Brent-RohölLCOc1 klettert um 2,9 Prozent auf 69,37 Dollar je Fass, während sich die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI)CLc1 um drei Prozent auf 64,11 Dollar verteuert. Seit Wochen kommt es zu Unterbrechungen der russischen Öllieferungen durch die Ukraine in die Slowakei und nach Ungarn. Kiew macht dafür einen russischen Angriff vom 27. Januar verantwortlich. Die unter US-Vermittlung stehenden Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland in Genf gingen nach zwei Tagen ohne Aussicht auf einen Durchbruch zu Ende. Im Konflikt zwischen dem Iran und den USA verstärkte zuletzt die zeitweilige Sperrung von Teilen der Straße von Hormus die Besorgnis. Die Meerenge ist Teil der weltweit wichtigsten Routen für den Öltransport.

13.45 Uhr - Nach einem anfänglichen Rückschlag will die US-Arzneimittelbehörde FDA den Grippeimpfstoff von ModernaMRNA.O doch prüfen und gibt damit der Aktie Auftrieb. Die Papiere des US-Impfstoffherstellers legen vorbörslich um rund drei Prozent zu. Die FDA habe den überarbeiteten Antrag auf Prüfung des Impfstoffs mit dem Namen mRNA-1010 angenommen, teilte Moderna mit. Die Behörde werde voraussichtlich bis zum 5. August eine Entscheidung treffen. Bei einer Zulassung könnte der Impfstoff bereits in der Grippesaison 2026/27 verfügbar sein. Der Impfstoff wird zugleich in Europa, Kanada und Australien geprüft. In der vergangenen Woche hatte die FDA den Zulassungsantrag vorerst abgelehnt. Als Grund nannte sie die Wahl des Vergleichspräparats in der für die Zulassung entscheidenden Studie.

12.25 Uhr - Eine gesenkte Gewinnprognose macht den Aktien des IT-Sicherheitsexperten Palo AltoPANW.O zu schaffen. Die Papiere des kalifornischen Unternehmens rutschen im vorbörslichen US-Handel um 7,5 Prozent ab. Palo Alto hob zwar sein Umsatzziel für 2026 an. Allerdings rechnet das Unternehmen nun mit einem bereinigten Gewinn von 3,65 bis 3,70 Dollar je Aktie, nach einer früheren Prognose von 3,80 bis 3,90 Dollar. Palo Alto begründete den Schritt mit erhöhten Kosten durch Übernahmen von Firmen wie Koi und CyberArk, um seine Kapazitäten im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) zu stärken. Die Experten vom Brokerhaus Piper Sandler verweisen darauf, dass das Unternehmen mit den Zukäufen sein Angebot um Identitätsschutz und Systemüberwachung erweitere. "Wir sehen Palo Alto weiterhin als klaren langfristigen Gewinner, während sich der Wettbewerb im KI-Sicherheitsmarkt verschärft."

12.05 Uhr - Die Pläne der italienischen Bank Monte dei Paschi (MPS)BMPS.MI, die Konkurrentin MediobancaMDBI.MI vollständig zu übernehmen, treiben die Aktien beider Institute an. Die Titel von Mediobanca springen an der Börse in Mailand um sieben Prozent nach oben, während MPS um gut zwei Prozent zulegen. MPS will nach eigenen Angaben die vollständige Kontrolle über Mediobanca übernehmen und die Investmentbank von der Börse nehmen. Damit würde sie die wochenlange Unsicherheit über die Zukunft des Instituts beenden. MPS, die 2017 vom Staat gerettet und später wieder privatisiert wurde, hält bereits 86 Prozent an Mediobanca. Die Transaktion dürfte die Kapitalstruktur von MPS stärken, kommentierten die Analysten der Investmentbank Equita. Die Marke Mediobanca soll für das Privat- und Investmentbanking in einer nicht börsennotierten Gesellschaft erhalten bleiben.

11.45 Uhr - Ein milliardenschwerer Auftrag der Facebook-Mutter MetaMETA.O gibt den NvidiaNVDA.O-Aktien Rückenwind. Die Papiere des US-Chipriesen legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um zwei Prozent zu, während die des Rivalen AMDAMD.O um rund 1,5 Prozent nachgeben. Die Meta-Aktie gewinnt rund ein halbes Prozent. Nvidia wird Meta nach eigenen Angaben über mehrere Jahre mit Millionen von aktuellen und künftigen Chips für Künstliche Intelligenz (KI) beliefern - etwa des Typs "Blackwell", "Rubin" und "Grace". Finanzielle Details nannte der Konzern nicht. "Diese Verpflichtung ist wahrscheinlich zehn, möglicherweise Hunderte von Milliarden Dollar wert", sagt Matt Britzman, Analyst bei der Investmentplattform Hargreaves Lansdown.

11.15 Uhr - Die Ankündigung eines Vergleichs im milliardenschweren Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat lässt BayerBAYGn.DE einbrechen. Die Aktien des Leverkusener Agrar- und Pharmakonzerns, die nach der Bekanntgabe des Vergleichs am Dienstagabend den höchsten Stand seit September 2023 erreicht hatten, rutschen am Mittwoch um mehr als acht Prozent ab. Mit einem bis zu 7,25 Milliarden Dollar teuren Vergleich will der Konzern den Großteil der Sammelklagen in den USA beilegen, in denen Nutzer ihre Krebserkrankungen auf das von der Bayer-Saatgut-Tochter Monsanto unter dem Markennamen "Roundup" verkaufte Mittel zurückführen. "Die Sache ist noch nicht abgeschlossen", sagt Stephan Wulf, Analyst bei Oddo BHF, in Bezug auf die benötigten Zustimmungen der Kläger der Sammelklage und des Bezirksgerichts in St. Louis. "Zudem ist noch ein Verfahren vor dem Obersten Gericht der USA anhängig. Meiner Ansicht nach ist dessen Ausgang auch maßgeblich dafür, ob die Kläger den Vergleich letztlich akzeptieren."

08.40 Uhr - Eine klare Marktreaktion auf den Medienbericht über einen möglichen Chefwechsel bei der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt vorerst aus. Der Dax.GDAXI verharrte vorbörslich bei seinem leichten Plus, während der EuroEUR= knapp im Minus bei 1,1835 Dollar lag. Die Rendite zehnjähriger BundesanleihenDE10YT=RR lag mit 2,749 Prozent nur leicht über dem Niveau vom Dienstag. Es werde damit gerechnet, dass EZB-Chefin Christine Lagarde ihre regulär bis Oktober 2027 laufende achtjährige Amtszeit nicht vollständig absolvieren werde, meldete die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf eine mit Lagardes Überlegungen vertraute Person. "Anleger tun sich schwer, die Situation zu bewerten, da weder feststeht, ob sich die Rücktrittsgerüchte bestätigen, noch, ob eine Nachfolge Lagardes eher für eine lockere oder konservative Geldpolitik stehen würde", sagt Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schlicht zu früh, um belastbare Aussagen treffen zu können. Entsprechend halten sich die Börsen zurück."

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