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BÖRSEN-TICKER-Prognosesenkung drückt IT-Sicherheitsexperten Palo Alto

ReutersFeb 18, 2026 11:28 AM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

12.25 Uhr - Eine gesenkte Gewinnprognose macht den Aktien des IT-Sicherheitsexperten Palo AltoPANW.O zu schaffen. Die Papiere des kalifornischen Unternehmens rutschen im vorbörslichen US-Handel um 7,5 Prozent ab. Palo Alto hob zwar sein Umsatzziel für 2026 an. Allerdings rechnet das Unternehmen nun mit einem bereinigten Gewinn von 3,65 bis 3,70 Dollar je Aktie, nach einer früheren Prognose von 3,80 bis 3,90 Dollar. Palo Alto begründete den Schritt mit erhöhten Kosten durch Übernahmen von Firmen wie Koi und CyberArk, um seine Kapazitäten im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) zu stärken. Die Experten vom Brokerhaus Piper Sandler verweisen darauf, dass das Unternehmen mit den Zukäufen sein Angebot um Identitätsschutz und Systemüberwachung erweitere. "Wir sehen Palo Alto weiterhin als klaren langfristigen Gewinner, während sich der Wettbewerb im KI-Sicherheitsmarkt verschärft."

12.05 Uhr - Die Pläne der italienischen Bank Monte dei Paschi (MPS)BMPS.MI, die Konkurrentin MediobancaMDBI.MI vollständig zu übernehmen, treiben die Aktien beider Institute an. Die Titel von Mediobanca springen an der Börse in Mailand um sieben Prozent nach oben, während MPS um gut zwei Prozent zulegen. MPS will nach eigenen Angaben die vollständige Kontrolle über Mediobanca übernehmen und die Investmentbank von der Börse nehmen. Damit würde sie die wochenlange Unsicherheit über die Zukunft des Instituts beenden. MPS, die 2017 vom Staat gerettet und später wieder privatisiert wurde, hält bereits 86 Prozent an Mediobanca. Die Transaktion dürfte die Kapitalstruktur von MPS stärken, kommentierten die Analysten der Investmentbank Equita. Die Marke Mediobanca soll für das Privat- und Investmentbanking in einer nicht börsennotierten Gesellschaft erhalten bleiben.

11.45 Uhr - Ein milliardenschwerer Auftrag der Facebook-Mutter MetaMETA.O gibt den NvidiaNVDA.O-Aktien Rückenwind. Die Papiere des US-Chipriesen legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um zwei Prozent zu, während die des Rivalen AMDAMD.O um rund 1,5 Prozent nachgeben. Die Meta-Aktie gewinnt rund ein halbes Prozent. Nvidia wird Meta nach eigenen Angaben über mehrere Jahre mit Millionen von aktuellen und künftigen Chips für Künstliche Intelligenz (KI) beliefern - etwa des Typs "Blackwell", "Rubin" und "Grace". Finanzielle Details nannte der Konzern nicht. "Diese Verpflichtung ist wahrscheinlich zehn, möglicherweise Hunderte von Milliarden Dollar wert", sagt Matt Britzman, Analyst bei der Investmentplattform Hargreaves Lansdown.

11.15 Uhr - Die Ankündigung eines Vergleichs im milliardenschweren Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Glyphosat lässt BayerBAYGn.DE einbrechen. Die Aktien des Leverkusener Agrar- und Pharmakonzerns, die nach der Bekanntgabe des Vergleichs am Dienstagabend den höchsten Stand seit September 2023 erreicht hatten, rutschen am Mittwoch um mehr als acht Prozent ab. Mit einem bis zu 7,25 Milliarden Dollar teuren Vergleich will der Konzern den Großteil der Sammelklagen in den USA beilegen, in denen Nutzer ihre Krebserkrankungen auf das von der Bayer-Saatgut-Tochter Monsanto unter dem Markennamen "Roundup" verkaufte Mittel zurückführen. "Die Sache ist noch nicht abgeschlossen", sagt Stephan Wulf, Analyst bei Oddo BHF, in Bezug auf die benötigten Zustimmungen der Kläger der Sammelklage und des Bezirksgerichts in St. Louis. "Zudem ist noch ein Verfahren vor dem Obersten Gericht der USA anhängig. Meiner Ansicht nach ist dessen Ausgang auch maßgeblich dafür, ob die Kläger den Vergleich letztlich akzeptieren."

08.40 Uhr - Eine klare Marktreaktion auf den Medienbericht über einen möglichen Chefwechsel bei der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt vorerst aus. Der Dax.GDAXI verharrte vorbörslich bei seinem leichten Plus, während der EuroEUR= knapp im Minus bei 1,1835 Dollar lag. Die Rendite zehnjähriger BundesanleihenDE10YT=RR lag mit 2,749 Prozent nur leicht über dem Niveau vom Dienstag. Es werde damit gerechnet, dass EZB-Chefin Christine Lagarde ihre regulär bis Oktober 2027 laufende achtjährige Amtszeit nicht vollständig absolvieren werde, meldete die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf eine mit Lagardes Überlegungen vertraute Person. "Anleger tun sich schwer, die Situation zu bewerten, da weder feststeht, ob sich die Rücktrittsgerüchte bestätigen, noch, ob eine Nachfolge Lagardes eher für eine lockere oder konservative Geldpolitik stehen würde", sagt Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schlicht zu früh, um belastbare Aussagen treffen zu können. Entsprechend halten sich die Börsen zurück."

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