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BÖRSEN-TICKER-Ölpreis gibt nach - Höhere US-Rohölbestände

ReutersJan 22, 2026 10:07 AM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

10.58 Uhr - Der Anstieg der US-Rohöl- und Benzinbestände in der vergangenen Woche belastet die Ölpreise. Das Nordseeöl BrentLCOc1 und das US-Öl WTICLc1 verbilligen sich um jeweils rund ein Prozent auf 64,59 beziehungsweise 60,01 Dollar je Fass. Marktquellen zufolge stiegen die Rohölbestände laut API-Daten in der Woche bis zum 16. Januar um 3,04 Millionen Barrel. Acht von Reuters befragte Analysten prognostizierten für die Woche bis zum 16. Januar einen durchschnittlichen Anstieg der Rohölbestände um etwa 1,1 Millionen Barrel. "Hohe Rohölbestände begrenzen weitere Preisanstiege auf einem Markt mit Überangebot", sagte Yang An von Haitong Futures.

10.18 Uhr - Die Abwendung von US-Zöllen im Grönland-Streit hilft den Autowerten auf die Sprünge. Der europäische Branchenindex.SXAP gewinnt in der Spitze 3,4 Prozent. PorscheP911_p.DE, ContinentalCONG.DE, Mercedes-BenzMBGn.DE und BMWBMWG.DE rücken zwischen vier und 2,4 Prozent vor. Die Aktien von VolkswagenVOWG_p.DE sind mit einem Plus von 5,5 Prozent Spitzenreiter im Dax.GDAXI - zusätzlich gestützt werden die Papiere auch durch einen überraschend hohen Barmittelzufluss im Autogeschäft 2025. Trumps Äußerungen in Davos zu Grönland hätten die unmittelbaren Befürchtungen vor Strafzöllen gemildert, sagt Fabio Hoelscher, Analyst bei Warburg Research. US-Präsident Donald Trump war am Mittwoch überraschend von seiner Drohung abgerückt, im Streit um Grönland Strafzölle gegen acht europäische Staaten zu verhängen. Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Davos stellte er eine Einigung in Aussicht.

07.36 Uhr - Die Aussicht auf eine Entspannung im Grönland-Streit sorgt bei GoldXAU= für einen Preisrückgang. Das Edelmetall verbilligt sich um bis zu 1,3 Prozent auf 4772 Dollar je Feinunze. Am Mittwoch hatte Gold, das in Krisenzeiten gern als sicherer Hafen angesteuert wird, noch ein frisches Rekordhoch von 4887,82 Dollar je Feinunze erklommen. Die Kehrtwende des US-Präsidenten Donald Trump habe die geopolitischen Spannungen etwas kleiner werden lassen, resümiert Soni Kumari von ANZ. Trump ruderte am Mittwoch abrupt zurück von seinen Drohungen, Zölle gegen acht europäische Staaten als Druckmittel zur Annexion Grönlands zu verhängen, schloss den Einsatz von Gewalt aus und deutete an, dass eine Einigung zur Beilegung des Streits in Sicht sei. Marktbeobachter warnen jedoch vor zu viel Euphorie nach Trumps überraschendem Einlenken. Ob das Grönland-Thema dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden könne, bleibe zum jetzigen Zeitpunkt offen, sagt Thomas Altmann von QC Partners.

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