tradingkey.logo

BÖRSEN-TICKER-Macrons "Top Gun"-Look beflügelt Brillenmacher iVision

ReutersJan 22, 2026 1:43 PM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

14.40 Uhr - Der jüngste Auftritt des französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit einer blauen Pilotenbrille gibt den Aktien des Herstellers Auftrieb. Die Titel des italienischen Unternehmens iVision TechIVN.MI schnellen an der Börse in Mailand um bis zu knapp 35 Prozent nach oben. Der Börsenwert steigt damit um rund 3,5 Millionen Euro. Macrons Auftritt mit der Brille auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sorgte in sozialen Medien für Aufsehen und Vergleiche mit dem Film "Top Gun" von 1986 mit Tom Cruise. iVision erklärte, es handele sich um sein Modell Pacific S 01. "Das hat an der Börse ganz klar einen Wow-Effekt ausgelöst", sagte Konzernchef Stefano Fulchir. Macron trug die Sonnenbrille nach Angaben seines Büros wegen eines geplatzten Blutgefäßes im Auge. Zur Marke äußerte sich der Élysée-Palast nicht.

13.00 Uhr - Die jüngste Entspannung im US-Streit um Grönland macht dem KupferpreisCMCU3 zu schaffen. Das Industriemetall verbilligt sich um bis zu 1,5 Prozent auf 12.621 Dollar je Tonne und erreicht damit den tiefsten Stand seit zwei Wochen. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, Grönland nicht mit Gewalt einnehmen zu wollen und auf angedrohte Zölle gegen europäische Verbündete zu verzichten. Laut Tom Price von der Investmentbank Panmure Liberum ziehen Anleger nun Gelder aus Anlagen ab, die sie zuvor aus Vorsicht gewählt hatten - etwa aus Rohstoffen.

11.05 Uhr - Ein Medienbericht über Börsenpläne für die Chipsparte T-Head beflügelt die Aktie von AlibabaBABA.N. Die in den USA notierten Papiere des chinesischen Online-Händlers legen im vorbörslichen Handel am Donnerstag um 4,6 Prozent zu. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf Insider, der Konzern bereite einen Börsengang seiner Chiptochter vor. Dem Bericht zufolge befindet sich der Prozess jedoch in einem frühen Stadium. Ein Zeitplan und eine mögliche Bewertung seien noch unklar. Eine Stellungnahme von Alibaba liegt zunächst nicht vor.

10.58 Uhr - Der Anstieg der US-Rohöl- und Benzinbestände in der vergangenen Woche belastet die Ölpreise. Das Nordseeöl BrentLCOc1 und das US-Öl WTICLc1 verbilligen sich um jeweils rund ein Prozent auf 64,59 beziehungsweise 60,01 Dollar je Fass. Marktquellen zufolge stiegen die Rohölbestände laut API-Daten in der Woche bis zum 16. Januar um 3,04 Millionen Barrel. Acht von Reuters befragte Analysten prognostizierten für die Woche bis zum 16. Januar einen durchschnittlichen Anstieg der Rohölbestände um etwa 1,1 Millionen Barrel. "Hohe Rohölbestände begrenzen weitere Preisanstiege auf einem Markt mit Überangebot", sagte Yang An von Haitong Futures.

10.18 Uhr - Die Abwendung von US-Zöllen im Grönland-Streit hilft den Autowerten auf die Sprünge. Der europäische Branchenindex.SXAP gewinnt in der Spitze 3,4 Prozent. PorscheP911_p.DE, ContinentalCONG.DE, Mercedes-BenzMBGn.DE und BMWBMWG.DE rücken zwischen vier und 2,4 Prozent vor. Die Aktien von VolkswagenVOWG_p.DE sind mit einem Plus von 5,5 Prozent Spitzenreiter im Dax.GDAXI - zusätzlich gestützt werden die Papiere auch durch einen überraschend hohen Barmittelzufluss im Autogeschäft 2025. Trumps Äußerungen in Davos zu Grönland hätten die unmittelbaren Befürchtungen vor Strafzöllen gemildert, sagt Fabio Hoelscher, Analyst bei Warburg Research. US-Präsident Donald Trump war am Mittwoch überraschend von seiner Drohung abgerückt, im Streit um Grönland Strafzölle gegen acht europäische Staaten zu verhängen. Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Davos stellte er eine Einigung in Aussicht.

07.36 Uhr - Die Aussicht auf eine Entspannung im Grönland-Streit sorgt bei GoldXAU= für einen Preisrückgang. Das Edelmetall verbilligt sich um bis zu 1,3 Prozent auf 4772 Dollar je Feinunze. Am Mittwoch hatte Gold, das in Krisenzeiten gern als sicherer Hafen angesteuert wird, noch ein frisches Rekordhoch von 4887,82 Dollar je Feinunze erklommen. Die Kehrtwende des US-Präsidenten Donald Trump habe die geopolitischen Spannungen etwas kleiner werden lassen, resümiert Soni Kumari von ANZ. Trump ruderte am Mittwoch abrupt zurück von seinen Drohungen, Zölle gegen acht europäische Staaten als Druckmittel zur Annexion Grönlands zu verhängen, schloss den Einsatz von Gewalt aus und deutete an, dass eine Einigung zur Beilegung des Streits in Sicht sei. Marktbeobachter warnen jedoch vor zu viel Euphorie nach Trumps überraschendem Einlenken. Ob das Grönland-Thema dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden könne, bleibe zum jetzigen Zeitpunkt offen, sagt Thomas Altmann von QC Partners.

Weitere Marktberichte unter Doppelklick .CDE .FDE .NDE .TDE 
Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Verwandte Artikel

Tradingkey
KeyAI