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Guten Morgen von Reuters am Donnerstag, dem 15. Januar

ReutersJan 15, 2026 6:15 AM

TOP NEWS:

USA/GRÖNLAND - Vor dem Hintergrund der US-Ansprüche auf Grönland schicken die Nato-Staaten Deutschland, Schweden und Norwegen Militärpersonal auf die dänische Insel. Die Regierungen in Berlin, Stockholm und Oslo kündigten an, insgesamt eine niedrige zweistellige Zahl an Soldaten auf die zur Nato gehörende Insel zu entsenden. Nach Angaben Dänemarks und Grönlands brachte ein Krisentreffen mit der US-Seite am Mittwoch in Washington keine Annäherung. Es gebe weiterhin grundlegende Meinungsverschiedenheiten, sagte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen. Man werde im Gespräch bleiben. Beide Seiten hätten die Einrichtung einer hochrangigen Arbeitsgruppe vereinbart.

IRAN/USA - US-Präsident Donald Trump sieht nach seinen Drohungen gegen den Iran nach eigenen Angaben einen Rückgang des gewaltsamen Vorgehens der Führung des Landes gegen Demonstranten. Er gehe zudem davon aus, dass derzeit keine massenhaften Hinrichtungen geplant seien, sagte Trump in Washington. Unterdessen hat der Iran seinen Luftraum nach einer fast fünfstündigen Sperrung in der Nacht zum Donnerstag wieder geöffnet. Die Maßnahme erfolgte inmitten der Sorge vor einem bevorstehenden US-Militärschlag. Nach Einschätzung von zwei europäischen Regierungsvertretern könnte ein US-Militärschlag gegen den Iran in den nächsten 24 Stunden erfolgen. "Alle Signale deuten darauf hin, dass ein US-Angriff unmittelbar bevorsteht", sagte ein westlicher Militärvertreter.

USA/VENEZUELA - Die Republikaner im US-Senat haben Präsident Donald Trump in seiner Venezuela-Politik den Rücken gestärkt und eine Resolution blockiert, die ihm Militäraktionen ohne Zustimmung des Kongresses untersagt hätte. Die Abstimmung am Mittwoch endete mit 51 zu 50 Stimmen, nachdem Vizepräsident JD Vance den Ausschlag gegeben hatte. Zuvor hatte Trump Druck auf Mitglieder seiner Partei ausgeübt, die die Vorlage unterstützt hatten. Nur drei republikanische Senatoren stimmten letztlich mit den Demokraten für die Resolution. Die US-Regierung argumentiert, es befänden sich keine Truppen in Venezuela, da die Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro ein juristischer und kein militärischer Einsatz gewesen sei.

USA/VENEZUELA - US-Präsident Donald Trump empfängt voraussichtlich die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Maria Corina Machado in Washington. Das Treffen findet vor dem Hintergrund der Frage statt, wer in Venezuela künftig das Sagen hat. Trump hatte nach der Militäraktion in Caracas gesagt, Oppositionsführerin Machado fehle der Rückhalt in Venezuela, um das Land zu führen.

USA/FED - US-Präsident Donald Trump hegt nach eigenen Angaben vorerst keine Pläne, den Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, trotz strafrechtlicher Ermittlungen zu entlassen. "Ich habe keinen Plan, das zu tun", sagte Trump in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei jedoch zu früh, um zu sagen, was er letztendlich tun werde. Trump deutete an, dass er geneigt sei, entweder den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh oder den Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, Kevin Hassett, als Nachfolger für Powell zu nominieren.

DEUTSCHLAND/BIP - Das Statistische Bundesamt lüftet auf einer Pressekonferenz in Berlin das Geheimnis, ob die deutsche Wirtschaft 2025 wieder gewachsen ist oder nicht. Nach zwei Rezessionsjahren in Folge erwartet die Bundesregierung ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,2 Prozent. Sie spricht von einer leichten konjunkturellen Erholung auf niedrigem Niveau. Ökonomen trauen Europas größter Volkswirtschaft im laufenden Jahr ein Wachstum von etwa einem Prozent zu - begünstigt von einer höheren Zahl von Arbeitstagen und steigenden staatlichen Investitionen in Aufrüstung und Infrastruktur.

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FIRMEN UND BRANCHEN:

MDAX:

THYSSENKRUPPTKAG.DE - Das indische Unternehmen Jindal, das derzeit die Bücher von Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) prüft, soll einem Medienbericht zufolge auf größere Kostensenkungen pochen. Jindal soll auf weitere Einsparungen drängen, als sie bislang von TKSE und IG Metall vereinbart wurden, wie die "Rheinische Post" berichtet. Über die bislang vereinbarten 11.000 Stellen hinaus könnten dann weitere 2000 oder 3000 Stellen wegfallen. Derzeit beschäftigt TKSE 26.000 Mitarbeiter.

FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:

OPENAI kauft bis zu 750 Megawatt an Rechenleistung von dem Chip-Entwickler und NvidiaNVDA.O-Konkurrenten Cerebras. Der Vertrag laufe über einen Zeitraum von drei Jahren, teilte der ChatGPT-Entwickler mit. Der Wert des Vertrags belaufe sich auf mehr als zehn Milliarden Dollar, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

ORACLEORCL.N sieht sich mit einer Klage von Anleihegläubigern konfrontiert, die dem US-Softwarekonzern eine Täuschung über seinen KI-Kapitalbedarf vorwerfen. In der bei einem New Yorker Gericht eingereichten angestrebten Sammelklage heißt es, das Unternehmen habe bei der Ausgabe von Anleihen über 18 Milliarden Dollar im September verschwiegen, dass für den Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) kurzfristig erhebliche weitere Mittel nötig seien.

CHEVRONCVX.N erhält Insidern zufolge voraussichtlich noch in dieser Woche eine erweiterte US-Lizenz für die Ölförderung in Venezuela. Damit könnte der US-Ölkonzern seine Produktion in dem südamerikanischen Land steigern, sagten Branchenvertreter Reuters. Chevron teilte dazu mit, das Unternehmen halte sich an alle Gesetze und Bestimmungen.

OPEL - Um seine Werke auszulasten, will der zum Stellantis-KonzernSTLAM.MI gehörende Autobauer Opel seinen Marktanteil in Europa auf vier Prozent ausbauen. "Das wollen wir in den kommenden ein bis zwei Jahren schaffen, damit wir nachhaltig wirtschaften können und auf den Märkten relevant sind", sagte Opel-Chef Florian Huettl der "Welt" und "Business Insider". Das sei wichtig, um die Fabriken auszulasten. "Opel braucht ein gewisses Volumen auch aus Deutschland, damit die deutsche Produktion dauerhaft wirtschaftlich ist", betonte der Manager.

XAI - Die kalifornischen Behörden fordern von Elon Musks KI-Firma Aufklärung über die Verbreitung von nicht-einvernehmlichen sexuellen Bildern auf der Plattform. "Wir fordern von xAI umgehend Antworten zu ihrem Plan, die Erstellung und Verbreitung dieser Inhalte zu stoppen", schrieb der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta auf der Plattform X.

TERMINE:

06:30 - Preliminary Q4 2025 VAT Group AG VACN.S Earnings Release

07:00 - Geberit GEBN.S Q4 sales

07:00 - Richemont CFR.S Q3 sales

07:00 - TSMC Q4 2330.TW

07:30 - OMV AG OMVV.VI Trading Update Q4 2025

10:00 - Asta Energy IPO

12:00 - Blackrock BLK.N Q4

14:20 - Digital minister Wildberger, Amazon Web Services CEO Garman speak in Potsdam

13:30 - Morgan Stanley MS.N reports earnings for fourth quarter

13:30 - Goldman Sachs GS.N reports earnings for fourth quarter

21:00 - US Chamber of Commerce to host annual State of American Business event

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www.reuters.com

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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:

DEUTSCHLAND/WIRTSCHAFT - Bundeskanzler Friedrich Merz sieht erste Anzeichen für einen Aufschwung und sichert umfassende Reformen der schwarz-roten Koalition zu. Es gebe mit den steigenden Auftragseingängen und dem starken Anstieg an Start-Ups Hinweise auf eine verbesserte Wirtschaftslage, sagte der CDU-Vorsitzende vor der IHK Halle-Dessau in Halle. Man müsse Ende 2026 "ordentliche Wachstumsraten" von mehr als einem Prozent erreicht haben.

USA/ROHSTOFFE - US-Präsident Donald Trump hat vorerst auf die Einführung von Zöllen auf kritische Rohstoffe wie Seltene Erden und Lithium verzichtet. Stattdessen wies er seine Regierung an, die Versorgung durch Verhandlungen mit internationalen Handelspartnern zu sichern. Mit dem Schritt schiebt Trump eine Entscheidung über Zölle auf, die die US-Wirtschaft weiter belasten könnten.

USA/FED - Die US-Wirtschaft ist einer Erhebung der Notenbank Federal Reserve (Fed) zufolge zuletzt wieder gewachsen. In acht der zwölf Bezirke konnte die wirtschaftliche Aktivität in den vergangenen Wochen zulegen, während die Beschäftigung weitgehend unverändert geblieben ist, wie aus dem Konjunkturbericht ("Beige Book") hervorgeht.

TERMINE:

Ratings firm Fitch holds conference in London on the main sovereign and corporate credit ratings to watch in 2026

01:01 - United Kingdom-Rightmove House Prices

01:01 - United Kingdom-RICS Housing Survey

08:00 - United Kingdom-GDP

08:00 - Germany-WPI

08:00 - Turkish business leaders comment on economic developments and expectations

09:00 - Austria-CPI

10:00 - German statistics office presents preliminary GDP figures for 2025

12:00 - United Kingdom-IPSOS PCSI

14:00 - United States-Imports/Exports

14:30 - United States-Philly Fed New

14:30 - United States-Jobless

14:30 - United States-Empire State

14:35 - Atlanta Fed's Bostic speaks on the economic outlook

15:15 - Federal Reserve's Barr speaks on stablecoins

18:40 - Federal Reserve's Barkin speaks in Richmond, Va.

19:30 - Federal Reserve's Schmid speaks on monetary policy and the economy

21:00 - US Chamber of Commerce to host annual State of American Business event

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INDIKATOREN:

Local Time

Country

Indicator

Period

Poll

Prior

Unit

8:00

GB

Industrial Output m/m

Nov

0.1

1.1

Percent

8:00

GB

Industrial Output y/y

Nov

-0.4

-0.8

Percent

10:00

DE

Full Year GDP

2025

-0.5

Percent

11:00

EU

Eurostat Trade

Nov

18.4

Bln EUR

11:00

EU

EZ Industrial Production m/m

Nov

0.5

0.8

Percent

11:00

EU

EZ Industrial Production y/y

Nov

2

2.0

Percent

14:00

US

Export Prices

Nov

0.2

0.0

Percent

14:00

US

Import Prices

Nov

-0.1

0.0

Percent

14:30

US

Empire State Index

Jan

1.00

-3.90

Index

14:30

US

Philadelphia Fed Report

Jan

-1

-10.2

Index

1430

US

Initial Jobless Claims

W 10 Jan

215

208

Thousand

22:00

US

Net Capital Flows

Nov

-37.3

Bln USD

Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.

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BLICKPUNKT POLITIK:

USA/GAZA - Die USA haben am Mittwoch die zweite Phase ihres Plans zur Beendigung des Gaza-Krieges eingeleitet, obwohl zentrale Elemente der ersten Phase noch nicht erfüllt sind. Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, kündigte an, dass damit eine palästinensische Übergangsregierung aus Technokraten in Gaza eingesetzt werde. Diese soll den Prozess der Entwaffnung und des Wiederaufbaus beginnen.

DEUTSCHLAND/ISRAEL/CYBERABWEHR - Deutschland will mit israelischer Hilfe einen "Cyberdome" aufbauen, um das Land besser gegen elektronische Angriffe zu schützen. Der am Montag bei einem Besuch von Innenminister Alexander Dobrindt in Jerusalem beschlossene Cyber- und Sicherheitspakt sei die Grundlage für den Aufbau, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums auf Anfrage mit.

UGANDA/WAHLEN - Der seit vier Jahrzehnten regierende Präsident Yoweri Museveni strebt bei der Wahl in Uganda eine siebte Amtszeit an. Sein wichtigster Herausforderer ist der 43-jährige Oppositionsführer Bobi Wine, der besonders bei der jungen Bevölkerung populär ist. Beobachter rechnen zwar mit einem Sieg des 81-jährigen Amtsinhabers, blicken aber besorgt auf mögliche Unruhen, da vergangene Abstimmungen von Gewalt überschattet waren. Zudem dürfte das Wahlergebnis Aufschluss über die künftige Machtübergabe geben, für die Musevenis Sohn als Favorit gilt.

TERMINE:

Trump may meet Venezuelan opposition leader Machado

U.S. President Donald Trump may meet with Venezuelan opposition leader Maria Corina Machado in Washington.

09:00 - Session of German lower house of parliament Bundestag in Berlin

10:00 - Germany’s economy ministry publishes its monthly report on the state of the German economy

13:00 - Production of the iconic Berlinale Bear trophies begins

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SNAPSHOT MÄRKTE:

WALL STREET - Nach dem Ausverkauf vom Dienstag hat die Wall Street auch am Mittwoch tiefer geschlossen.

ASIEN - Entspannungssignale im Iran-Konflikt nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump haben die Öl- und Goldpreise am Donnerstag von ihren Höchstständen zurückkommen lassen. Gleichzeitig setzte sich der Ausverkauf bei Technologiewerten an den asiatischen Börsen fort.

DEVISEN

Währungen

Kurse

um

07:00 Uhr

Veränderung in Prozent

Euro/DollarEUR=

1,1635

-0,1%

Pfund/DollarGBP=

1,3425

-0,1%

Dollar/FrankenCHF=

0,8009

+0,1%

Euro/Franken

0,9318

+0,1%

Dollar/YenJPY=

158,43

Bitcoin/DollarBTC=

96.404,69

-1,1%

Ethereum/DollarETH=

3.310,88

-1,7%

Kurs

um

07:00 Uhr

EZB-Fixing am 14.01.2026

Euro/PfundEURGBP=

0,8663

0,8668

US-AKTIEN

Schlusskurse der US-Indizesam Mittwoch

Stand

Veränderung in Prozent

Dow Jones.DJI

49.149,63

-0,1%

Nasdaq.IXIC

23.471,75

-1,0%

S&P 500.SPX

6.926,60

-0,5%

ASIATISCHE AKTIEN

Asiatische Aktienindizes am Donnerstag

Kurse um 07:00 Uhr

Veränderung in Prozent

Nikkei.N225

53.869,83

-0,9%

Topix.TOPX

3.666,40

+0,6%

Shanghai.SSEC

4.109,07

-0,4%

CSI300.CSI300

4.740,02

-0,0%

Hang Seng.HSI

26.868,95

-0,5%

Kospi.KS11

4.788,11

+1,4%

EUROPÄISCHE AKTIEN

Schlusskurse europäischer Aktien-Indizes und -Futures am Mittwoch

Stand

Dax.GDAXI

25.286,24

EuroStoxx50.STOXX50E

6.005,05

SMI.SSMI

13.464,84

----------

Indikationen

Stand

Dax bei Lang & SchwarzDAX=LUSG

25.296,00

Late/Early-Dax.GDAXIL

25.260,33

SMI-FutureFSMIc1

13.362,00

ANLEIHEN

Anleihe-Futures

Stand

Bund-FutureFGBLc1

128,35

T-Bond-FutureUSc1

116,31

Gilt-FutureFLGc1

92,74

----------

Anleihe-Renditen

Stand

Schluss-Rendite am

am 14.01.2026

10-jährige BundesanleiheDE10YT=RR

2,814%

2,822%

30-jährige BundesanleiheDE30YT=RR

3,430%

3,430%

10-jährige US-AnleiheUS10YT=RR

4,140%

4,140%

30-jährige US-AnleiheUS30YT=RR

4,791%

4,795%

10-jährige brit. AnleiheGB10YT=RR

4,344%

4,335%

30-jährige brit. AnleiheGB30YT=RR

5,112%

5,088%

Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]

ROHSTOFFE

Energie und Metalle

Preise um 07:00 Uhr

Veränderung in Prozent

Brent-ÖlLCOc1 ($/Barrel)

64,36

-3,3%

WTI-ÖlCLc1 ($/Barrel)

59,98

-3,3%

US-Erdgas ($/MMBTU)

3,1380

+0,6%

GoldXAU= ($/Feinunze)

4.594,95

-0,5%

KupferCMCU3 ($/Tonne)

12.964,50

-1,7%

Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter: .CDE

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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)

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