
Frankfurt, 09. Jan (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
09.13 Uhr - Vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts hat sich der Dollar.DXY kaum bewegt. Der Index der US-Währung notierte mit 98,99 Punkten minimal im Plus. Der EuroEUR= verlor 0,1 Prozent auf 1,1646 Dollar. Die Jobdaten für Dezember dürften einen Großteil der durch den jüngsten Regierungsstillstand entstandenen Datenunklarheit beseitigen. Die Experten der Helaba rechnen mit einem soliden Wert - "einen Grund, die Zinssenkungserwartungen zu forcieren, sehen wir nicht". Gespannt warten die Investoren ebenfalls auf die mögliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu den von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr verhängten Sonderzöllen. Der Supreme Court könnte noch im Tagesverlauf das Urteil über deren Rechtmäßigkeit verkünden. Es geht vor allem um die Frage, ob Trump bei den Abgaben gegen zahlreiche Länder seine Befugnisse auf Kosten des Kongresses überschritten hat.
07.34 Uhr - Die anhaltenden Proteste im Iran verunsichern die Anleger am Ölmarkt. Die Preise für BrentLCOc1 und WTICLc1 legen um gut ein Prozent auf 62,26 beziehungsweise 57,98 Dollar je Fass zu. Schon am Vortag hatte sich Öl um mehr als drei Prozent verteuert. "Der Iran ist trotz aller Sanktionen ein wichtiger Ölproduzent, und Instabilität dort könnte auch die Ölproduktion im Mittleren Osten gefährden", sagt Jochen Stanzl von der Consorsbank. Im Dezember brach im Iran die größte Protestwelle seit drei Jahren aus. Hintergrund sind die wachsende Not im Zuge der kriselnden Wirtschaft, eine galoppierende Inflation und Einschränkungen der politischen und sozialen Freiheiten. Getrieben wird der Ölpreis auch durch die ungewisse Lage in Venezuela. Nach der Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolàs Maduro durch die USA forderte US-Präsident Donald Trump vollen Zugang zum Ölsektor des Landes. Analysten zufolge dürfte der Ölpreis jedoch nicht allzu heftig anziehen. Insgesamt stiegen die globalen Lagerbestände, und das Überangebot bleibe der Hauptfaktor, der den Preis deckeln könnte, heißt es in einem Kommentar des Vermögensberaters Haitong Futures.
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