28. Aug (Reuters) - Ulta Beauty ULTA.O hat seine Jahresumsatz- und Gewinnprognose angehoben, nachdem das Unternehmen am Donnerstag die Schätzungen für den Quartalsumsatz übertroffen hatte. Das Unternehmen stützt sich dabei auf eine konstante Nachfrage nach Make-up- und Hautpflegemarken in seinen Geschäften sowie auf geringere Bestandsverluste.
Die Aktien des Unternehmens stiegen nachbörslich um 6%.
Das Unternehmen verzeichnete stärkere Umsätze in den Geschäften, die von jüngeren Kunden angekurbelt wurden, die sich von trendigen und erschwinglichen Marken wie Elf Beauty ELF.N angezogen fühlten.
Der Kosmetikeinzelhändler expandierte auch international mit der Übernahme der britischen High Street-Kette Space NK (link) im Juli.
Ulta hat seine Regale um Marken im Besitz von Prominenten, wie Rihannas Fenty Beauty, erweitert und die Investitionen in Digitaltechnik und Marketing erhöht, um die Kundenbindung zu vertiefen.
Die Umsätze des zweiten Quartals beliefen sich auf 2,79 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit die Schätzungen von 2,67 Milliarden US-Dollar, wie aus den von LSEG zusammengestellten Daten hervorgeht.
Das Unternehmen rechnet nun mit einem Jahresumsatz zwischen 12 und 12,1 Milliarden US-Dollar, gegenüber der vorherigen Prognose von 11,5 bis 11,7 Milliarden US-Dollar.
Die Anhebung der Prognose erfolgt vor dem Hintergrund der weltweiten Handelsunsicherheit, wobei die Unternehmensleitung darauf hinweist, dass die veränderte US-Politik die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen belastet hat.
Der Luxuskosmetikhersteller Estee Lauder (link) EL.N wies letzte Woche auf eine Zollbelastung in Höhe von 100 Millionen Dollar hin und erklärte, dass er Lagerbestände und Werbeaktionen reduzieren werde, um die steigenden Kosten zu dämpfen.
"Unser Ausblick für den Rest des Jahres spiegelt sowohl die Stärke unserer bisherigen Leistung als auch unsere Vorsicht hinsichtlich der Entwicklung der Verbrauchernachfrage in der zweiten Jahreshälfte wider. Während die kurzfristige Unsicherheit anhält, konzentrieren wir uns auf das, was wir kontrollieren können", sagte Kecia Steelman, CEO von Ulta.
Niedrigere E-Commerce-Versandkosten und geringere Bestandsverluste halfen Ulta ebenfalls, den Druck auf die Lieferkette auszugleichen.
Der vierteljährliche Bruttogewinn stieg um 11,6 Prozent auf 1,10 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen erwartet nun einen Jahresgewinn von $23,85 bis $24,30 pro Aktie, gegenüber $22,65 bis $23,20 pro Aktie.