
San Francisco, 20. Sep (Reuters) - Angesichts einer von der US-Regierung angekündigten drastischen Erhöhung bestimmter Visagebühren haben mehrere US-Konzerne potenziell betroffene Mitarbeiter dazu aufgerufen, in den USA zu bleiben oder im Falle eines Auslandsaufenthalts umgehend in das Land zurückzukehren. Das geht aus internen E-Mails der Techriesen MicrosoftMSFT.O und AmazonAMZN.O sowie der Großbank JPMorganJPM.N hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Die Schreiben richten sich an Inhaber sogenannter H-1B-Arbeitsvisa für hochqualifizierte ausländische Fachkräfte. Die Jahresgebühr soll auf 100.000 Dollar steigen, wie die US-Regierung am Freitag bekanntgab. Die neue Gebührenregelung soll am Sonntag um 06.00 Uhr MESZ in Kraft treten. Bislang fallen für die Visa einige Tausend Dollar an Gebühren an.
Microsoft, Amazon und JPMorgan sowie die Anwaltskanzlei Ogletree Deakins, die die Bank in der Angelegenheit vertritt, reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters nach einer Stellungnahme.